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23.06.2012
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Autogramm Opel Astra OPC

Ruck auf Druck

Von Christoph Stockburger
Opel Astra OPC: Der Stimmungsaufheller
Fotos
Opel

Dieser Opel trägt das Blitz-Emblem zurecht: Schneller als der neue Astra OPC war bislang kein anderer Kompaktwagen aus Rüsselsheim. Mit seinen Leistungswerten hängt er sogar sportlichere Rivalen anderer Autobauer ab - und sammelt dabei Sympathien durch seine Stimmungsschwankungen.

DER ERSTE EINDRUCK: Ja, der ist schnell. Die angekündigten 250 km/h Spitzengeschwindigkeit sind locker drin. Eine Autobahn ohne Geschwindigkeitsbeschränkung, eine freie linke Spur - mehr braucht es nicht, um den Astra OPC zügig ans Limit zu treiben.

Über das Design möge sich jeder ein eigenes Urteil bilden - verglichen mit dem Astra aus dem Opel Performance Center (OPC) der Nuller Jahre ist die Hülle dieses Rüsselsheimers zumindest eines: zeitgemäß, weil aerodynamisch.

DAS SAGT DER HERSTELLER: "Das Turboloch ist Historie", verkündet OPC-Manager Volker Strycek. Quälende Warterei auf den Schub bei durchgetretenem Gaspedal - das will Opel dem OPC-Fahrer fortan ersparen. Ein sogenanntes Vordruckladeventil sorgt dafür, dass der Turbo mit Ladedruck vorgespannt wird und ohne Verzögerung reagiert. Andere Hersteller eliminieren das Turboloch auch - allerdings durch andere Techniken wie zum Beispiel verstellbare Leitschaufeln an der Turbine.

Stolz ist man in Rüsselsheim auch auf eine innovative Motorkalibrierung: Ein Sensor misst die Luftfeuchtigkeit im Ansaugbereich und regelt dadurch, wie viel Kraftstoff eingespritzt wird. Je feuchter die Luft ist, desto weniger Sprit wird in den Motor injiziert, weil er durch den geringeren Sauerstoffgehalt nicht verbrannt werden würde. Ein Grund dafür, dass der neue Astra OPC weniger verbraucht als sein Vorgänger - 8,1 statt 9,1 Liter auf 100 Kilometern.

Opel kann genüsslich noch weitere Zahlen auf den Tisch legen: Zum Beispiel die 280 PS und die gewaltigen 400 Newtonmeter Drehmoment. Im Autoquartett der kompakten Sportler sticht der Astra OPC damit seine erklärten Rivalen, den Golf R und Scirocco R von VW sowie den Focus ST von Ford, knapp aus. Dafür hat dieser Opel, der ab Mitte Juli geliefert werden kann, auch seinen Preis: 34.250 Euro kostet er in der Basisversion.

DAS IST UNS AUFGEFALLEN: Der Grip. Obwohl frontbetrieben und nicht allradgesegnet, halten die bereits erwähnten 400 Nm, was sie versprechen. Zum Beispiel, wenn man im zweiten Gang aus einer engen Kurve rausjagt, ohne die Bodenhaftung zu verlieren.

Eine Luftnummer sind dagegen die Sportsitze. Nicht, dass man in den Ledersesseln unbequem sitzen würde, im Gegenteil. Die seitlichen Teile der Lehne und der Sitzfläche lassen sich sogar aufpumpen, allerdings wird die Sitzposition dabei nicht spürbar stabiler. So wirkt das ganze, nun ja, aufgeblasen - elektrisch verstellbare Hocker wären wohl der sinnvollere Service gewesen.

DAS MUSS MAN WISSEN: Drei Stimmungsmodi kennt dieser Astra: Standard, Sport und OPC. Letztere beiden werden durch Knopfdruck aktiviert. Den wirklichen Unterschied macht der OPC-Modus. Während der Fahrt eingeschaltet, geht ein Ruck durchs Auto. Kurz vor Kurven mag man diesen Ruck am liebsten spüren: Die Dämpfer verkrampfen sich und machen das Fahrwerk straff, mit der Lenkung lässt sich jetzt ein Haken schlagen, das Gaspedal nimmt Befehle aufmerksamer entgegen. Der Astra wird so aggressiv, dass er rot anläuft - sprichwörtlich, denn die Instrumentenbeleuchtung wechselt im OPC-Modus von hellem Weiß zu Purpur.

DAS WERDEN WIR NICHT VERGESSEN: Das milde Lächeln von Opel-Chefdesigner Andrew Dyson, als ihm der Reporter erklärte, woran ihn die Rückleuchten des Astra OPC erinnern. "Naja, als kleine Teufelshörner würde ich das nicht bezeichnen", sagte Dyson. "Das ist die typische Opel-Sichel, die jetzt auch bei den hinteren Leuchten in Erscheinung tritt." Dabei war der diabolische Vergleich beim Astra OPC durchaus als Kompliment gemeint.

