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09.05.2012
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Missglückter PR-Stunt mit einem Ferrari

Auf der Mauer sind sie sauer

Ferrari 458 Italia auf der Stadtmauer von Nanking: "Was tun die Behörden nur?"
AFP

Ferrari 458 Italia auf der Stadtmauer von Nanking: "Was tun die Behörden nur?"

Ein Ferrari ist auf der 600 Jahre alten Stadtmauer von Nanking spektakulär in Szene gesetzt worden. Statt Bewunderung gab es aber Empörung - der Sportwagen hat auf dem historischen Bauwerk breite Reifenspuren hinterlassen.

Ein Ferrari 458 Italia auf einer uralten, chinesischen Mauer: schon die Idee ist purer Wahnwitz. Mit einem Kran wurde der Supersportwagen auf das Gemäuer aus der Ming-Dynastie gehievt. 720.000 Euro baumelten da kurz mal in der Luft. Und der 458 parkend auf der Palisade aus dem 14. Jahrhundert wäre ja ein erhabenes Bild gewesen. Zumindest erhoffte sich das der örtliche Ferrari-Händler, der die PR-Nummer inszeniert hatte.

Doch dann gingen einem Mitarbeiter der Ferrari-Vertretung im wahrsten Sinne des Wortes die Pferde durch: Anhand mehrerer 360-Grad-Drehungen führte er die Motorenkraft vor.

Die Pirouetten haben Spuren hinterlassen. Fette schwarze Reifenspuren. Einen Tag später versuchten Arbeiter vergeblich, sie wegzuschrubben. Damit wurden in Nanking nicht nur die Reifen über Gebühr erhitzt, sondern auch die Gemüter.

Chinesische Internetnutzer überhäuften den italienischen Autobauer mit Kritik. "Ein Ferrari für sechs Millionen Yuan gegen eine 600 Jahre alte Stadtmauer... Was tun die Behörden in Nanking nur?" fragte einer. "Wir können nicht tolerieren, dass Ferrari das antike Stadttor für eine Show benutzt und ruiniert", schimpfte ein anderer.

Marketing-Desaster für 9.000 Euro

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch berichtete, habe die Stadtverwaltung die verantwortlichen Beamten "gerügt". Sie hätten es versäumt, die Veranstaltung von höherer Stelle genehmigen zu lassen. Der örtliche Ferrari-Händler hatte für die Werbefahrt auf dem jahrhundertealten Bauwerk umgerechnet rund 9.000 Euro bezahlt.

Die Veranstaltung fand offenbar auf einem der am besten erhaltenen Abschnitte der Stadtmauer statt. Ein Experte warnte bereits, die Fahrt habe neben den Reifenspuren möglicherweise tiefergehende Schäden an dem Bauwerk angerichtet.

cst/afp

Forum

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insgesamt 27 Beiträge
1.
amonn 09.05.2012
Der Grundpreis des Autos beträgt 197.000€. Selbst die ausgestellte Special Edition für China wird wohl kaum das dreieinhalbfache kosten
Der Grundpreis des Autos beträgt 197.000€. Selbst die ausgestellte Special Edition für China wird wohl kaum das dreieinhalbfache kosten
2. Wahrscheinlich
jb3005 09.05.2012
Wahrscheinlich hat der Autor in Drachmen umgerechnet, is ja bald wieder soweit.
Wahrscheinlich hat der Autor in Drachmen umgerechnet, is ja bald wieder soweit.
3. Naja...
dr. doom 09.05.2012
...dazu müsste man eben auch mal wissen, was das Ding in China überhaupt kostet bevor man so einen Quatsch schreibt. Der Grundpreis in China ist eben nicht 197k sondern 550k. Da ist der Sprung zur Sonderedition auch nicht [...]
Zitat von amonnDer Grundpreis des Autos beträgt 197.000€. Selbst die ausgestellte Special Edition für China wird wohl kaum das dreieinhalbfache kosten
...dazu müsste man eben auch mal wissen, was das Ding in China überhaupt kostet bevor man so einen Quatsch schreibt. Der Grundpreis in China ist eben nicht 197k sondern 550k. Da ist der Sprung zur Sonderedition auch nicht mehr weit. In Singapur kostet alleine die Basisversion schon 730k EUR. Also einfach mal ein wenig nachschauen und nicht einfach mal drauf los schreiben.
4. Einfuhrzölle vergessen?
xebudig 09.05.2012
Nach Zöllen und Steuern sind importierte Luxusfahrzeuge in China recht teuer. Einfach mal in Peking beim Porschehändler vorbeischauen oder eine chinesischen Freund fragen bevor man kommentiert.
Zitat von amonnDer Grundpreis des Autos beträgt 197.000€. Selbst die ausgestellte Special Edition für China wird wohl kaum das dreieinhalbfache kosten
Nach Zöllen und Steuern sind importierte Luxusfahrzeuge in China recht teuer. Einfach mal in Peking beim Porschehändler vorbeischauen oder eine chinesischen Freund fragen bevor man kommentiert.
5. Mann, mann
A.Bullitt 09.05.2012
Mal eben Donuts auf der chinesischen Mauer drehen, was für eine grandiose Idee! Und sich dann wundern, dass fette Gummispuren und Beschädigungen entstehen. Das nächste Mal vielleicht ein Burnout auf der Mona Lisa? Das wäre doch [...]
Mal eben Donuts auf der chinesischen Mauer drehen, was für eine grandiose Idee! Und sich dann wundern, dass fette Gummispuren und Beschädigungen entstehen. Das nächste Mal vielleicht ein Burnout auf der Mona Lisa? Das wäre doch mal was! :-/

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