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07.11.2012
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Neuer Maserati Quattroporte

Man darf ja mal träumen

Maserati

Maserati ist eine exklusive Marke, 2011 wurden weltweit 6159 Autos verkauft. Bis 2015 will Maserati-Chef Harald Wester den Jahresabsatz auf 50.000 Fahrzeuge schrauben. Drei neue Modelle sollen das explosionsartige Wachstum herbeiführen, doch schon beim ersten fragt man sich: wie soll das klappen?

Von 6000 auf 50.000 in vier Jahren? Wäre die Absatzprognose von Maserati-Chef Harald Wester Beschleunigung, würden einem wohl die Sinne schwinden. Um mehr als 700 Prozent will der traditionsreiche Autohersteller aus Modena den Ausstoß von Fahrzeugen bis zum Jahr 2015 steigern. Wester nennt dies "ein beispielloses strategisches und industrielles Wachstum".

Drei neue Maserati-Modelle sollen das explosionsartige Wachstum herbeiführen. Von einem, der neuen Luxuslimousine Quattroporte, wurden jetzt die ersten offiziellen Bilder veröffentlicht. Weltpremiere wird die inzwischen sechste Generation der Gran-Turismo-Baureihe, die 1963 begründet wurde, auf der Autoshow in Detroit Mitte Januar feiern; kurz darauf soll schon der Verkauf beginnen.

Nach Ansicht der ersten Bilder fühlt man sich nicht unbedingt auf Westers visionäre Zielsetzungen eingeschworen. Der neue Quattroporte lehnt sich zwar optisch an das noch von Pininfarina designte Vorgängermodell an, lässt aber dessen Leichtigkeit und Frische vermissen. Von schräg vorn wirkt der Wagen nach wie vor reduziert und elegant. Doch blickt man von der Seite aus auf den unter der Leitung von Maserati-Designchef Lorenzo Ramaciotti in Turin entstanden Viertürer, erkennt man die Problemzone. Vor allem nach hinten hin wirkt der Wagen füllig und ungalant - jedenfalls längst nicht mehr so schlank und knackig wie bisher.

Dennoch hebt sich auch der neue Quattroporte deutlich von anderen Luxuslimousinen ab. Schon allein deshalb, weil er nicht in ein Designschema gepresst ist, was in ähnlicher Form vieltausendfach auf den Straßen herumfährt wie bei Audi, BMW oder Mercedes. Und dann natürlich aufgrund der Technik.

Gebaut wird das Auto in der ehemaligen Bertone-Fabrik

Konkrete Daten sind zwar noch unter Verschluss, doch bekannt ist bereits: Auch das neue Modell erhält zunächst einen V8-Biturbo-Motor mit Benzindirekteinspritzung, der bei Ferrari in Maranello gebaut wird. Später soll ein ebenfalls bei Ferrari gefertigter nagelneuer Sechszylindermotor das Angebot ergänzen.

Damit die steigenden Stückzahlen, die sich das Management erhofft, auch realisiert werden können, wird der Quattroporte künftig nicht mehr am Maserati-Stammsitz in Modena produziert, sondern in der ehemaligen Karosseriefabrik der Firma Bertone in Grugliasco im Westen Turins, in der seit fünf Jahren keine Autos mehr gebaut wurden, jetzt aber alles für den Neustart bereit ist.

Dem Quattroporte wird im Herbst 2013 ein etwas kleinerer Viertürer namens Ghibli folgen, der dem Vernehmen nach erstmals in der Firmengschichte auch einen Dieselmotor erhalten soll. Damit kopiert Maserati das Porsche-Erfolgsmodell, denn die Dreizack-Marke setzt nicht nur auf einen Selbstzünder, sondern auch noch auf einen SUV. Der soll im Herbst 2014 debütieren.

Auf Automessen wurde die SUV-Studie Kubang längst gezeigt; als Serienmodell wird der Wagen jedoch den Namen Levante tragen. Das klingt nicht nur hübscher, sondern ist auch symbolisch zu verstehen. Im Italienischen steht das Wort nämlich auch für "Sonnenaufgang".

jüp

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insgesamt 41 Beiträge
1. ?
c54 07.11.2012
Das ist aber ein sehr dünnes Informationssüppchen! Daten, Preise, Termine - nix?
Das ist aber ein sehr dünnes Informationssüppchen! Daten, Preise, Termine - nix?
2. Horch!
rennflosse 07.11.2012
Das Heck ist ein bisschen zu "audi" geraten, sonst blieb der Wagen seiner Linie treu. Zum Glück ist Maserati nicht den Weg von Jaguar gegangen, deren Limousinen sind ja dem Einheitsdesign verfallen.
Das Heck ist ein bisschen zu "audi" geraten, sonst blieb der Wagen seiner Linie treu. Zum Glück ist Maserati nicht den Weg von Jaguar gegangen, deren Limousinen sind ja dem Einheitsdesign verfallen.
3. bauchen
Sabi 07.11.2012
Solange es Audi S 5 gibt, der übrigens von einem Italiener entworfen wurde , braucht keiner einen aufgeblähten Marcchione !
Solange es Audi S 5 gibt, der übrigens von einem Italiener entworfen wurde , braucht keiner einen aufgeblähten Marcchione !
4. Geschmackssache
ChrisQa 07.11.2012
Wenn dem Auto das Heck nicht gefällt, okay. Ich selbst finde das noch relativ gelungen, man will ja sowohl die Aerodynamik unterstützen, als auch Stauraum gewinnen. Da ist das Heck immer noch besser als damals der Bangel-Hintern [...]
Wenn dem Auto das Heck nicht gefällt, okay. Ich selbst finde das noch relativ gelungen, man will ja sowohl die Aerodynamik unterstützen, als auch Stauraum gewinnen. Da ist das Heck immer noch besser als damals der Bangel-Hintern des BMW 7er. In Summe finde ich den Quatroporte ganz gelungen, bin mal gespannt, was der als V6 kosten wird - auch wenn ich mir so ein teures Teil nicht zulegen möchte.
5. ...
Mathesar 07.11.2012
Mein Gott, sie haben aus einem Kunstwerk ein Auto gemacht. Pinin Farina wird sich im Grabe rumdrehen!
Mein Gott, sie haben aus einem Kunstwerk ein Auto gemacht. Pinin Farina wird sich im Grabe rumdrehen!

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