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20.02.2012
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Teures Tanken

Benzinpreis in Deutschland auf Rekordhoch

DPA

Zapfpistole: Am Montag erreichte der Benzinpreis ein neues Rekordhoch

Wer dieser Tage an die Tankstelle fährt, sollte besser nicht auf die Preistafel gucken. Benzin kostet so viel wie nie zuvor. Auch Diesel hat sich massiv verteuert. Schuld sind der Konflikt mit dem Ölstaat Iran und der schwache Euro. Schnelle Entspannung ist nicht in Sicht.

Hamburg - Es sind harte Zeiten für Autofahrer: Erst wurde Dieselkraftstoff wegen der extrem niedrigen Temperaturen der vergangenen Wochen vielerorts unbrauchbar, die Fahrzeuge sprangen nicht mehr an. Nun wird es zwar wärmer, doch von Entspannung kann keine Rede sein. Für neuen Ärger sorgen die Spritkosten. "Am Wochenende erreichte der durchschnittliche Preis für E10-Kraftstoff ein neues Rekordhoch", sagte ADAC-Sprecher Andreas Hölzel auf Anfrage. Im Bundesdurchschnitt kostete der Liter E10 laut dem Automobilclub am Sonntag demnach rund 1,62 Euro.

Die Höchstmarke hatte nicht lange Bestand. Bereits am Montag meldete der Marktführer Aral einen durchschnittlichen Preis von 1,64 Euro pro Liter für die Spritsorte E10. Benzin mit einem Anteil von nur fünf Prozent Bioethanol, gemeinhin als Super bekannt, lag demnach sogar bei 1,67 Euro. Ein Aral-Sprecher erklärte die hohen Preise mit gestiegenen Beschaffungskosten für die Tankstellenbetreiber. Am Montagmorgen war der Rohölpreis auf den höchsten Stand seit neun Monaten geklettert. Diesel kostete über 1,53 Euro und lag damit nur knapp unter dem bisherigen Höchststand von 1,55 Euro aus dem Sommer 2008.

Nach Angaben des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV) macht vor allem der schwache Euro-Kurs den europäischen Rohölimporteuren zu schaffen. Nach Angaben des Portals finanzen.net muss man aktuell für ein Barrel (rund 159 Liter) der Sorte Brent 91,27 Euro zahlen. Im Oktober 2009 lag der Preis noch bei knapp 45 Euro. Das Problem: Der Preis für ein Barrel Rohöl wird immer in US-Dollar berechnet. Solange der Euro also weiter unter Druck steht und im Vergleich zum Dollar schwächelt, sieht es wohl auch künftig schlecht aus an den Tankstellen.

Politische Lagen als Preistreiber

Ein weiterer Grund für den Rekord ist laut MWV der Atomkonflikt in Iran. Das Land will die Öllieferungen nach Frankreich und Großbritannien einstellen. Für Unsicherheit sorgt auch Israels Haltung im Konflikt. Angeblich plane das Land einen Angriff auf den ölreichen Iran, weil Teheran den Bau von Atomwaffen anstreben soll.

Zwar ist Europa von diesem Konflikt nur indirekt betroffen, weil es einen Großteil seiner Rohöllieferungen aus anderen Staaten bezieht. Doch die unsichere Lage macht die Märkte nervös - und diese Nervosität schlägt sich auf die Preise nieder. In London wurde die für Europa wichtigste Sorte Brent am Montag 1,52 Dollar höher mit 121,10 Dollar pro Barrel gehandelt, ehe der Preis wieder leicht nachgab.

Spezielle Auswirkungen für Deutschland hat außerdem die Lage in Nigeria. Seit langem leidet das Land unter Terroranschlägen der Islamisten, die ihre Basis im Norden des bevölkerungsreichsten Staates in Afrika haben. Durch den Konflikt sind auch Auswirkungen auf den Ölexport zu befürchten - Deutschland bezieht immerhin sechs Prozent seiner Rohölimporte aus Nigeria.

Zusätzlich ist der Winter für den Spritrekord mitverantwortlich. Weil wegen der Kälte die Nachfrage nach Heizöl besonders hoch war, hat das auch zu steigenden Preisen an der Tankstelle geführt. Zwar ist es jetzt deutlich wärmer als in den vergangenen Wochen, doch ob das zu einer Entspannung führen wird, ist fraglich. Zu schwerwiegend sind die Faktoren Wirtschaft und Politik.

