21.03.2012
Zehn Techniktricks gegen Spritverbrauch
Schluss mit durstig
Von Tom GrünwegLeichtbau gilt als der Königsweg zum Spritsparen. Denn je weniger ein Auto wiegt, desto weniger Energie muss eingesetzt werden, um es zu bewegen. 100 Kilogramm weniger Gewicht, so die Faustformel, bedeuten im Durchschnitt etwa 0,3 bis 0,5 Liter weniger Verbrauch. Große Gewichtseinsparungen sind durch Karosserien aus Karbon möglich, weil der Kohlefaserverbundstoff nur einen Bruchteil von Stahl oder Aluminium wiegt.
Der Haken daran: Karbon ist extrem teuer und lässt sich bislang kaum in schneller Taktung maschinell verarbeiten. Deshalb beschränken sich die Anwendungen auf Supersportwagen wie den Lamborghini Aventador und exklusive Hightech-Autos wie den kommenden BMW i3. Viele Autobauer setzen beim Abspecken vorerst auf das Leichtmetall Aluminium. Ihre Neuheiten zeigten sie auf dem Genfer Autosalon: Mercedes setzt beim SL beispielsweise auf eine Karosserie aus Aluminium und reduziert damit das Gewicht um bis zu 140 Kilo.
Auch der Audi A3 wird durch Hauben und Kotflügel aus Aluminium um bis zu 80 Kilo leichter als das bisherige Modell, ebenso wie der neue Mazda 6, der im Herbst auf die Straße kommt und 100 Kilo weniger wiegt als sein Vorgänger. Das allerdings ohne den Einsatz teuren Leichtmetalls, sondern einfach durch eine intelligente Konstruktion mit dünneren, aber dennoch stabileren Blechen. Das Gute am Leichtbau: Er wird auch in Zukunft wichtig bleiben. Denn natürlich gilt auch für Autos mit alternativen Antrieben, dass sie umso weniger Energie benötigen, je leichter sie sind.

