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Mobilität

Ab 2019

Bund beschließt neue Lkw-Maut-Sätze

Auf die Lkw-Branche kommen strengere Regeln zu. Die Maut wird teurer, der Lärm von Lastwagen kostet erstmals was, und die EU will strengere CO2-Grenzwerte für Brummis festlegen. Wissenschaftlern reicht das noch nicht.

AP

Lkw unter einer Maut-Kontrollbrücke

Dienstag, 15.05.2018   14:44 Uhr

Die Betreiber von Lkw sollen künftig für die Lärmbelastung durch Lastwagen zur Kasse gebeten werden - über die Lkw-Maut. Das sieht ein Gesetzentwurf von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) vor, den das Kabinett am Dienstag beschlossen hat. Zum 1. Januar 2019 sind neue Gebührensätze vorgesehen, die außerdem stärker nach Gewicht der Fahrzeuge unterscheiden.

Die Mauthöhe für Lkw ab 7,5 Tonnen soll aufgrund eines neuen Gutachtens neu festgesetzt werden, damit sollen schwere Lkw für die stärkere Beanspruchung der Straße zur Kasse gebeten werden. Zusätzlich wird ab Juli auf allen rund 40.000 Kilometern Bundesstraße die Maut fällig, bisher waren nur knapp 13.000 Kilometer Bundesstraße mautpflichtig. Durch die neue Regelung steigen die Einnahmen von zuletzt rund 4,8 Milliarden Euro pro Jahr auf voraussichtlich 7,2 Milliarden. Elektro-Lkw werden dagegen von der Maut befreit.

CO2-Grenzwerte für neue Lkw

Doch nicht nur bei der Maut gibt es strengere Vorgaben für Lkw. Die EU-Kommission will erstmals auch für Lastwagen verbindliche Ziele zur Senkung der Kohlendioxidwerte vorgeben, um den Klimaschutz voranzubringen. Demnach soll der CO2-Wert bei neuen Lastwagen von 2019 bis 2025 um 15 Prozent sinken, bis 2030 um insgesamt 30 Prozent. 2022 soll die Zielvorgabe überprüft werden. Zuvor hatten bereits mehrere Konzerne wie beispielsweise Ikea und Siemens strengere Abgaswerte für Lastwagen gefordert.

Hintergrund sind die steigenden Emissionen aus dem Güterverkehr. Sie liegen nach Angaben der EU-Kommission heute um 19 Prozent höher als 1990, weil immer mehr Waren auf der Straße transportiert werden. Die EU-Kommission versucht nun, den Trend mit Vorgaben für bessere Technik der Fahrzeuge umzukehren. Der Vorschlag der Kommission soll am Mittwoch beschlossen werden. Nach Informationen der "Wirtschaftswoche" haben sich zehn Kommissare für strengere Vorgaben eingesetzt. Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger habe im Sinne der Hersteller eine stärkere Anrechnung von Elektro-Lkw gefordert, sich damit aber nicht durchgesetzt.

Härtere Grenzwerte wären technisch möglich

Es wären jedoch noch härtere Grenzwerte technisch möglich: Laut einer Analyse des International Council on Clean Transportation (ICCT) könnte der CO2-Ausstoß neuer Lkw bis 2025 um 27 Prozent und bis 2030 um 43 Prozent gesenkt werden. Die notwendigen Technologien würden sich der Studie zufolge innerhalb eines Jahres bezahlt machen und den Lkw-Betreibern jährlich 7700 Euro an Kraftstoffkosten einsparen.

ene/dpa/Reuters

insgesamt 26 Beiträge
Tharsonius 15.05.2018
1. Endlich
ich warte schon lange darauf dass es übermäßig lauten LKWs an den Kragen geht. Auf meiner Hassliste Nummer 1 sind die allmorgentlichen Kühltransporter mit unsäglich lauten (>80db), brennstoffbetriebenen Kühlaggregaten. [...]
ich warte schon lange darauf dass es übermäßig lauten LKWs an den Kragen geht. Auf meiner Hassliste Nummer 1 sind die allmorgentlichen Kühltransporter mit unsäglich lauten (>80db), brennstoffbetriebenen Kühlaggregaten. DASS müsste leiser gehen liebe Entwickler.
dr. kaos 15.05.2018
2. Technisch machbar?
Schon die Umsetzung von Euro6 hat den Lastwagenherstellern enormes Kopfzerbrechen bereitet. Wie soll denn Euro7 oder 8 umgesetzt werden? Wenn schon Züge ? auf Wasserstoff-Brennstoffzellen umgestellt werden ( iLINT) warum dann [...]
Schon die Umsetzung von Euro6 hat den Lastwagenherstellern enormes Kopfzerbrechen bereitet. Wie soll denn Euro7 oder 8 umgesetzt werden? Wenn schon Züge ? auf Wasserstoff-Brennstoffzellen umgestellt werden ( iLINT) warum dann nicht lkw?
sikasuu 15.05.2018
3. Härtere Genzwerte sind ohne Kontrollen nicht wert!
Wenn man sich die Unterschiede der LKW Kontrollen in DE und den umliegenden Ländern anschaut, das geht von Abschalt- Devices für Ad-Blue usw., über Mindestlohn für Fahrer die hier länger oft wochenlang fahren, bis zu Pausen [...]
Wenn man sich die Unterschiede der LKW Kontrollen in DE und den umliegenden Ländern anschaut, das geht von Abschalt- Devices für Ad-Blue usw., über Mindestlohn für Fahrer die hier länger oft wochenlang fahren, bis zu Pausen & Arbeitszeitregelungen incl Spesen (weil der Fahrer nur bedingt im LKW schlafen darf) bringt das nicht viel. . Papier & Verordnungen sind wohlfeil. Wenn dort eine Kontrolldichte wie z.B. bei PKWs & StVO bestehen bleibt, ist das schöner Schein, ändert aber weder für die Fahrer, die Anwohner, die Umwelt & vor allen Dingen für den "letzten im Stau" sehr wenig!
ptb29 15.05.2018
4. Die Elektro-LKW
werden von der Maut befreit, weil durch ihr Gewicht keine Straßenbeläge kaputtgehen? Sie haben aufgrund der Batterien bei höherem Gewicht eine niedrigere Nutzlast. Das leuchtet ein.Wenn die LKW auf Eisenbahnwaggons durchs Land [...]
werden von der Maut befreit, weil durch ihr Gewicht keine Straßenbeläge kaputtgehen? Sie haben aufgrund der Batterien bei höherem Gewicht eine niedrigere Nutzlast. Das leuchtet ein.Wenn die LKW auf Eisenbahnwaggons durchs Land fahren, kann die Maut gestrichen werden, alles andere ist Alibi-Umweltschutz.
Nelkenghetto 15.05.2018
5. Lärmbelästigung durch LKW?
warum werden nicht die höher besteuert die laute Auspuffanlagen unter ihren Autos haben? Durch die Bestrafung der LKW werden wir alle belastet, indem wir höhere Güterpreise im Geschäft zahlen. juhu danke
warum werden nicht die höher besteuert die laute Auspuffanlagen unter ihren Autos haben? Durch die Bestrafung der LKW werden wir alle belastet, indem wir höhere Güterpreise im Geschäft zahlen. juhu danke

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