18.04.2012
Die Neuerfindung des Rads
Geschüttelt, nicht gerührt
Wenn man es genau nimmt, haben Jamie Hyneman und Adam Savage das Rad neu erfunden. Die Beiden sind die Protagonisten der TV-Reihe "Mythbusters" des US-Fernsehsenders Discovery Channel. Darin werden urbane Mythen überprüft. Jüngst gingen sie in einer Folge der Frage nach, die eigentlich allen Autofahrern immer schon unter den Nägeln brennt - warum eigentlich sind Räder rund? Und vor allem: Was passiert, wenn sie eckig sind?
Eigenhändig schweißten Hyneman und Savage ihre "square wheels" zusammen, bestückten die Laufflächen mit Reifengummi und schraubten das Ganze auf die Achsen eines Ford-Pick-up. Das erstaunliche daran: nach ein paar Bocksprünge zu Anfang setzte sich der Ford tatsächlich in Bewegung und erreichte ab einer bestimmten Geschwindigkeit auch einen Zustand, den man fahren nennen könnte - allerdings ein ziemlich unkomfortables Fahren, wie das auf und ab der beiden Protagonisten im Innenraum vermuten ließ.
Später im Studio tüftelten Hyneman und Savage an einem Modellauto mit eckigen Rädern noch an der besten Ausgangsstellung der Räder für eine möglichst sanftes - nun ja: abrollen. Es ergab sich, dass ein Fahrzeug mit eckigen Rädern noch am gleichmäßigsten voran kommt, wenn je zwei sich diagonal gegenüber liegende Viereck-Räder platt auf dem Boden stehen und die anderen beiden exakt auf einer Ecke, also um 45 Grad versetzt.
Wollte das überhaupt jemand so genau wissen? Fest steht jedenfalls, dass sich die Sache mit dem Auto, hätten unsere Vorfahren von 5500 Jahren eckige Räder erfunden, etwas anders entwickelt hätte.
jüp

