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Dieselgipfel

Fünf Millionen Autos bekommen neue Software

Rund fünf Millionen Dieselautos in Deutschland sollen mit einer neuen Software nachgerüstet werden. Die Kosten tragen laut Verband der Autoindustrie die Hersteller.

DPA

Neufahrzeuge verschiedener deutscher Marken

Mittwoch, 02.08.2017   16:53 Uhr

Das erste Ergebnis des Dieselgipfels steht fest: Die Autohersteller haben nach Angaben ihres Branchenverbands VDA in Berlin eine umfassende Nachrüstung von über fünf Millionen Diesel-Pkw auf eigene Kosten zugesagt. Demnach sollen mehr als fünf Millionen Dieselautos mit einer neuen Software ausgestattet werden. Darin enthalten sind 2,5 Millionen Fahrzeuge von Volkswagen, für die schon Abgasnachbesserungen angeordnet wurden.

Nach Angaben des Verbands handelt es sich um Fahrzeuge der Emissionsklasse Euro 5 und teilweise Euro 6 - ungefähr 8,6 Millionen Fahrzeuge aus diesen Klassen sind derzeit in Deutschland insgesamt zugelassen. Damit deckt die Einigung einen Großteil dieser moderneren Flotten bei den deutschen Herstellern ab. Die Kosten für die Nachrüstungen übernehmen die Hersteller, für die Fahrzeugbesitzer sollen keine Kosten entstehen.

Durch die neue Software soll der Stickoxid-Ausstoß durchschnittlich um 25 bis 30 Prozent reduziert werden. Studien zeigten, dass damit die Schadstoffbelastung mindestens genauso stark reduziert werden könne wie durch Fahrverbote, hieß es seitens des VDA.

Autoaktien legen an der Börse zu

Aktien der Autohersteller BMW, Daimler und VW legten nach der Ankündigung leicht zu. Investoren werten es positiv, dass den Autoherstellern keine teuren Hardware-Umrüstungen drohen.

Volkswagen, Daimler und BMW werden sich dem Verband zufolge auch an einem Mobilitätsfonds der Bundesregierung beteiligen. Mit dem Geld aus diesem Fonds sollen Städte und Ballungsräume gefördert werden, die besonders stark von Stickoxid-Emissionen betroffen sind.

hej/dpa/Reuters

insgesamt 596 Beiträge
ahloui 02.08.2017
1. Na großartig.
Was für ein Durchbruch! Hätte ich nicht gedacht...
Was für ein Durchbruch! Hätte ich nicht gedacht...
team_frusciante 02.08.2017
2.
Software macht Autos sauberer. So einfach ist das.
Software macht Autos sauberer. So einfach ist das.
MHB 02.08.2017
3. Und täglich grüßt das Murmaltier
Schon wieder ist die Rede vom Softwareupdate? Da gibt es dann nur zwei Möglichkeiten : wenn dieses Update wirklich etwas bringt dann ist es das Eingeständnis, dass die Motoren per Software grundsätzlich auf "Betrug" [...]
Schon wieder ist die Rede vom Softwareupdate? Da gibt es dann nur zwei Möglichkeiten : wenn dieses Update wirklich etwas bringt dann ist es das Eingeständnis, dass die Motoren per Software grundsätzlich auf "Betrug" getrimmt waren. Oder es ist mal wieder eine Beruhigungstablette um das unvermeidliche herauszuzögern, grundlegende "physische" Umbauten am Motor eines jedes Dieselfahrzeugs ... es bleibt spannend, wobei weder Politik noch Konzerne hier auch nur Ansatzweise noch ein vertrauenswürdiges Bild abliefern.
TheFunk 02.08.2017
4. Also hat dieser "Gipfel"
nichts gebracht. War doch irgendwie klar, oder? lächerlich...Eine Hardwareumrüstung mit allem darum und dran müsste mindestens erfolgen. Kein deutsches Auto mehr kaufen ... Außer Opel.
nichts gebracht. War doch irgendwie klar, oder? lächerlich...Eine Hardwareumrüstung mit allem darum und dran müsste mindestens erfolgen. Kein deutsches Auto mehr kaufen ... Außer Opel.
hans.wurstxxl 02.08.2017
5. Das kann
sich die Autoindustrie dort hinstecken, wo die Sonne nicht scheint. Durch die neue Software wird nur sichergestellt, dass die Diesel sehr schnell kaputt gehen werden, oder durch Beschädigungen die Reparaturen derart teuer werden, [...]
sich die Autoindustrie dort hinstecken, wo die Sonne nicht scheint. Durch die neue Software wird nur sichergestellt, dass die Diesel sehr schnell kaputt gehen werden, oder durch Beschädigungen die Reparaturen derart teuer werden, der Zusammenhang wird natürlich geleugnet, dass nur noch der Kauf einen neuen Wagens in Betracht kommt. Ein abgekartetes Spiel zwischen Politik und Wirtschaft, um insgesamt noch mehr Kasse zu machen.
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