Schrift:
Ansicht Home:
Auto

Dieselgipfel

Fonds für sauberen Stadtverkehr soll kommen

Beim kommenden Dieselgipfel geht es um die Nachrüstung von Millionen Selbstzündern in Deutschland. Aber nicht nur das. Städte mit hoher Luftverschmutzung können noch auf andere Hilfe hoffen.

DPA

Elektrobusse in Berlin

Dienstag, 01.08.2017   16:56 Uhr

Deutsche Städte mit besonders hoher Luftverschmutzung können auf neue finanzielle Hilfen hoffen. Beim Dieselgipfel am Mittwoch in Berlin soll die Einrichtung eines Fonds beschlossen werden, den Autohersteller und Politik gemeinsam finanzieren, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte diese Möglichkeit in der Vergangenheit bereits ins Gespräch gebracht.

Für alle 28 Regionen in Deutschland, in denen die Belastung der Luft mit Stickoxiden (NOx) besonders hoch ist, soll demnach ein eigener Plan für modernen und vernetzten Verkehr entwickelt werden.

In dem Entwurf einer gemeinsamen Erklärung von Bund und Ländern für das Spitzentreffen mit der Autobranche, welche der Nachrichtenagentur vorliegt, ist der Umfang des geplanten Fördertopfs noch nicht benannt. Dobrindt hatte von einem Volumen in dreistelliger Millionenhöhe gesprochen.

Auch die Hersteller sind für einen "Mobilitätsfonds"

Bereits am Wochenende hatte die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, dass die deutschen Autohersteller der Bundesregierung am Mittwoch einen "Mobilitätsfonds" anbieten werden, in dem Staat und Wirtschaft gemeinsam einzahlen sollen. Mit diesem Geld könnten unter anderem Verkehrsleitsysteme finanziert oder Busflotten mit umweltfreundlichen Modellen ausgerüstet werden.

Beim Dieselgipfel wollen der Bund und mehrere betroffene Länder mit der Autobranche Nachrüstungen für Dieselwagen der Emissionsklassen Euro 5 und 6 vereinbaren, um Schadstoffemissionen zu reduzieren.

