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11.02.2012
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HB Coupé

Außen oll, innen doll

Von Tom Grünweg
HB Coupé: Steiles Teil aus dem Flachland
Fotos
Huet Brothers

Moderne Antriebstechnik, Karbon-Karosserie und dazu ein Old-School-Styling. Nach diesem Rezept haben die Gebrüder Huet aus Holland ein Coupé entworfen, das aus der Zeit gefallen scheint. Gebaut wird der Feger im Fifties-Look aber erst, wenn sich 40 Käufer gefunden haben.

Die Niederlande sind kaum noch vorhanden auf der Weltkarte der Automobilhersteller. DAF ist vergessen, Spyker kurz vor der Pleite und die Fabrik von Mitsubishi im holländischen Born schließt zum Ende des Jahres. Die Brüder Paul und Tino Huet aus Oegstgeest in Südholland stemmen sich wie unbeugsame Auto-Gallier gegen den Niedergang. Huet Brothers nennen sie ihre Firma, abgekürzt HB. Und jetzt haben sie ein neues Auto auf die Räder gestellt: das HB Coupé.

Der Zweitürer erinnert an den Aston Martin DB4 GT Zagato. Jedenfalls zeigen die Computerbilder - mehr gibt es von dem Wagen bislang noch nicht - einen klassisch-eleganten, muskulösen Sportwagen. Kompakt soll das Auto werden, keine 4,40 Meter lang und es soll in drei Varianten entstehen: als klassischer GT, als Straßenrenner und in einer Rundstrecken-Version.

Die Technik des HB Coupés soll zu großen Teilen aus Deutschland kommen. "Die Basis des Autos wird das BMW 1er Coupé der M GmbH", sagt Tino Huet. Während die Gebrüder Motor, Fahrwerk und Elektronik also aus München beziehen wollen, soll die Bodengruppe und die Karosserie dagegen in Eigenregie entstehen. "Und zwar aus Karbon", sagen die Huets, was, wenn alles so klappt, wie sich die Brüder das vorstellen, zu einem Leergewicht von nur 1000 Kilogramm führen soll. Als Preis streben die Huets eine Summe von 68.500 Euro netto an - selten, dass der schon so genau kalkuliert ist, noch ehe überhaupt ein Schraubenschlüssel zur Hand genommen wurde.

Erst wenn 40 Autos bestellt sind, startet die Produktion

Das HB Coupé soll es aber nicht nur mit dem 3-Liter-Reihensechszylindermotor geben, der bis zu 330 PS entwickelt und den Wagen dann schneller auf Tempo 100 bolzt als das ein aktueller Porsche 911 schafft - in 3,8 Sekunden nämlich. Geplant ist auch eine Version eines 2-Liter-Dieselmotors mit 220 PS. "Mit einer Tankfüllung von Amsterdam bis in die Alpen - das ist unser Traum, der damit wahr würde", sagt Tino Huet.

Zwar klingen die angestrebten Fahrleistungen extrem rasant, doch allzu eilig sollten es Interessenten des HB Coupés nicht haben. "Erst einmal müssen wir 40 Bestellungen einsammeln, ehe wir weitermachen können", bremsen die Brüder die Vorfreude potentieller Kunden. Wenn das gelingt und außerdem die Frage der nötigen Produktionsstätte geklärt ist, dann könnten die Arbeiten Ende des Jahres beginnen. Und auch dann ist noch Geduld gefragt. Tino Huet: "Vor 2014 ist das Auto nicht auf der Straße."

Gänzlich unbeleckt in Sachen Autobau sind die Huets nicht. Bereits vor sechs Jahren stellen sie zur Freude automobiler Nostalgiker den HB Special vor, einen puristischen Roadster im Stil der fünfziger Jahre, den sie unter anderem durch den Verkauf von Uhren sowie durch die Gewinne aus ihrer Oldtimer-Werkstatt finanzierten. Drei dieser offenen HB Specials wurden gebaut, dann stoppte die Finanzkrise den lässigen Zweisitzer. Dem Coupé soll nun eine größere Zukunft gehören.

