17.08.2012
Stau am Sommerwochenende
Auf den Straßen wird es voll und heiß
Stau (Archivbild): Nichts geht mehr auf einer Autobahn in Neubrandenburg
Hamburg - Autofahrer, die sich an diesem Wochenende auf die Urlaubsrückreise machen, brauchen viel Geduld und starke Nerven. In einigen Bundesländern enden die Sommerferien - deshalb müssen Reisende auf zahlreichen Strecken mit Staus rechnen. Und weil es das heißeste Wochenende des Jahres werden könnte, sind die Belastungen für den Körper und die Nerven besonders hoch.
Zu den Heimkehrern zählen Autofahrer aus Nordrhein-Westfalen, Bremen, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen. Außerdem enden in Kürze in einigen Teilen der Niederlande und Norwegens die Ferien. Nach Angaben des ADAC dürften deshalb vor allem Routen Richtung Norden betroffen sein. Besser läuft es für Autofahrer, die nach Süden unterwegs sind, dort soll die Lage entspannter bleiben.
Nicht nur die Fülle auf den Straßen dürfte für die Ausflügler zum Problem werden, sondern auch die Temperaturen. Der Wetterdienst Meteo Group Deutschland erwartet am Wochenende Werte von bis zu 36 Grad Celsius. Der Sonntag könnte der bisher heißeste Tag des Jahres werden. Deshalb sollten Autofahrer vor Antritt ihrer Reise auf jeden Fall den Stand des Kühlwassers im Fahrzeug kontrollieren.
Hitzealarm im Auto
Damit die Insassen einen kühlen Kopf bewahren, sollten ausreichend Getränke an Bord sein. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt grundsätzlich, mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag zu trinken. Am besonders heißen Tage kann sich der Bedarf durchaus verdoppeln. Als Durstlöscher seien nach Angaben der DGE vor allem kalorienfreie Getränke wie Leitungs- und Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees und Fruchtsaftschorlen im Mischungsverhältnis 1:3 geeignet.
Sollte es wegen der Hitze zu gesundheitlichen Problemen kommen, ist über die Notrufsäulen an den Autobahnen oder über die Nummer 112 Hilfe zu holen. Typische Symptome sind Unwohlsein, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche und Kreislaufprobleme. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte sollten sich Betroffene am besten im Schatten aufhalten.
Ein gutes Nervenkostüm ist jedenfalls gefragt - nicht nur auf der Straße sondern auch an der Zapfsäule. Pünktlich zur großen Rückreisewelle bewegen sich die Spritpreise in Deutschland auf einen neuen Höchststand an. Ein Liter Super E10 kostete nach einem am Freitag vom ADAC veröffentlichten Marktüberblick zuletzt im bundesweiten Durchschnitt 1,667 Euro und damit 4,7 Cent mehr als vor einer Woche. Zum Rekordpreis vom 18. April mit 1,674 Euro fehlt damit weniger als ein Cent. Auch Diesel verteuerte sich deutlich.
Um gar nicht erst in eine unangenehme Situation zu kommen, sollten überflüssige Fahrten vermieden werden. Untenstehende Tabellen zeigen, auf welchen Strecken es besonders eng werden könnte.
rom/dapd