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Abgasbetrug

Porsche ruft Tausende Cayenne zurück

Nach einer SPIEGEL-Enthüllung verfügte Verkehrsminister Dobrindt ein Zulassungsverbot für den Porsche Cayenne - jetzt reagiert der Konzern: 21.500 Fahrzeuge werden zurückgerufen.

DPA

Cayenne-Modelle im Porsche-Werk Leipzig (Archivfoto)

Freitag, 28.07.2017   19:10 Uhr

Im Dieselskandal ruft der Autokonzern Porsche europaweit rund 21.500 Fahrzeuge vom Typ Cayenne Diesel mit 3-Liter-Motor zurück. Geplant sei ein Software-Update, teilte Porsche mit.

Den Rückruf hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) angeordnet. Zudem verhängte Dobrindt ein Zulassungsverbot für dieses Fahrzeug. Es sei eine Technik festgestellt worden, die erkenne, dass ein Fahrzeug auf einem Abgasprüfstand stehe, erläuterte Dobrindt. In Tests springe dann eine "Aufwärmstrategie" an, die im realen Verkehr nicht aktiviert werde.

Porsche hatte den Einsatz einer illegalen Abschalteinrichtung beim Geländewagen Cayenne nach eigenen Angaben selbst dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gemeldet.

Der SPIEGEL hatte erstmals im Juni über Unregelmäßigkeiten bei dem Porsche-Modell berichtet: Ein Insider hatte zuvor einen Hinweis darauf gegeben, dass in der Getriebesoftware des Cayenne ein als Aufwärmmodus getarnter Mechanismus arbeitet. Dessen Zweck sei es, die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte einzuhalten. Aber nur auf dem Prüfstand: Schon bei kleinen Kurven oder einer Steigung registriere der Wagen, dass er auf der Straße ist, und wechsele in ein anderes Schaltprogramm. SPIEGEL-Redakteure gingen diesem Hinweis nach - und wurden fündig.

asa/dpa/AFP

insgesamt 93 Beiträge
Jucken 28.07.2017
1.
Auch die Autobranche ist kein rechtsfreier Raum. Auch wenn es bisher so erschien...
Auch die Autobranche ist kein rechtsfreier Raum. Auch wenn es bisher so erschien...
Buddha_Brot 28.07.2017
2. Zeit einfach mal umzudenken...
Zulassungsobergrenze für Privat-PKW 1,3 Tonnen Leistungsobergrenze für Privat-PKW 100 kW Innenstadtzufahrt nicht über 1,3 Tonnen Einfach mal Nägel mit Köppen machen - die Japaner leben mit den Kei-Cars vor wie es geht. [...]
Zulassungsobergrenze für Privat-PKW 1,3 Tonnen Leistungsobergrenze für Privat-PKW 100 kW Innenstadtzufahrt nicht über 1,3 Tonnen Einfach mal Nägel mit Köppen machen - die Japaner leben mit den Kei-Cars vor wie es geht. https://de.wikipedia.org/wiki/Kei-Car
RamBo-ZamBo 28.07.2017
3. asdf
Wird dann auch gleich ein größerer Adblue Tank eingebaut oder ist das zu teuer? Wie konnte diese einst so stolze Marke so tief sinken?
Wird dann auch gleich ein größerer Adblue Tank eingebaut oder ist das zu teuer? Wie konnte diese einst so stolze Marke so tief sinken?
bernhard.geisser 28.07.2017
4.
Die Politik muss auf jeden Fall mit der notwendigen Härte reagieren. Über ganz Europa gesehen wurden wohl 100 Millionen minderwertige Autos in den Umlauf gebracht, welche den Besitzern für verkürzte Gebrauchsdauer und [...]
Die Politik muss auf jeden Fall mit der notwendigen Härte reagieren. Über ganz Europa gesehen wurden wohl 100 Millionen minderwertige Autos in den Umlauf gebracht, welche den Besitzern für verkürzte Gebrauchsdauer und Wertzerfall wohl gegen 10'000 Euro Schaden verursachen. In der Summe dürften die Autokonzerne die Kunden um gegen 1000 Milliarden Euro betrogen haben. Einer der grössten Betrugsfälle aller Zeiten.
sissibu 28.07.2017
5. Gesucht, tot oder lebendig!
Wer hat diese Vorrichtung eingebaut?? Sachdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle, der Bundesverkehrsminister und das Kraftfahrtbundesamt entgegen! Man, ist das armselig!
Wer hat diese Vorrichtung eingebaut?? Sachdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle, der Bundesverkehrsminister und das Kraftfahrtbundesamt entgegen! Man, ist das armselig!

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