rom/dapd

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insgesamt 396 Beiträge
1. Schuld
felisconcolor 20.02.2012
ist auch das bald anstehende Osterfest, beginnende Frühjahrsferien und Schuld sind auch immer wieder sogenannte Preisabsprachen. Böses Wort, aber selbst das Kartellamt spricht ja mittlerweile davon. Denn einen freien [...]
Zitat von sysopDPAWer dieser Tage an die Tankstelle fährt, sollte besser nicht auf die Preistafel gucken. Benzin kostet so viel, wie nie zuvor. Auch Diesel hat sich massiv verteuert. Schuld sind der Konflikt mit dem Ölstaat Iran und der schwache Euro. Schnelle Entspannung ist nicht in Sicht. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,816415,00.html
ist auch das bald anstehende Osterfest, beginnende Frühjahrsferien und Schuld sind auch immer wieder sogenannte Preisabsprachen. Böses Wort, aber selbst das Kartellamt spricht ja mittlerweile davon. Denn einen freien Markt gibt es ja nicht wirklich. Alles andere ist doch bla bla. Und Schuld ist auch ein Finanzminister der auf keinen Cent verzichten mag, und schon garkeine Vereinfachung der Steuerangelegenheiten anstrebt. Dusseliges Geschwafel von Ökofeministas hilft hier nicht weiter. Es ist so gewollt das der Arbeitnehmer mobil ist. Nicht gewollt ist das der Arbeitnehmer auch seine Arbeitsstätte günstig erreichen kann. ÖPNV sieht auch nur auf dem Papier gut aus. Gekniffen sind wieder wie in allen anderen Fällen, diejenigen die noch etwas zum Steueraufkommen dieser Republik leisten und sich nicht einfach in die soziale Hängematte fallen lassen.
2. X
nachtkapp 20.02.2012
In Anbetracht dessen, dass die SUV's auf unseren Straßen anscheinend immer mehr werden, würde ich eher das Gegenteil behaupten. Der Spritpreis hat noch gehörig Luft nach oben.
In Anbetracht dessen, dass die SUV's auf unseren Straßen anscheinend immer mehr werden, würde ich eher das Gegenteil behaupten. Der Spritpreis hat noch gehörig Luft nach oben.
3. Ja ja, die bösen Mullahs wieder ...
Coldfinger 20.02.2012
Nein, an dieser Verteuerung sind weder die Mullahs schuld, noch der übergroße Benzindurst der Restwelt, sondern ausschließlich die Ölmultis hierzulande. Wir sollten endlich aufhören, die Augen vor der Wirklichkeit zu [...]
Zitat von sysopDPAWer dieser Tage an die Tankstelle fährt, sollte besser nicht auf die Preistafel gucken. Benzin kostet so viel, wie nie zuvor. Auch Diesel hat sich massiv verteuert. Schuld sind der Konflikt mit dem Ölstaat Iran und der schwache Euro. Schnelle Entspannung ist nicht in Sicht. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,816415,00.html
Nein, an dieser Verteuerung sind weder die Mullahs schuld, noch der übergroße Benzindurst der Restwelt, sondern ausschließlich die Ölmultis hierzulande. Wir sollten endlich aufhören, die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen. Wenn schon das Bundeskartellamt öffentlich kapituliert, ist das ein Alarmzeichen. Und dann erwarte ich von den Medien, dass sie nicht jeden Unsinn voneinander abschreiben, sondern sich sachkundig machen und selbst recherchieren.
4. Tatsächlich?
the0retisch 20.02.2012
Ach ja? Schuld ist weder der schwache Euro (manchmal ist es ja auch der starke Euro...) noch der künstlich erzeugte Israel-Iran-Konflikt. Schuld ist einzig und allein die Profitgier der Mineralölkonzerne und Ihrer [...]
Zitat von sysopDPAWer dieser Tage an die Tankstelle fährt, sollte besser nicht auf die Preistafel gucken. Benzin kostet so viel, wie nie zuvor. Auch Diesel hat sich massiv verteuert. Schuld sind der Konflikt mit dem Ölstaat Iran und der schwache Euro. Schnelle Entspannung ist nicht in Sicht. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,816415,00.html
Ach ja? Schuld ist weder der schwache Euro (manchmal ist es ja auch der starke Euro...) noch der künstlich erzeugte Israel-Iran-Konflikt. Schuld ist einzig und allein die Profitgier der Mineralölkonzerne und Ihrer Handlanger in Bundestag und anderen "Regierungen"...
5. So ist es !
leser_81 20.02.2012
Genau so sehe ich das auch ! Ich kann das Geschwätz der Ökos nicht mehr hören "na dann fahren die Leute auch nicht mehr so viel Auto und das ist besser für die Umwelt". Irgendwie muss ich ja zu meinem [...]
Zitat von felisconcolorist auch das bald anstehende Osterfest, beginnende Frühjahrsferien und Schuld sind auch immer wieder sogenannte Preisabsprachen. Böses Wort, aber selbst das Kartellamt spricht ja mittlerweile davon. Denn einen freien Markt gibt es ja nicht wirklich. Alles andere ist doch bla bla. Und Schuld ist auch ein Finanzminister der auf keinen Cent verzichten mag, und schon garkeine Vereinfachung der Steuerangelegenheiten anstrebt. Dusseliges Geschwafel von Ökofeministas hilft hier nicht weiter. Es ist so gewollt das der Arbeitnehmer mobil ist. Nicht gewollt ist das der Arbeitnehmer auch seine Arbeitsstätte günstig erreichen kann. ÖPNV sieht auch nur auf dem Papier gut aus. Gekniffen sind wieder wie in allen anderen Fällen, diejenigen die noch etwas zum Steueraufkommen dieser Republik leisten und sich nicht einfach in die soziale Hängematte fallen lassen.
Genau so sehe ich das auch ! Ich kann das Geschwätz der Ökos nicht mehr hören "na dann fahren die Leute auch nicht mehr so viel Auto und das ist besser für die Umwelt". Irgendwie muss ich ja zu meinem Arbeitsplatz kommen und die öffentlichen sind hier in der Region keine Alternative. Wenn das so weiter geht mit den extrem hohen Spritkosten, werden sich wohl einige Arbeitnehmer fragen müssen ob Sie sich den Weg zum Arbeitsplatz noch leisten können oder besser Sozialleistungen in Anspruch nehmen sollen.

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