mhu/dpa

insgesamt 11 Beiträge
mazzmazz 02.08.2017
1. Und Bayern zahlt...
Bayern und BaWü bezahlen also mittelbar für den Dieselskandal, indem nun neue Busse für Wolfsburg gekauft werden? Na ja, Schilda liegt in Deutschland... Wie wäre es zur Abwechslung, den Kunden die Möglichkeit einer [...]
Bayern und BaWü bezahlen also mittelbar für den Dieselskandal, indem nun neue Busse für Wolfsburg gekauft werden? Na ja, Schilda liegt in Deutschland... Wie wäre es zur Abwechslung, den Kunden die Möglichkeit einer Sammelklage an die Hand zu geben und ansonsten die Probleme zwischen Autohersteller und Kunden von unabhängigen Gerichten lösen zu lassen? Der Dieselkunde hat keine direkte Unterstützung verdient. Seit mindestens 15 Jahren ist klar, was Diesel für Dreckschleudern sind. Wer einen gekauft hat, ist seither selbst schuld oder hat als Vielfahrer korrekt nachgerechnet. Etwas Bescheidenheit vorausgesetzt, könnte man auch mit einem sauberen Benziner-Kleinwagen in die Arbeit fahren, anstatt mit einem Diesel-SUV. Und, ob Sie es glauben oder nicht, man kann mit einem Auto wie dem Ford Focus Kombi 1.0 Benziner sogar mit 3 Kindern in den Urlaub fahren. Weshalb soll ich denn nun wieder die Uneinsichtigen und die Pleite-Bundesländer subventionieren? Ich fahre drei saubere Euro 6 Benziner und werde nun erneut für die Rechenschwäche der Kunden und die Blödheit der Stadtplaner in irgendwelchen Käffern bestraft, die ich niemals besuchen werde. Die Politik soll Regeln setzen, kontrollieren und ggf. über Strafen durchsetzen. Die Busse sollten die Kommunen sich selbst kaufen oder die Anwohner müssen sich eben saubere Benziner kaufen und selbst fahren. "Daseinsvorsorge" heisst nicht unbedingt, auf Kosten der Augleichszahler-Länder Busse anzuschaffen. Ich wüßte nicht, dass die kleine Gemeinde in der ich lebe einen Bus aus Berllin geschickt bekommen hätte. Dabei ist bei uns die Luft sauber, obwohl jeder hier im Alltag mit dem Auto fahren muss. Es laufen hier halt nicht so viele Diesel, weil die Bevölkerung überdurchschnittlich gebildet zu sein scheint. Und dafür werden wir nun erneut bestraft. Unglaublich.
der_k 02.08.2017
2. War abzusehen
Ein Fond der von Bund und Wirtschaft gefüllt wird? Dreistellige Millionensumme, sagt das DobRind? Also zahlt wieder mal jeder Steuerzahler mit, was die umweltfreundliche Wirtschaft mit verursacht hat... was zählt die Wirtschaft [...]
Ein Fond der von Bund und Wirtschaft gefüllt wird? Dreistellige Millionensumme, sagt das DobRind? Also zahlt wieder mal jeder Steuerzahler mit, was die umweltfreundliche Wirtschaft mit verursacht hat... was zählt die Wirtschaft dann ein? Das gesparte Geld, wenn Sie nur eine Software-Lösung anbieten (nutzlos), statt auch einer korrekten Hardware? Nicht nur Erdogan zieht unsere Regierung am Nasenring durch die Manege...
Racer77 02.08.2017
3.
Warum sollten Bayern und BaWü nicht zahlen? Da sitzen doch z. B. die Verursacher mit Audi, Daimler und Porsche... Und warum man seit 15 Jahren wissen sollte, dass Diesel so schlimm ist können Sie mir auch nicht plausibel [...]
Zitat von mazzmazzBayern und BaWü bezahlen also mittelbar für den Dieselskandal, indem nun neue Busse für Wolfsburg gekauft werden? Na ja, Schilda liegt in Deutschland... Wie wäre es zur Abwechslung, den Kunden die Möglichkeit einer Sammelklage an die Hand zu geben und ansonsten die Probleme zwischen Autohersteller und Kunden von unabhängigen Gerichten lösen zu lassen? Der Dieselkunde hat keine direkte Unterstützung verdient. Seit mindestens 15 Jahren ist klar, was Diesel für Dreckschleudern sind. Wer einen gekauft hat, ist seither selbst schuld oder hat als Vielfahrer korrekt nachgerechnet. Etwas Bescheidenheit vorausgesetzt, könnte man auch mit einem sauberen Benziner-Kleinwagen in die Arbeit fahren, anstatt mit einem Diesel-SUV. Und, ob Sie es glauben oder nicht, man kann mit einem Auto wie dem Ford Focus Kombi 1.0 Benziner sogar mit 3 Kindern in den Urlaub fahren. Weshalb soll ich denn nun wieder die Uneinsichtigen und die Pleite-Bundesländer subventionieren? Ich fahre drei saubere Euro 6 Benziner und werde nun erneut für die Rechenschwäche der Kunden und die Blödheit der Stadtplaner in irgendwelchen Käffern bestraft, die ich niemals besuchen werde. Die Politik soll Regeln setzen, kontrollieren und ggf. über Strafen durchsetzen. Die Busse sollten die Kommunen sich selbst kaufen oder die Anwohner müssen sich eben saubere Benziner kaufen und selbst fahren. "Daseinsvorsorge" heisst nicht unbedingt, auf Kosten der Augleichszahler-Länder Busse anzuschaffen. Ich wüßte nicht, dass die kleine Gemeinde in der ich lebe einen Bus aus Berllin geschickt bekommen hätte. Dabei ist bei uns die Luft sauber, obwohl jeder hier im Alltag mit dem Auto fahren muss. Es laufen hier halt nicht so viele Diesel, weil die Bevölkerung überdurchschnittlich gebildet zu sein scheint. Und dafür werden wir nun erneut bestraft. Unglaublich.
