12.05.2012
Gerüchte über kleine Panamera-Version
Porsche-Chef dämpft Hoffnungen
Porsche Panamera: Porsche Chef dementiert Gerüchte über einen kleinen Ableger
Für manche Puristen ist es eine Frechheit, dass Porsche überhaupt etwas anderes baut als den 911. Andere können nicht genug bekommen von Fahrzeugen Made in Zuffenhausen - weswegen immer wieder munter über neue Porsche-Modelle spekuliert wird, auch in der Fachpresse.
Die wollte zuletzt sogar gewusst haben, dass bei Porsche schon seit langem an einem günstigen Einstiegsmodell, dessen Preis noch unterhalb dem des Boxsters liegen soll, gearbeitet wird. Ein Flitzer also in der Tradition des 914, ein echter Volks-Porsche also.
Vom Hersteller hört man als Reaktion auf diese Träumereien immer die gleiche Antwort: "Nein, nein, nein", und so ist es auch diesmal. Das Magazin "Auto Bild" hatte am Donnerstag nämlich ohne Angabe von Quellen berichtet, Porsche wolle eine kleinere Version der Luxuslimousine Panamera bis spätestens 2017 auf den Markt bringen. Das neue Modell namens Pajun solle zwischen 65.000 und 100.000 Euro kosten und vor allem der Mercedes' E-Klasse und dem Mercedes CLS-Coupe Konkurrenz machen.
Vielleicht nicht heute - dafür morgen
Porsche-Chef Matthias Müller erteilte Spekulationen über eine kleinere Version des Luxuswagens Panamera aber eine klare Absage. "Wir sind ja Teil eines großen Konzerns, in dem die Marken sauber positioniert sind", erläuterte der Chef des mit Volkswagen verbundenen Sportwagenbauers in der Samstagsausgabe der "Stuttgarter Zeitung".
"Man muss den kleinen Panamera ja nicht zwingend heute oder morgen machen. Man kann ihn ja auch in fünf bis sechs Jahren entwickeln", sagte Müller weiter. Bisher bietet Porsche vier Modellreihen an - die Sportwagen 911er und Boxster, den Geländewagen Cayenne und die Limousine Panamera. Im nächsten Jahr soll der kompakte Geländewagen Macan hinzukommen.
Müller machte in dem Interview deutlich, dass das Absatzziel von 200.000 Autos im Jahr 2018 ohne zusätzliche Modelle erreicht werden soll. Der Macan werde den größten Beitrag leisten, sagte der Portsche-Chef. "Der Rest ergibt sich aus dem Wachstum der Märkte und einer besseren Marktbearbeitung, wie etwa dem Ausbau des Händlernetzes in China." 2011 hatten die Stuttgarter 117.000 Autos verkauft.
mhe/reuters