Forum

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insgesamt 41 Beiträge
1. Typische Opelprollkiste
hartholz365 23.06.2012
Dieser Dachspoiler! Bruhuahaha! ---Zitat--- ... ist die Hülle dieses Rüsselsheimers zumindest eines: zeitgemäß, weil aerodynamisch. ---Zitatende--- Der Dachspoiler ist überflüssig und macht nur die Aerodynamik kaputt dann [...]
Dieser Dachspoiler! Bruhuahaha! ---Zitat--- ... ist die Hülle dieses Rüsselsheimers zumindest eines: zeitgemäß, weil aerodynamisch. ---Zitatende--- Der Dachspoiler ist überflüssig und macht nur die Aerodynamik kaputt dann steht der noch so übertrieben nach oben, was einfach bescheuert aussieht. Jetzt gibts verhunztes Pseudoaufgemotze schon ab Werk, früher hat das der MantaManni noch selber hingepappt. Der Prollzielgruppe gefällts sicher.
2. titel
Darjaan 23.06.2012
wer gibt 35k € für nen Opel aus der bei "beherztem Gas" auch mal 20 Liter säuft? wenn ich bedenke was für nen tollen Mercedes oder Audi man als 2-3 Jahreswagen für diese Kohle schon bekommt...
wer gibt 35k € für nen Opel aus der bei "beherztem Gas" auch mal 20 Liter säuft? wenn ich bedenke was für nen tollen Mercedes oder Audi man als 2-3 Jahreswagen für diese Kohle schon bekommt...
3. optional
zTyphoon 23.06.2012
Und trotzdem würde ich mir lieber einen Golf R kaufen. 280 PS ohne Allrad? Nein Danke.
Und trotzdem würde ich mir lieber einen Golf R kaufen. 280 PS ohne Allrad? Nein Danke.
4. Turbo-Loch
mauimeyer 23.06.2012
Verstellbare Leitschaufeln haben alle anderen auch - ich denke dieser Opel ebenso. Leitschaufeln passen den Turbolader , ähnlich wie ein Zoom, den verschiedenen Strömungsgeschwindigkeiten an. Das berümte "Loch" [...]
Zitat von sysopDieser Opel trägt das Blitz-Emblem zurecht: Schneller als der neue Astra OPC war bislang kein anderer Kompaktwagen aus Rüsselsheim. Mit seinen Leistungswerten hängt er sogar sportlichere Rivalen anderer Autobauer ab - und sammelt dabei Sympathien durch seine Stimmungsschwankungen. Fahrbericht Opel Astra OPC - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,840063,00.html)
Verstellbare Leitschaufeln haben alle anderen auch - ich denke dieser Opel ebenso. Leitschaufeln passen den Turbolader , ähnlich wie ein Zoom, den verschiedenen Strömungsgeschwindigkeiten an. Das berümte "Loch" wird bei den Wettbewerbern durch eine Aufteilung der Aufladung auf zwei Aggregate vorgenommen. Also zwei Lader in Reihe - je nach Drehzahl des Motors erst der Eine und dann "überblendend" der Andere. Kauri
5.
MarkInTosh 23.06.2012
Ja, das Design... Wie so oft bei Opel in der jüngeren Vergangenheit: eindeutig geklaut. Man stelle dieses Auto mal neben ein aktuelles Renault Megane Coupé (das es bereits vor der aktuellen Astra-Genaration gab). Ups! [...]
Zitat von sysopÜber das Design möge sich jeder ein eigenes Urteil bilden - verglichen mit dem Astra aus dem Opel Performance Center (OPC) der Nuller Jahre ist die Hülle dieses Rüsselsheimers zumindest eines: zeitgemäß, weil aerodynamisch.
Ja, das Design... Wie so oft bei Opel in der jüngeren Vergangenheit: eindeutig geklaut. Man stelle dieses Auto mal neben ein aktuelles Renault Megane Coupé (das es bereits vor der aktuellen Astra-Genaration gab). Ups! Ist Kopieren wirklich "zeitgemäß" für eine Firma (vielleicht sogar zurecht) am Abgrund?

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Fahrzeugschein

Hersteller: Opel
Typ: Astra OPC (2012)
Karosserie: Kompaktwagen
Motor: Vierzylinder-Turbo
Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe
Antrieb: Front
Hubraum: 1.998 ccm
Leistung: 280 PS (206 kW)
Drehmoment: 400 Nm
Von 0 auf 100: 6 s
Höchstgeschw.: 250 km/h
Verbrauch (ECE): 8,1 Liter
CO2-Ausstoß: 189 g/km
Kofferraum: 380 Liter
umgebaut: 1.165 Liter
Preis: 34.250 EUR

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