Warum sollten Bayern und BaWü nicht zahlen? Da sitzen doch z. B. die Verursacher mit Audi, Daimler und Porsche... Und warum man seit 15 Jahren wissen sollte, dass Diesel so schlimm ist können Sie mir auch nicht plausibel erklären. Noch vor maximal 5 Jahren war Kohlendioxid das böseste Umweltgift, dass unbedingt reduziert werden musste. Und dafür war der Diesel nun mal das beste Mittel. Und warum ein Benziner so viel besser sein soll als der Diesel kann mir auch niemand beibringen. Denn es gibt nicht nur NOx. Es gibt auch sonstige Abgase. Ich habe aktuell einen Euro 6 Diesel und hatte vorher das gleiche Fahrzeugmodell als Benziner. Beide mit vergleichbarer Leistung und der Diesel ist im Durchzug einiges besser. Dazu kommt noch, dass ich mit dem Diesel im Schnitt ca. 2 Liter weniger verbrauche als mit dem Benziner. Und somit kann mir niemand plausibel erklären, warum der Diesel so viel umweltschädlicher sein soll als der Benziner...
misterknowitall2 02.08.2017
4. die Lösung....
ist offensichtlich zu simpel. gebt dem Rad genausoviel Platz und Aufmerksamkeit wie dem Auto und der Verkehr geht um gut 50% zurück. siehe Stockholm. ansonsten wird hier viel heisse Luft gemacht. die Autobauer haben betrogen, [...]
ist offensichtlich zu simpel. gebt dem Rad genausoviel Platz und Aufmerksamkeit wie dem Auto und der Verkehr geht um gut 50% zurück. siehe Stockholm. ansonsten wird hier viel heisse Luft gemacht. die Autobauer haben betrogen, sollte die Strafe zahlen, wiedergutmachung geloben und wieder vernünftige Autos bauen. vielleicht auch mal ein gutes e-Auto. wir brauchen keinen Fond für Busse.
Oberleerer 02.08.2017
5.
"Saubere Benziner", das ich nicht lache. Den Fond finde ich schlecht: 1. lehrt es die Gemeinden, daß sich ein Sanierungsstau auszahlt. 2. Gemeinden, die bereits Elektrobusse oder Hybride für viel Geld [...]
Zitat von mazzmazzBayern und BaWü bezahlen also mittelbar für den Dieselskandal, indem nun neue Busse für Wolfsburg gekauft werden? Na ja, Schilda liegt in Deutschland... Wie wäre es zur Abwechslung, den Kunden die Möglichkeit einer Sammelklage an die Hand zu geben und ansonsten die Probleme zwischen Autohersteller und Kunden von unabhängigen Gerichten lösen zu lassen? Der Dieselkunde hat keine direkte Unterstützung verdient. Seit mindestens 15 Jahren ist klar, was Diesel für Dreckschleudern sind. Wer einen gekauft hat, ist seither selbst schuld oder hat als Vielfahrer korrekt nachgerechnet. Etwas Bescheidenheit vorausgesetzt, könnte man auch mit einem sauberen Benziner-Kleinwagen in die Arbeit fahren, anstatt mit einem Diesel-SUV. Und, ob Sie es glauben oder nicht, man kann mit einem Auto wie dem Ford Focus Kombi 1.0 Benziner sogar mit 3 Kindern in den Urlaub fahren. Weshalb soll ich denn nun wieder die Uneinsichtigen und die Pleite-Bundesländer subventionieren? Ich fahre drei saubere Euro 6 Benziner und werde nun erneut für die Rechenschwäche der Kunden und die Blödheit der Stadtplaner in irgendwelchen Käffern bestraft, die ich niemals besuchen werde. Die Politik soll Regeln setzen, kontrollieren und ggf. über Strafen durchsetzen. Die Busse sollten die Kommunen sich selbst kaufen oder die Anwohner müssen sich eben saubere Benziner kaufen und selbst fahren. "Daseinsvorsorge" heisst nicht unbedingt, auf Kosten der Augleichszahler-Länder Busse anzuschaffen. Ich wüßte nicht, dass die kleine Gemeinde in der ich lebe einen Bus aus Berllin geschickt bekommen hätte. Dabei ist bei uns die Luft sauber, obwohl jeder hier im Alltag mit dem Auto fahren muss. Es laufen hier halt nicht so viele Diesel, weil die Bevölkerung überdurchschnittlich gebildet zu sein scheint. Und dafür werden wir nun erneut bestraft. Unglaublich.
"Saubere Benziner", das ich nicht lache. Den Fond finde ich schlecht: 1. lehrt es die Gemeinden, daß sich ein Sanierungsstau auszahlt. 2. Gemeinden, die bereits Elektrobusse oder Hybride für viel Geld angeschafft haben, sind jetzt die Deppen. 3. Dem Normalbürger wird einfach ein Gesetz vor die Nase gesetzt oder ein Verbot erteilt. Diese stadtnahen Firmen werden belohnt für ihre Fehlplanung. Kann man nicht einfach eine Vorschrift erlassen? 4. Es geht offensichtlich wieder nur darum, der gebeutelten Automobilindustrie Aufträge zuzuschieben, die mit Steuergeldern bezahlt werden.

Mehr im Internet

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
TOP