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15.02.2013
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Autogramm Volvo V40 Cross-Country

Landlust light

Von Tom Grünweg
Fotos
Volvo

Sind ein massives Design und eine erhöhte Sitzposition wirklich alles, was SUV-Modelle derzeit so erfolgreich macht? Wenn das stimmt, hätte der neue Volvo V40 Cross-Country gute Karten. Wären wirklich Allradantrieb und Geländetauglichkeit gefragt, könnte er einpacken.

Der erste Eindruck: Irgendwie mau, dieses Auto. Wer noch den ersten Volvo Cross-Country auf Basis des V70 vor Augen hat, der ist von diesem Wagen hier erst einmal enttäuscht. Mit den silbrig kolorierten Planken am Blech und den dunklen Außenspiegelkappen sieht der Neuzugang aus Schweden in etwa so abenteuerlich aus wie ein frisch frisierter Reinhold Messner in Abendgarderobe.

Das sagt der Hersteller: Echte Offroad-Ambitionen will Volvo mit diesem Auto gar nicht bedienen, dafür haben die Schweden ja den Geländewagen XC60 und den noch größeren XC90 im Angebot. "Wer einen höher gelegten Kombi begehrt, legt stattdessen Wert auf ein paar Designretuschen sowie eine höhere Sitzposition für den bequemeren Einstieg und den besseren Ausblick", sagt Volvo-Sprecher Michael Schweitzer. Der wesentliche Unterschied des Cross-Country zum normalen V40 sind folgerichtig vier Zentimeter Höhenunterschied.

Das ist uns aufgefallen: Wie wenig Volvo beim Cross-Country tatsächlich an Fahrten abseits der Straße gedacht hat. Die vermeintlichen Schutzplanken vorn, hinten und an der Flanke sind allesamt aus Plastik und nach einem Ausflug ins Unterholz vermutlich genauso verkratzt wie normale Stoßfänger und Schweller. Und auch die Technik spricht nicht wirklich für einen Offroad-Einsatz. Denn Allradantrieb gibt es nur für den stärkeren der beiden Benziner.

Die Cross-Country-Variante basiert auf dem im September eingeführten V40, der eine erfrischende Alternative im Feld der ansonsten kreuzbraven Kompaktklasse-Kombis ist. Das liegt an der mutig und markant geformten Karosserie sowie am Innenraum, der nordisch nüchtern und nobel möbliert ist. Darüber hinaus punktet der mit schwedischen Urtugenden wie einer umfangreichen Sicherheitsausstattung, einem angenehmen Ambiente und genügend Platz.

Wer partout einen Allradantrieb wünscht, muss die Modellversion T5 mit einem 2,5 Liter großen Fünfzylinder-Benziner unter der Haube wählen. Der Motor geht mit kernigem Klang und 360 Nm Drehmoment zu Werke. Entsprechend durstig aber ist der Fünfzylinder - er schluckt schon auf dem Prüfstand 8,3 Liter. Außerdem geht ihm bei Vollgas überraschend schnell die Puste aus. Klar - neutral betrachtet sind 210 km/h Höchstgeschwindigkeit wahrscheinlich mehr als genug. Gleichzeitig ist dieses Spitzentempo für einen Kompaktwagen mit 254 PS dann doch eher wenig.

Außerdem - und jetzt wird es wirklich kurios - verringert die Allrad-Technik die Bodenfreiheit. Und zwar so, dass der Raumgewinn zwischen Asphalt und Auto auf magere zwölf Millimeter im Vergleich zum ganz normalen Kombi schrumpft.

Das muss man wissen: Der Cross-Country wird seit dem Jahreswechsel verkauft und kostet genau 1800 Euro mehr als das jeweilige Grundmodell ohne SUV-Geplänkel. Insgesamt drei Diesel- und zwei Benzin-Motorisierungen sind im Angebot, das billigste Modell kostet 26.780 Euro, es ist die Variante D2 mit 115-PS-Diesel; am teuersten ist der von uns gefahrene T5 zum Preis von 35.780 Euro. Weil sich am Auto im Grunde wenig ändert, sind auch die Verbrauchswerte beinahe gleich und beginnen bei 3,8 Litern für die sparsamste Version.

Das werden wir nicht vergessen: Das blöde Gefühl beim Marsch durch die Tiefgarage. In einer langen Reihe mit einigen anderen V40 geparkt, hat sich der Cross-Country im Schummerlicht so gut getarnt, dass man ihn nicht an seiner Trekking-Kluft, sondern nur am Flackern der Blinker beim Druck auf die Fernbedienung erkennen konnte. Ein bisschen mehr optische Differenzierung darf man wohl erwarten.

