Schrift:
Ansicht Home:
Mobilität

Elektrische Zweisitzer

ADAC testet Notarzteinsätze mit Mini-Helikoptern

Kein Ärger mehr mit fehlenden Rettungsgassen: Künftig will der ADAC Notärzte verstärkt mit elektrischen Mini-Hubschraubern statt mit dem Einsatzwagen an Unfallorte bringen.

DPA

Ein Volocopter vor einem Hangar der ADAC-Luftrettung.

Donnerstag, 29.11.2018   15:22 Uhr

Notärzte sollen schon bald mit elektrischen Kleinhubschraubern schneller zu ihren Patienten kommen können. Die ADAC-Luftrettung startet dazu in Bayern und in Rheinland-Pfalz ein Pilotprojekt. "Bereits in den kommenden Monaten soll es erste Forschungsflüge geben", teilte die Organisation mit. Zur Frage, ob der Einsatz sinnvoll und wirtschaftlich ist, soll es in einem Jahr erste Erkenntnisse geben.

Fotostrecke

Elektro- und Hybrid-Flugzeuge: Abheben in die Zukunft

Die zweisitzigen Volocopter mit 18 kleinen, elektrisch betriebenen Rotoren sollen "den Arzt schneller als im Notarzteinsatzfahrzeug zu Patienten bringen und so die Versorgung verbessern", sagte die ADAC-Luftrettung. Parallel zu den Forschungsflügen werde die Universität München ab Frühjahr 2019 Luftrettungseinsätze mit Volocoptern am Computer simulieren. Die ADAC-Luftrettung ist nach eigenen Angaben die weltweit erste Organisation ihrer Art, die den Einsatz von bemannten Multikoptern im Rettungsdienst prüft.

Die Firma Volocopter in Bruchsal bei Karlsruhe (Baden-Württemberg) entwickelt senkrechtstartende elektrische Helikopter als Lufttaxi, die mit Pilot, ferngesteuert oder autonom fliegen können. Die ADAC-Luftrettung ist mit mehr als 50 Rettungshubschraubern an 36 Stationen die größte Luftrettungsorganisation in Deutschland.

Im Video: Rettungshubschrauber - Lebensretter aus der Luft

Foto: SPIEGEL TV

nis/dpa-afx

insgesamt 28 Beiträge
MannAusmNorden 29.11.2018
1. Schlaue Anwendung!
Als der Volocopter vor ein paar Monaten vorgestellt wurde, dachte ich nur: Wieder so eine überteuerte Lösung, die einem als "Mobilität der Zukunft in den Städten" verkauft wird. Es sollte doch klar sein, dass diese [...]
Als der Volocopter vor ein paar Monaten vorgestellt wurde, dachte ich nur: Wieder so eine überteuerte Lösung, die einem als "Mobilität der Zukunft in den Städten" verkauft wird. Es sollte doch klar sein, dass diese Lösung nur für reiche Menschen in greifbarer Nähe ist. Umso sinnvoller finde ich jetzt diese Idee. So kommt der Notarzt schneller als mit einem 7er BMW und vor allem verhältnismäßig sicher zum Unfallort. Hinter dem Unfall ist ja i.d.R. eine leere Autobahn wo man landen kann. Gut, energetisch nicht so effektiv wie ein Auto, aber für die schnelle Versorgung ist es allemal gut gedacht.
palef 29.11.2018
2. ...das kann alles nicht darüber wegtauchen...
...das Behinderung der Bildung einer Rettungsgasse Beihilfe zur Körperverletzung (ggf. mit Todesfolge) werden muss. Sowie zeitweiser Beschlagnahme der betreffenden Fahrzeuge und Führerscheine. Selbst wenn der Arzt per [...]
...das Behinderung der Bildung einer Rettungsgasse Beihilfe zur Körperverletzung (ggf. mit Todesfolge) werden muss. Sowie zeitweiser Beschlagnahme der betreffenden Fahrzeuge und Führerscheine. Selbst wenn der Arzt per Helikopter vor Ort ist, ist nicht unbedingt sichergestellt, daß Notfallmaßnahmen mit Hilfe der Ausstattung des Rettungswagens rechtzeitig vorgenommen werden können. Selbiges gilt für die Feuerwehr. Technik hilft! Aber hier haben wir noch ein ganz anderes Problem.
teichenstetter 29.11.2018
3. Wenn ich mir überlege
das man beim bilden der Rettungsgasse von der Mittleren Spur aus, schon regelmäßig von denen auf der rechten Spur wieder nach links genötigt wird. Schade dann für die Rettungsgassen-Verweigerer, die sich dann was anderes [...]
das man beim bilden der Rettungsgasse von der Mittleren Spur aus, schon regelmäßig von denen auf der rechten Spur wieder nach links genötigt wird. Schade dann für die Rettungsgassen-Verweigerer, die sich dann was anderes suchen müssen um ihr ignorantes dasein auszuleben.
MatthiasPetersbach 29.11.2018
4. Nun ja....
...das mag hilfreich sein. Andererseits wird der normake Rettungsdienst immer mehr ausgedünnt - und die Zeitspanne zum Einsatzort wird immer größer toleriert. Man sollte sich da ÜBERALL mehr anstrengen. Auch bei [...]
...das mag hilfreich sein. Andererseits wird der normake Rettungsdienst immer mehr ausgedünnt - und die Zeitspanne zum Einsatzort wird immer größer toleriert. Man sollte sich da ÜBERALL mehr anstrengen. Auch bei der Rettungsgasse: So ein regelmäßiger Infohinweis im ÖR wäre da auch mal sinnvoll - und wenn dafür EINE Werbeeinblendung entfallen würde, wäre das m.E. verschmerzbar. Wenn ich auch -entgegen der Erfahrung vieler Schreibenden hier - die Beobachtung mache, daß das mit der Rettungsgasse zienlich gut funktioniert - wie eigentlich alles da draussen. Man muß sich eben nicht nur die Pannen angucken, sondern diese auch mal ins Verhältnis zu der Häufigkeit der Situationen setzen. Wenn auch nur ein hunderstel der empfundenen negativen Vorkommnisse tatsächlich auch die REGEL wäre (ob im Verkehr, bei der Sicherheit, bei allem) , wäre da draussen die Hölle.
zeisig 29.11.2018
5. Das wär was !
Dann müßte man sich endlich nicht mehr das Gejammere von wegen "Böse Autofahrer bilden keine Rettungsgasse" anhören.
Dann müßte man sich endlich nicht mehr das Gejammere von wegen "Böse Autofahrer bilden keine Rettungsgasse" anhören.

Verwandte Artikel

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
TOP