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Stiftung Warentest und ADAC

Diese Autokindersitze fielen im Test durch

In einem gemeinsamen Test mit dem ADAC hat die Stiftung Warentest 37 Autokindersitze untersucht. Die Ergebnisse sind insgesamt positiv - manche Resultate jedoch besorgniserregend.

Westend61/ Getty Images

Nachwuchs im Kindersitz

Montag, 22.05.2017   11:02 Uhr

Welche Autokindersitze sind sicher und vertrauenswürdig? Vor dieser wichtigen Frage stehen alle Eltern, die ihren Nachwuchs im Pkw transportieren. Ein aktueller Test von ADAC und Stiftung Warentest liefert Hilfe bei der Entscheidung: In der Untersuchung schnitten demnach 22 von 37 Modellen "gut", neun weitere "befriedigend" ab. Während zwei Sitze nur als "ausreichend" eingestuft wurden, fielen vier Modelle sogar mit einem "mangelhaft" durch.

Die Übersicht der wichtigsten Testergebnisse:

Im Testfeld waren sowohl Sitze der i-Size-Norm ECE R 129 (nach Körpergröße) als auch Modelle, die nach Körpergewicht (ECE R 44) zugelassen sind.

In dieser Tabelle sind sämtliche Testergebnisse aufgeführt:

ADAC

ADAC-Kindersitztest 2017

Ein einziger Kindersitz von Geburt an reiche in der Regel nicht aus, sagen die Tester. Die Stiftung Warentest rät für einen sicheren Transport als Faustformel: Babys und Kleinkinder sollten mindestens bis zum Alter von 15 Monaten nur rückwärts gerichtet in einer Babyschale im Auto mitfahren. Frühestens wenn sie frei laufen können, sollten Eltern auf einen vorwärts gerichteten Transport umschwenken. Zunächst seien eher i-Size bis 105 Zentimeter gut geeignet. Dann sind Kinder etwa vier Jahre alt. Anschließend könnten Kinder einen Sitz für ein Gewicht von 15 bis 36 Kilogramm nutzen. Aber generell gelte: Wenn der Kopf über den Rand ragt, müsse ein größeres Modell her.

Stiftung Warentest weist ausdrücklich darauf hin, auf einen Kauf auf einem Flohmarkt zu verzichten. Zudem sollen Kindersitze nach einem Unfall unverzüglich entsorgt werden, da sie auch trotz optischer Unversehrtheit Schaden genommen haben können.

bam/dpa

insgesamt 27 Beiträge
kaischek 22.05.2017
1. Stiftung Warentest
Die Stiftung lebt meines Wissens von schlechten Nachrichten, staatlichen Zuwendungen und Spenden. Meiner Meinung nach eine ungünstige Voraussetzung dafür, als seriöses Testmedium ernst genommen zu werden.
Die Stiftung lebt meines Wissens von schlechten Nachrichten, staatlichen Zuwendungen und Spenden. Meiner Meinung nach eine ungünstige Voraussetzung dafür, als seriöses Testmedium ernst genommen zu werden.
zuperzoom 22.05.2017
2. @1
Die Stiftung Warentest finanziert sich zu 90 Prozent selbst, verkäufe von Druckerzeugnissen etc. Durch die ständige Wiederholung von falschen Thesen werden diese nicht Wahrer. Und selbst wenn nicht, wären die Ergebnisse [...]
Die Stiftung Warentest finanziert sich zu 90 Prozent selbst, verkäufe von Druckerzeugnissen etc. Durch die ständige Wiederholung von falschen Thesen werden diese nicht Wahrer. Und selbst wenn nicht, wären die Ergebnisse seriöser wenn die freie Wirtschaft die STW finanzieren würde?
monolithos 22.05.2017
3.
Die Stiftung Warentest ist schon dem Namen nach eine Stiftung. Jede Stiftung hat einen Stifter. Im Falle der Stiftung Warentest ist das die Bundesrepublik Deutschland, also "der Staat". Die von Ihnen bemängelten [...]
Zitat von kaischekDie Stiftung lebt meines Wissens von schlechten Nachrichten, staatlichen Zuwendungen und Spenden. Meiner Meinung nach eine ungünstige Voraussetzung dafür, als seriöses Testmedium ernst genommen zu werden.
Die Stiftung Warentest ist schon dem Namen nach eine Stiftung. Jede Stiftung hat einen Stifter. Im Falle der Stiftung Warentest ist das die Bundesrepublik Deutschland, also "der Staat". Die von Ihnen bemängelten "staatlichen Zuwendungen" liegen also in der Natur der Sache und sind hier weder anrüchig noch ehrenrührig. Den Rest erwirtschaftet die Stiftung selbst und auch Spenden sind nicht unseriöses. Die "schlechten Nachrichten" sind kein Selbstzweck der Stiftung, sondern Ergebnis schlechter Produkte, die dank Industrieunabhängigkeit (deswegen eine Stiftung des Staates!) auch als solche aufgedeckt werden. Hielten Sie eine Stiftung der Familie Quandt zur Bewertung von Autos für seriöser?
Mamamei 22.05.2017
4. Passform
Bei allen Sicherheitsüberprüfungen finde ich es heute noch seltsam, dass mein Kind (schlank und rank, aber breite Schultern) in keinen der wirklich gut bewerteten Kindersitze gepasst hat, wenn es im Auto seine Winterjacke [...]
Bei allen Sicherheitsüberprüfungen finde ich es heute noch seltsam, dass mein Kind (schlank und rank, aber breite Schultern) in keinen der wirklich gut bewerteten Kindersitze gepasst hat, wenn es im Auto seine Winterjacke anbehalten hat. Prüft auch mal jemand die Passform?
mark e. ting 22.05.2017
5. Jacke aus!
Jacken sollten die Kinder unbedingt ausziehen! die Gurte liegen sonst nicht mehr am Körper an. Stellen Sie sich einen Frontalunfall vor und zwischen Gurt und Körper sind 5cm Spielraum (Jacke)... Der Gurt wird durch den Stoff [...]
Zitat von MamameiBei allen Sicherheitsüberprüfungen finde ich es heute noch seltsam, dass mein Kind (schlank und rank, aber breite Schultern) in keinen der wirklich gut bewerteten Kindersitze gepasst hat, wenn es im Auto seine Winterjacke anbehalten hat. Prüft auch mal jemand die Passform?
Jacken sollten die Kinder unbedingt ausziehen! die Gurte liegen sonst nicht mehr am Körper an. Stellen Sie sich einen Frontalunfall vor und zwischen Gurt und Körper sind 5cm Spielraum (Jacke)... Der Gurt wird durch den Stoff schneiden und das Kind wird in den Gurt katapultiert, was für das Kind ähnliche Konsequenzen haben wird, wie für die Jacke... und das will niemand. Da gibt es ein gutes Video vom ADAC auf Focus.de - hier der Link: http://www.focus.de/auto/videos/video-des-adac-darum-kann-winterkleidung-im-auto-lebensgefaehrlich-sein_id_4373243.html

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