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Mobilität

Wegen Brandgefahr

BMW ruft 324.000 Autos in Europa zurück

Erst am Montag hatte sich BMW für etwa 30 Brandunfälle in Südkorea entschuldigt, nun wird der Hersteller auch in Europa Autos wegen Feuergefahr zurückrufen. Schuld ist offenbar ein Modul der Abgasreinigung.

BMW

BMW 520d

Mittwoch, 08.08.2018   10:28 Uhr

BMW wird in Europa fast 323.700 Dieselfahrzeuge zurückrufen, um ein defektes Abgasrückführungsmodul auszutauschen. Untersuchungen hätten ergeben, dass eine Fehlfunktion "in einigen Fahrzeugen" einen Brand verursachen könne, heißt es bei BMW. Der Brand kündigt sich laut Unternehmen zunächst durch Leistungseinbußen, später durch Schmorgeruch im Fahrzeug an. Die Abgasrückführung ist elementarer Bestandteil, um gesundheitsschädliche Stickoxide zu reduzieren.

Damit weitet sich ein Rückruf in Südkorea auch auf weitere Märkte aus, in Deutschland sind 96.300 Autos der Baureihen 3er, 4er, 5er, 6er und 7er sowie die Geländewagen X3, X4, X5 und X6 betroffen. Sowohl Modelle mit Vierzylinderdiesel (Bauzeitraum April 2015 bis September 2016) als auch Sechszylinderdiesel (Juli 2012 bis Juni 2015) können Probleme bereiten. Zunächst hatte die "FAZ" über den Rückruf in Europa berichtet, der laut BMW freiwillig erfolgt.

In Südkorea sind infolge des Defekts in diesem Jahr bereits etwa 30 BMW in Brand geraten, darunter der als Dienstwagen beliebte 520d. Auch in Europa sei es vereinzelt zu Vorfällen gekommen, so BMW.

Konkret geht es um eine Kühlflüssigkeit in der Abgasreinigung, die austreten kann. Vermengt sich diese mit Öl, Ruß und Schmutz, fange die so entstandene Ablagerung in bestimmten Fahrsituationen womöglich Feuer.

BMW hat sich in Südkorea entschuldigt

Erst am Montag hatte sich BMW in Südkorea für die Motorenbrände in Dieselautos entschuldigt. Sein Unternehmen werde alles tun, um die Unruhe unter den Kunden zu zerstreuen, sagte der Chef von BMW Korea, Kim Hyo Joon südkoreanischen Medien zufolge. BMW Korea hatte vor einigen Tagen den Rückruf angekündigt. Mehr als 106.000 Autos ordert BMW dort in die Werkstatt zurück.

mhu/ene/dpa

insgesamt 22 Beiträge
Michael 1234567 07.08.2018
1. Meine Geschichte mit den Bayrischen Motoren Werken
Habe einen 116i E87 gebraucht gekauft seit dem ersten Tag hatte ich mit dem Auto nur Probleme, ständiges Anfahrruckeln wegen konstruktiv schlechter Steuerkette bzw. Spanner (nicht optimal ausgelegt). Wurde durch Rückrufprogramm [...]
Habe einen 116i E87 gebraucht gekauft seit dem ersten Tag hatte ich mit dem Auto nur Probleme, ständiges Anfahrruckeln wegen konstruktiv schlechter Steuerkette bzw. Spanner (nicht optimal ausgelegt). Wurde durch Rückrufprogramm bei BMW getauscht. Die Kette ist dann vor drei Wochen übersprungen (kapitaler Motorschaden bei 175.000 KM). BMW lernt nicht aus seinen Fehlern, Lüftungen die quietschen dies seit dem BMW E30 und Vorderachsen die frühzeitig verschleißen von den Injektorenproblemen bei den Motoren will ich erst gar nicht sprechen. Lenkräder die beim Einlenken quietschen usw. BMW schaft dann auch noch den Heckantrieb bei einigen Modellen ab. Ich war wirklich absoluter BMW Fan dies ist vorbei, meinen E30 behalte ich aus sentimentalen Gründen. Mein nächstes Auto wir auf jeden Fall kein BMW mehr, dann lieber ein Auto welches volksnah und günstiger ist. Für mich ist BMW mit dem Premiumaufschlag nicht mehr interessant. Dies sind meine persönlichen Erfahrungen mit der Marke, kann sein das andere Käufer nicht die geschilderten Probleme haben bzw. hatten.
janos71 07.08.2018
2. Hyundai & Kia
Erstaunlich das BMW überhaupt so viele Fahrzeuge in Südkorea verkauft, wo die Südkoreaner mit Hyundai und Kia zwei Marken haben die ähnlich zuverlässig wie Toyota und Lexus sind. Deutsche Marken mögen zwar ein ordentliches [...]
Erstaunlich das BMW überhaupt so viele Fahrzeuge in Südkorea verkauft, wo die Südkoreaner mit Hyundai und Kia zwei Marken haben die ähnlich zuverlässig wie Toyota und Lexus sind. Deutsche Marken mögen zwar ein ordentliches Design haben aber bei der Zuverlässigkeit dürften sie mit den Japanern / Südkoreanern nicht mithalten können. Insbesondere durch die zunehmende Elektronik und Digitialisierung in den neuen Fahrzeugen dürfte sich der Zuverlässigkeits-Vorsprung bei japanischen und koreanischen Marken noch vergrößern, da Deutschland nun wirklich kein Vorreiter in Sachen Elektronik, IT & Digitalisierung ist. Diese Themen beherrschen dann schon eher die Asiaten und Amerikaner.
bernhard.geisser 07.08.2018
3.
Die Deutschen Autobauer arbeiten sich erst gerade richtig ein in die Technologie der Abgasreinigung, da kann es schon mal Kinderkrankheiten geben, wie bei allem was man neu angeht.
Die Deutschen Autobauer arbeiten sich erst gerade richtig ein in die Technologie der Abgasreinigung, da kann es schon mal Kinderkrankheiten geben, wie bei allem was man neu angeht.
gandhiforever 07.08.2018
4. Was
Was die deutschen Autobauer brauchen, ist Innovation. Ich denke gerade an sich selbst reinigende Backoefen. Wie waere es mit sich selbst reinigenden Autobauern?
Zitat von bernhard.geisserDie Deutschen Autobauer arbeiten sich erst gerade richtig ein in die Technologie der Abgasreinigung, da kann es schon mal Kinderkrankheiten geben, wie bei allem was man neu angeht.
Was die deutschen Autobauer brauchen, ist Innovation. Ich denke gerade an sich selbst reinigende Backoefen. Wie waere es mit sich selbst reinigenden Autobauern?
ripgermany 07.08.2018
5.
Bei mir roch es letzten Freitag auch kurz etwas verbrannt (Plastik oder Gummi, schwer einzuordnen), war heute bei BMW und der Typ vom Service hat sich unter dem Auto und im Motorraum umgeschaut und meinte, dass alles in Ordnung [...]
Bei mir roch es letzten Freitag auch kurz etwas verbrannt (Plastik oder Gummi, schwer einzuordnen), war heute bei BMW und der Typ vom Service hat sich unter dem Auto und im Motorraum umgeschaut und meinte, dass alles in Ordnung sei und möglicherweise ein Fremdkörper war, ich solle es weiter beobachten ob es nochmal auftrete oder nur einmalig war. Und jetzt lese ich diesen Artikel hier und hab Angst dass das Auto bald abfackelt.

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