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insgesamt 16 Beiträge
1. 2014? - da werden keine Träume wahr
cossy 11.02.2012
40 Käufer finden, eine komplette Infrastruktur aufbauen und ein ganzes Auto neu konstruktieren, das wird wohl 2020 realistisch. Tolle Idee, aber da ist nix Neues dran. Geh ich gleich zu Wiesmann, da weiß man dann auch was man [...]
Zitat von sysopModerne Antriebstechnik, Karbon-Karosserie und dazu ein Old-School-Styling. Nach diesem Rezept haben die Gebrüder Huet aus Holland ein Coupé entworfen, das aus der Zeit gefallen scheint. Gebaut wird der Feger im Fifties-Look aber erst, wenn sich 40 Käufer gefunden haben. HB Coupé: Außen oll, innen doll - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Auto (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,814549,00.html)
40 Käufer finden, eine komplette Infrastruktur aufbauen und ein ganzes Auto neu konstruktieren, das wird wohl 2020 realistisch. Tolle Idee, aber da ist nix Neues dran. Geh ich gleich zu Wiesmann, da weiß man dann auch was man bekommt. Träumt weiter in den Niederlanden liebe Brüder Huet, aber bis Eure tolle Idee in die Realität umgesetzt ist braucht es noch ein wenig mehr.
2. Einstein
robertusk 11.02.2012
....hat einmal gesagt: "Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass Ihre Verwirklichung von vorne herein ausgeschlossen erscheint". Wenn alle so denken wie Sie, dann gibt es weder Innovation noch Wachstum. [...]
Zitat von cossy40 Käufer finden, eine komplette Infrastruktur aufbauen und ein ganzes Auto neu konstruktieren, das wird wohl 2020 realistisch. Tolle Idee, aber da ist nix Neues dran. Geh ich gleich zu Wiesmann, da weiß man dann auch was man bekommt. Träumt weiter in den Niederlanden liebe Brüder Huet, aber bis Eure tolle Idee in die Realität umgesetzt ist braucht es noch ein wenig mehr.
....hat einmal gesagt: "Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass Ihre Verwirklichung von vorne herein ausgeschlossen erscheint". Wenn alle so denken wie Sie, dann gibt es weder Innovation noch Wachstum. Fahren Sie weiter Ihren Golf, träumen Sie weiter von den Ludenkarren von Wiessmann und legen Sie sich wieder hin. Die Welt dreht sich auch ohne Sie weiter.
3. ..
TylerD. 11.02.2012
Bei Kleinserienproduktionen in dieser Art geht das viel schneller als Sie denken. Da muss auch keine Infrastruktur wie bei Massenproduktionen aufgebaut werden, von Späßen wie Just in Time Lieferung redet da z.B. keiner. Ein [...]
Zitat von cossy40 Käufer finden, eine komplette Infrastruktur aufbauen und ein ganzes Auto neu konstruktieren, das wird wohl 2020 realistisch.
Bei Kleinserienproduktionen in dieser Art geht das viel schneller als Sie denken. Da muss auch keine Infrastruktur wie bei Massenproduktionen aufgebaut werden, von Späßen wie Just in Time Lieferung redet da z.B. keiner. Ein ganzes Auto müssen die auch nicht neu konstruieren, im Artikel ist deutlich zu lesen, dass ein Großteil der Technik von BMW kommen soll. Wie viel Konstruktionsarbeit die schon erledigt haben und wie viel die noch machen müssen ist auch nicht klar. Wer auch nur ein bisschen Ahnung hat der weiß, dass der angepeilte Preis von 68.500€ wohl eher ein Wunsch ist und am Ende wohl deutlich höher ausfallen wird aber peilen wir mal einen Preis von 80.000€ an. Dafür bekomme ich dann einen gebrauchten Wiesmann und auch wenn ich deren Produkte genial finde, will vieleicht auch jemand einfach keinen Wiesmann, sondern ein HB Coupé. Warum erst mal moppern ? Wenn die wirklich an ihrer Idee hängen, dann können die das auch durchziehen. Immerhin haben die es schon geschafft ein sehr ansehliches Auto zu gestalten und zu bauen, das Potenzial haben sie scheinbar. Ich finde das Projekt jedenfalls sehr gut, sowohl die Gestaltung als auch das generelle Konzept gefallen mir. Moderne Technik, einfach gehalten, nicht zu viel Schnickschnack und ein klassisch angehauchtes Design. So was in die Garage stellen und bei gutem Wetter damit raus fahren, vieleicht auch mal einen Ausflug zum Track, genau so müsste es für mich sein.
4. Fiefties- Look?
extremchen 11.02.2012
Fiefties- Look? Mich erinnert die Karre eher an die achtziger Jahre...
Zitat von sysopModerne Antriebstechnik, Karbon-Karosserie und dazu ein Old-School-Styling. Nach diesem Rezept haben die Gebrüder Huet aus Holland ein Coupé entworfen, das aus der Zeit gefallen scheint. Gebaut wird der Feger im Fifties-Look aber erst, wenn sich 40 Käufer gefunden haben. HB Coupé: Außen oll, innen doll - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Auto (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,814549,00.html)
Fiefties- Look? Mich erinnert die Karre eher an die achtziger Jahre...
5.
TheK79 11.02.2012
Der ist aber eben gebraucht. Und wenn hier von 40 Exemplaren die Rede ist, isn Wiesmann dagegen langweilige Massenware (2011 wurden in DE 121 Wiesmann neu zugelassen; dies freilich fast ausschließlich als Roadster).
Zitat von TylerD.Dafür bekomme ich dann einen gebrauchten Wiesmann und auch wenn ich deren Produkte genial finde, will vieleicht auch jemand einfach keinen Wiesmann, sondern ein HB Coupé.
Der ist aber eben gebraucht. Und wenn hier von 40 Exemplaren die Rede ist, isn Wiesmann dagegen langweilige Massenware (2011 wurden in DE 121 Wiesmann neu zugelassen; dies freilich fast ausschließlich als Roadster).

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