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07.12.2012
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Neues Papamobil

Heilig's Blechle

Von Jürgen Pander
Daimler

Vorgezogene Bescherung im Vatikan: Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche übergab Papst Benedikt XVI. ein neues Papamobil. Das diamantweiß lackierte Modell vom Typ M-Klasse verfügt über einen extragroßen Panzerglas-Aufbau - und einen kleinen Showeffekt.

"SCV1" - für Autohersteller ist dieses Kennzeichen eines der begehrtesten der Welt. Das Kürzel steht für "Status Civitatis Vaticanae", und die Nummer 1 schmückt stets das Papamobil. Jetzt ist wieder Kennzeichenwechsel angesagt im Vatikan, denn Daimler-Chef Dieter Zetsche übergab heute in Rom Papst Benedikt XVI. ein neues Modell.

"Es ist eine Ehre für Mercedes-Benz, Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. auch in Zukunft mit unserem neuen Papamobil auf seinen Reisen zu begleiten", so Zetsche. Der erste Einsatz des neuen Modells ist bereits geplant: Schon am morgigen Samstag will Benedikt mit seinem neuen Benz zur Spanischen Treppe in Rom fahren, wo traditionell die Feierlichkeiten zum Feiertag Mariä Empfängnis stattfinden.

Mehr Glas, mehr Einblick

Informationen zum neuen Papamobil sind rar. Bekannt ist lediglich, dass der schwer gepanzerte Wagen rund fünf Tonnen wiegt. Außerdem wurde er etwas flacher als das Vorgängermodell, um den Transport in Flugzeugen auf Auslandsreisen des Papstes zu erleichtern. Zugleich wurde das Auto um knapp einen halben Meter länger, damit der Einstieg für das Oberhaupt der katholischen Kirche bequemer wird und der Papst mehr Bewegungsfreiheit auf seinem Thron unter der gläsernen Kuppel im Fond erhält.

Für Passanten am Straßenrand wird der Papst im neuen Auto übrigens besser zu sehen sein als zuvor, denn die Glasflächen des Aufbaus sind nun größer, und außerdem ist der Dachhimmel nach Mercedes-Angaben "großflächig beleuchtet". Benedikt XVI. wird sozusagen von himmlischem Licht angestrahlt.

Mercedes ist bereits seit 1930 eine Art inoffizieller Automobilausrüster des Vatikans. Wie es heißt, bemühen sich immer wieder andere Hersteller um die Gunst des Heiligen Stuhls, doch zu einem Erfolg - der für das Unternehmen stets einen gigantischen PR-Coup bedeutet - führt das nur selten. Vor 13 Jahren schaffte es der italienische Fiat-Konzern, zum hundertsten Fiat-Jubiläum dem Papst eine Luxuslimousine der Nobelmarke Lancia zu übergeben. Und erst kürzlich war Renault erfolgreich, als der Papst einen elektrisch angetriebenen Renault Kangoo annahm - eine Art Papamobil light.

Forum

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insgesamt 59 Beiträge
1. optional
atropin 07.12.2012
Gut, dass in der ersten Bildunterschrift nochmal klar gesagt wird, das der Papst links steht. Es hätte leicht zu Verwechslungen kommen können.
Gut, dass in der ersten Bildunterschrift nochmal klar gesagt wird, das der Papst links steht. Es hätte leicht zu Verwechslungen kommen können.
2. Benz? WTF?
UdoKnalcher 07.12.2012
Das Ding sieht aus wie ein "R4 camion Glassarg" reloaded. "etwas flacher als das Vorgängermodell, um den Transport in Flugzeugen auf Auslandsreisen des Papstes zu erleichtern. Zugleich wurde das Auto um knapp [...]
Das Ding sieht aus wie ein "R4 camion Glassarg" reloaded. "etwas flacher als das Vorgängermodell, um den Transport in Flugzeugen auf Auslandsreisen des Papstes zu erleichtern. Zugleich wurde das Auto um knapp einen halben Meter länger" Papa: Sag deiner PR. sie sollen nicht son zweideutiges Zeug in die Presse diktieren. "mehr Bewegungsfreiheit auf seinem Thron unter der gläsernen Kuppel im Fond erhält" Ist das ein Reichstagsmobil? Manche in Berlin wünschten sich so etwas... ."Vor 13 Jahren schaffte es der italienische Fiat-Konzern, zum hundertsten Fiat-Jubiläum dem Papst eine Luxuslimousine der Nobelmarke Lancia zu übergeben" "Und erst kürzlich war Renault erfolgreich..." ROFL, die Leute küssen offenbar den pontifizialen Klingelbeutel. Na ja. AABER: "Schon am morgigen Samstag will Benedikt mit seinem neuen Benz zur Spanischen Treppe in Rom fahren" Das Ding ist also doch gar kein Benz, ist ein Rollator von der AOK?!
3. unterhaltsamer Kommentar UdoKnalcher
maderthaner 07.12.2012
... und auf einmal sind sie alle Religionsgeil die Benz Leute. Ob das was bringt. Erst Fiat, dann Renault und jetzt Benz. Etwas scheint mir ziemlich verkehrt zu sein. Sie spenden an die größte Firma der Welt, denen bisher keine [...]
... und auf einmal sind sie alle Religionsgeil die Benz Leute. Ob das was bringt. Erst Fiat, dann Renault und jetzt Benz. Etwas scheint mir ziemlich verkehrt zu sein. Sie spenden an die größte Firma der Welt, denen bisher keine finanziellen Krisen etwas angetan haben, den Vatikan und die katholische Kirche. Mir fehlt da halt a bisserl die Gegenleistung, und das seit 2012 Jahren. Okay, da gab´s ja noch keinen Benz. Also nicht aufregen....
4. Bei den Felgen...
j.w.pepper 07.12.2012
...hätte sich Daimler ja'n büschen was Gediegeneres einfallen lassen können. Die finde ich für die Zielsetzung etwas zu prollig-krawallig. Ansonsten ist und bleibt der 300 SEL (Bild 7) der schönste von allen [...]
...hätte sich Daimler ja'n büschen was Gediegeneres einfallen lassen können. Die finde ich für die Zielsetzung etwas zu prollig-krawallig. Ansonsten ist und bleibt der 300 SEL (Bild 7) der schönste von allen Pontifex-Daimlern. Aber was stört's mich als Atheisten eigentlich?
5. Gegenleistung
Zaphod 07.12.2012
Es fehlt die Gegenleistung? Welche Gegenleistung könnte denn größer sein, als das Opfer des Sohnes zur Vergebung der Sünden der vielen? Die katholische Kirche steht in der Nachfolge des Opfers und ermöglicht so den [...]
Zitat von maderthaner... und auf einmal sind sie alle Religionsgeil die Benz Leute. Ob das was bringt. Erst Fiat, dann Renault und jetzt Benz. Etwas scheint mir ziemlich verkehrt zu sein. Sie spenden an die größte Firma der Welt, denen bisher keine finanziellen Krisen etwas angetan haben, den Vatikan und die katholische Kirche. Mir fehlt da halt a bisserl die Gegenleistung, und das seit 2012 Jahren. Okay, da gab´s ja noch keinen Benz. Also nicht aufregen....
Es fehlt die Gegenleistung? Welche Gegenleistung könnte denn größer sein, als das Opfer des Sohnes zur Vergebung der Sünden der vielen? Die katholische Kirche steht in der Nachfolge des Opfers und ermöglicht so den Menschen das Heil. Dieses Alleinstellungsmerkmal weist keine andere "christliche" Kirche auf, und schon gar nicht andere Religionen!

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