28.06.2012
Entwicklung der Brennstoffzelle
Partnerwechsel bei BMW
BMW-Logo: Die Bayern kooperieren nicht mit GM bei der Brennstoffzelle
München - BMW hat Gespräche mit General Motors (GM) zur Kooperation bei der Entwicklung von Brennstoffzellen beendet. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte am Donnerstag einen Bericht des "Handelsblatts". BMW spreche zwar weiter mit GM, aber nicht mehr über dieses Thema. Stattdessen planen die Bayern nun offenbar eine engere Zusammenarbeit mit dem japanischen Toyota-Konzern bei Zukunftsantrieben. Die beiden Unternehmen haben für Freitag eine gemeinsame Pressekonferenz angekündigt.
Zuvor wird sich BMW-Chef Norbert Reithofer in München mit Toyota-Präsident Akio Toyoda treffen. Beide Hersteller arbeiten bereits zusammen: Unter anderem liefert BMW Dieselmotoren an Toyota.
BMW und Toyota hatten bereits im vergangenen Dezember eine Partnerschaft unterzeichnet und sich etwa bei der Grundlagenforschung für die Batterietechnik zusammengetan. Nun sollen die Hersteller auch gemeinsame Projekte bei der Hybridtechnik, dem Leichtbau, der Brennstoffzelle oder der Fahrzeugelektronik planen. Toyota gilt vor allem bei Hybridfahrzeugen als führend, BMW hat Erfahrung beim Leichtbau für Elektromodelle.
Hintergrund der geplatzten Pläne einer Kooperation von BMW und GM ist laut "Handelsblatt" eine weitere Allianz der Amerikaner: Ende Februar 2012 war GM eine strategische Kooperation mit dem französischen Autobauer PSA Peugeot Citroën bei der Entwicklung von Brennstoffzellen eingegangen. Diese beinhaltet unter anderem die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugkomponenten.
Damit steht wohl auch die Elektro-Kooperation von BMW mit Peugeot vor dem Aus. Mit den Franzosen hatte BMW 2011 das Unternehmen BMW Peugeot Citroën Electrification zur Forschung und Entwicklung von elektrischen Antriebsystemen gegründet.
cst/dpa