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16.12.2012
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Vertriebspläne

Porsche will Verkäufern Manieren beibringen

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dapd

Porsche hat ein Problem: Die Absatzzahlen in Deutschland stagnieren. Jetzt will der Sportwagenhersteller mit einem besonderen Programm für Abhilfe sorgen. Nach SPIEGEL-Informationen sollen die Verkäufer bessere Manieren lernen. Zum Beispiel sollen sich die Mitarbeiter zur Begrüßung erheben.

Nach erfolgsverwöhnten Jahren gerät der Autobauer Porsche hierzulande in eine Absatzflaute. Während im Zeitraum von Januar bis Oktober 2012 in Deutschland knapp 17 Prozent mehr Luxuskarossen aus Zuffenhausen als im Jahr davor verkauft wurden, wuchs das Geschäft im Oktober nur noch um kümmerliche 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Um den Verkauf wieder anzukurbeln, hat sich der Vertrieb des Unternehmens im Rahmen der sogenannten Porsche Strategie 2018 ein Programm auferlegt.

Mit ihm sollen nach SPIEGEL-Informationen die Verkäufer in den Porsche-Zentren zu mehr Leistung angespornt werden. "Im Rahmen der Mitarbeitervergütung ist die Kundenzufriedenheit ein Bonifizierungsfaktor", heißt es in einem internen Papier des Porsche-Zentrums Berlin. Die "Porsche-Prämie" wird demnach künftig gesplittet. "20 Prozent sind anteilig und auszahlbar bei Erreichen einer zuvor gesetzten Zielgröße." Bewerten Kunden also die Leistung eines Verkäufers schlecht, macht sich das für ihn finanziell bemerkbar.

Anscheinend ist die Leidenschaft der Verkäufer für die Marke Porsche etwas verebbt - und sogar die Manieren lassen offenbar bisweilen zu wünschen übrig. Nun soll ein "Leitfaden zum Umgang mit den Kunden" helfen. Darin sind enthalten:

Zudem soll mindestens eine Maßnahme definiert werden, "welche zur Aufwertung der heutigen Fahrzeugauslieferung im Porsche-Zentrum dient". Vorschläge werden auch gleich gemacht: "Heimadresse im Navi" oder "Programmierung der Sender" im Radio.

Während die Verkaufszahlen in Deutschland einbrechen, läuft es grundsätzlich gut für Porsche. Wie das Unternehmen am 12. Dezember mitteilte, habe man bis November dieses Jahres bereits 128.978 Fahrzeuge weltweit verkaufen können. Das sei ein neuer Rekord. Allein in den USA seien die Verkäufe um 71,4 Prozent gestiegen. Allerdings hatte Porsche 2012 neue Modellvarianten wie etwa den Cayenne und den Boxster neu eingeführt.

rom

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insgesamt 296 Beiträge
1. Gute Idee
Wilder Eber 16.12.2012
Schön, dass sich diesen Dingen mal jemand annimmt. Ich habe es nie verstanden, warum sich Verkäufer in superbequemen Chefsesseln lümmeln, während ich als König-Kunde mit Billigsthockern abgespeist werde.
Zitat von sysopPorsche hat ein Problem: Die Absatzzahlen in Deutschland sind rückläufig. Jetzt will der Sportwagenhersteller mit einem besonderen Programm für Abhilfe sorgen. Nach SPIEGEL-Informationen sollen die Verkäufer bessere Manieren lernen. Zum Bespiel sollen sich die Mitarbeiter zur Begrüßung erheben. Porsche-Authäouser: Verkäufer sollen Manieren lernen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/porsche-authaeouser-verkaeufer-sollen-manieren-lernen-a-873181.html)
Schön, dass sich diesen Dingen mal jemand annimmt. Ich habe es nie verstanden, warum sich Verkäufer in superbequemen Chefsesseln lümmeln, während ich als König-Kunde mit Billigsthockern abgespeist werde.
2. Damit ist auch nicht mehr Geld im Portmonnaie
Nabob 16.12.2012
Wenn schon, dann sollte BMW das mal mit seinen Leuten machen; wer dort hingeht, wird erst einmal von diesen aufgeblasenen Volksschülern ignoriert und wenn er sich bemerkbar macht, wie ein Idiot behandelt; aber vielleicht [...]
Zitat von sysopPorsche hat ein Problem: Die Absatzzahlen in Deutschland sind rückläufig. Jetzt will der Sportwagenhersteller mit einem besonderen Programm für Abhilfe sorgen. Nach SPIEGEL-Informationen sollen die Verkäufer bessere Manieren lernen. Zum Bespiel sollen sich die Mitarbeiter zur Begrüßung erheben. Porsche-Authäouser: Verkäufer sollen Manieren lernen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/porsche-authaeouser-verkaeufer-sollen-manieren-lernen-a-873181.html)
Wenn schon, dann sollte BMW das mal mit seinen Leuten machen; wer dort hingeht, wird erst einmal von diesen aufgeblasenen Volksschülern ignoriert und wenn er sich bemerkbar macht, wie ein Idiot behandelt; aber vielleicht steckt ja Absicht dahinter, dass man nur Dekadenz im Dirndl-Kleid bedienen möchte, wer weiß das schon. Porsche steht für sich, ist und bleibt einzigartig, produziert keine sog. Volumenmodelle und ist wohl kaum von der einen oder anderen Niete von den vielen unter den Autoverkäufern abhängig.
3. Etikette
ediart 16.12.2012
Was da noch fehlt ist die "Taufe" des neu erworbenen Wagens vor den Augen des Kunden. Eine Sektflasche auf der Motorhaube schwungvoll zertrümmern das es nur so spritzt!
Was da noch fehlt ist die "Taufe" des neu erworbenen Wagens vor den Augen des Kunden. Eine Sektflasche auf der Motorhaube schwungvoll zertrümmern das es nur so spritzt!
4. Hochnäsig
spinneangel 16.12.2012
Besuch im Porsche Zentrum, alle Autos abgeschlossen. Nach langem Umschauen geht man zu einem Herrn am Schreibtisch. Er sitzt, sagt man habe Probleme mit vermeintlichen Kunden die die Fahrzeuge unbefugt öffnen. Auf die Frage man [...]
Besuch im Porsche Zentrum, alle Autos abgeschlossen. Nach langem Umschauen geht man zu einem Herrn am Schreibtisch. Er sitzt, sagt man habe Probleme mit vermeintlichen Kunden die die Fahrzeuge unbefugt öffnen. Auf die Frage man wolle aber mal den Innenraum des Panamera sehen und fühlen und auch den Kofferraum kam die Antwort: wenn Sie ein Transportmittel brauchen sind sie bei Porsche falsch. Falsch gekleidet? Nicht reichlich Schmuck angelegt? Kein itbag? Überhaupt Frau? Dann die Frage: was fahren Sie denn jetzt. Sagte Maserati und ging raus zu eben diesem. Lernprogramm für Porsche , für mich zu spät.
5. hmmm
Pommespanzer 16.12.2012
---Zitat--- Porsche hat ein Problem: Die Absatzzahlen in Deutschland sind rückläufig. ---Zitatende--- mag auch einfach daran liegen, dass die leute, die sich ein solches auto leisten können, bereits einen gekauft haben und [...]
---Zitat--- Porsche hat ein Problem: Die Absatzzahlen in Deutschland sind rückläufig. ---Zitatende--- mag auch einfach daran liegen, dass die leute, die sich ein solches auto leisten können, bereits einen gekauft haben und keinen weiteren dieser m. E. hässlichen wagen brauchen.

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