Forum

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insgesamt 84 Beiträge
1. Deutsche Sprache...
cochon 15.02.2013
... schwere Sprache? Der "stärkere" der beiden Benziner muß es heißen, nicht der "stärkste". Es muß nicht immer der Superlativ sein, Herr Grünweg.
Zitat von sysopSind ein massive Design und eine erhöhte Sitzposition wirklich alles, was SUV-Modelle derzeit so erfolgreich macht? Wenn das stimmt, hätte der neue Volvo V40 Cross-Country gute Karten. Wären wirklich Allradantrieb und Geländetauglichkeit gefragt, könnte er einpacken. Volvo V40 Cross-Country: Ein kompakter Kombi mit SUV-Glasur - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/volvo-v40-cross-country-ein-kompakter-kombi-mit-suv-glasur-a-881746.html)
... schwere Sprache? Der "stärkere" der beiden Benziner muß es heißen, nicht der "stärkste". Es muß nicht immer der Superlativ sein, Herr Grünweg.
2. Von wegen Cross Country
nervmann 15.02.2013
Wer außer Förstern und eventuell Baustellenleuten braucht denn einen geländegängig und-mäßig optisch aufgepepptes und robustes Auto? Es würde reichen, wenn für den Normalautofahrer der Einstieg bequem ist, die Sitzposition erhöht [...]
Wer außer Förstern und eventuell Baustellenleuten braucht denn einen geländegängig und-mäßig optisch aufgepepptes und robustes Auto? Es würde reichen, wenn für den Normalautofahrer der Einstieg bequem ist, die Sitzposition erhöht und eventuell für Mittel- und Hochgebirgler Allradantrieb vorhanden sind. In DE kann man eh nicht kreuz und quer durch die Pampa fahren. Also mit einem V40 in den Wald fahrenund Wildschweine erschrecken, ne, auf so eine Idee käme ich nicht.
3. naja
truereader 15.02.2013
all diese Autos, ob BMW X1 etc sind nicht für den Matsch geeignet. Es geht nur um Differenzierung bei den Baureihen. Volvo schafft aber ein hübsches Auto in der Kompaktklasse an den Start. Und was mach ich wenn ich meinen A3 [...]
all diese Autos, ob BMW X1 etc sind nicht für den Matsch geeignet. Es geht nur um Differenzierung bei den Baureihen. Volvo schafft aber ein hübsches Auto in der Kompaktklasse an den Start. Und was mach ich wenn ich meinen A3 suchen würde, den erkenne ich an dem langweiligen Mainstream in der Tiefgarage nicht einmal bei richtiger Beleuchtung.
4. Endlich mal!
Mannheimer011 15.02.2013
Zitat: "neutral betrachtet sind 210 km/h Höchstgeschwindigkeit wahrscheinlich mehr als genug. Gleichzeitig ist dieses Spitzentempo für einen Kompaktwagen mit 254 PS dann doch eher wenig." Dem kann man nichts [...]
Zitat: "neutral betrachtet sind 210 km/h Höchstgeschwindigkeit wahrscheinlich mehr als genug. Gleichzeitig ist dieses Spitzentempo für einen Kompaktwagen mit 254 PS dann doch eher wenig." Dem kann man nichts hinzufügen. Solche Schlussfolgerungen dürften ruhig mal öfter auftauchen bei SPON als das sture Wiedergeben von Werbung und Pressemitteilungen.
5. Von wegen Kombi
Stäffelesrutscher 15.02.2013
Sorry, aber auf den Fotos ist kein Kombi zu sehen. Das ist ein Schrägheck oder meinetwegen ein Buckelvolvo. Da hat ja jeder Panda hinter den Rücksitzen noch mehr an oben bleibendem Dach zu bieten.
Sorry, aber auf den Fotos ist kein Kombi zu sehen. Das ist ein Schrägheck oder meinetwegen ein Buckelvolvo. Da hat ja jeder Panda hinter den Rücksitzen noch mehr an oben bleibendem Dach zu bieten.

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Fahrzeugschein

Hersteller: Volvo
Typ: V40 T5 Cross-Country
Karosserie: Kombi
Motor: Fünfzylinder-Turbobenziner
Getriebe: Sechsgang-Automatik
Antrieb: Allrad
Hubraum: 2.497 ccm
Leistung: 254 PS (187 kW)
Drehmoment: 360 Nm
Von 0 auf 100: 6,4 s
Höchstgeschw.: 210 km/h
Verbrauch (ECE): 8,3 Liter
CO2-Ausstoß: 194 g/km
Kofferraum: 335 Liter
umgebaut: 1.032 Liter
Preis: 46.975 EUR

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