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Verkehrsministerium

E-Lastwagen sollen von Lkw-Maut befreit werden

Die Bundesregierung plant den Ausbau der E-Mobilität auch im Lieferverkehr - und setzt neue Anreize: Spediteure, die bei ihren Lkw auf Elektroantrieb setzen, werden ab 2019 von der Maut befreit.

picture-alliance/ dpa

Lkw auf der A43 bei Dülmen, Nordrhein-Westfalen

Donnerstag, 12.04.2018   11:14 Uhr

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will Elektrolastwagen ab dem kommenden Jahr von der Lkw-Maut befreien. "Dies ist ein großer Anreiz für Transportunternehmen, auf umweltfreundliche Fahrzeuge umzusteigen", erklärte Scheuer gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Der Minister hatte das Programm zuvor bei der Klausurtagung in Meseberg vorgestellt, es soll den Einsatz von E-Lkw beschleunigen.

Derzeit würden nur wenige Betreiber von einer solchen Förderung profitieren: 12.000 strombetriebene Lastwagen fahren derzeit auf Deutschlands Straßen. Wie hoch die Ersparnis der Logistiker ausfällt, hängt unter anderem von der Schadstoffklasse und Achszahl des jeweiligen Lkw ab, nach denen sich die Maut derzeit bemisst. Pro Kilometer fallen zwischen 8,1 und 21,8 Cent an. Laut KBA betrug die durchschnittliche Fahrleistung von Lkw mit mehr als sechs Tonnen im Jahr 2016 knapp 38.000 Kilometer.

Für Lieferverkehr entscheidend

Ab Juli dieses Jahres wird die Lkw-Maut nicht nur auf 15.000 Autobahnkilometern erhoben, sondern auch auf 40.000 Kilometern Bundesstraßen. Dadurch werden selbst kürzere Strecken im Lieferverkehr mautpflichtig, auf denen die E-Lkw wegen ihrer geringeren Reichweite schon heute zum Einsatz kommen könnten.

Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag die Förderung des elektrischen Lieferverkehrs festgeschrieben. Unter anderem sollen gewerblich genutzte Elektrofahrzeuge mit einer Sonderabschreibung von 50 Prozent im Jahr der Anschaffung bedacht werden.

ene

insgesamt 54 Beiträge
pommbaer84 12.04.2018
1. Ich habe eine Vorahnung.
Ein E am Kennzeichen für Plugin-Fahrzeuge reicht aus. Dann wird in Zukunft ein Motor und mini-Akku eingebaut für 2km elektrisches rangieren und die kiste ist von der Maut befreit. Genauso wie dicke SUV mit E-Kennzeichen [...]
Ein E am Kennzeichen für Plugin-Fahrzeuge reicht aus. Dann wird in Zukunft ein Motor und mini-Akku eingebaut für 2km elektrisches rangieren und die kiste ist von der Maut befreit. Genauso wie dicke SUV mit E-Kennzeichen kostenlos in Städten parken obwohl sie nur minimal was mit E-Mobilitat zu tun haben und 99% der Zeit massig CO2 ausstoßen.
Andiken 12.04.2018
2. E-Mobilität ist eine Sackgasse
Politik sollte langfristig wirksam werden ! Anstatt auf lange Sicht Veränderungen behutsam voranzubringen, setzen unsere Politiker auf den Mainstream und hören auf die Unvernunft. Welches Stromleitungsnetz soll denn diese [...]
Politik sollte langfristig wirksam werden ! Anstatt auf lange Sicht Veränderungen behutsam voranzubringen, setzen unsere Politiker auf den Mainstream und hören auf die Unvernunft. Welches Stromleitungsnetz soll denn diese Stromstärken aushalten? Fahren sie mal durch eine Großstadt und stellen sich vor, wie da Ladekabel kreuz und quer über die Wege hängen und jeder seine Batterie aufladen will. Irrsinn - und jetzt auch noch gefördert durch falsche Anreize. Japan kam mit den Hybridfahrzeugen heraus und schwenkt jetzt total weg davon in Richtung Brennstoffzelle - natürlich nur, wenn der Wasserstoff zu 100% mit Wind/Solar/Wasser erzeugt wird. Wenn man den Wasserstoff an den Küsten mit Windrädern erzeugen würde und per Brennstoffzellentrucks an die bereits vorhandenen Tankstellen transportieren würden - dann könnten wir uns auch diese elendigen Stromtrassen von Nord nach Süd sparen - wie hoch sind die Leitungsverluste des Stroms auf so eine Distanz noch einmal ?
c.PAF 12.04.2018
3.
Warum? Die Maut ist eine Infrastrukturabgabe. Schweben die E-LKW und schädigen die Straße nicht?
Warum? Die Maut ist eine Infrastrukturabgabe. Schweben die E-LKW und schädigen die Straße nicht?
equigen 12.04.2018
4. Super, noch mehr LKWs!
Elektrische LKWs gibt es seit über 100 Jahren. Nennen sich Eisenbahn! Anstatt die Straßen noch mehr zu verstopfen sollte endlich der Schienenverkehr AKTIV gefördert werden. Würde wohl auch der Zahl der Verkehrstoten viel [...]
Elektrische LKWs gibt es seit über 100 Jahren. Nennen sich Eisenbahn! Anstatt die Straßen noch mehr zu verstopfen sollte endlich der Schienenverkehr AKTIV gefördert werden. Würde wohl auch der Zahl der Verkehrstoten viel nützen.
schwarzweißinfarbe 12.04.2018
5. Quatsch!
Für ein E-Kennzeichen müssen Anforderungen erfüllt werden. Zurzeit gibt es wohl nur zwei SUV die diese überhaupt erfüllen würden. Allgemein halte ich die Ausnahme für nicht durchdacht. Erstens muss versucht werden den [...]
Zitat von pommbaer84Ein E am Kennzeichen für Plugin-Fahrzeuge reicht aus. Dann wird in Zukunft ein Motor und mini-Akku eingebaut für 2km elektrisches rangieren und die kiste ist von der Maut befreit. Genauso wie dicke SUV mit E-Kennzeichen kostenlos in Städten parken obwohl sie nur minimal was mit E-Mobilitat zu tun haben und 99% der Zeit massig CO2 ausstoßen.
Für ein E-Kennzeichen müssen Anforderungen erfüllt werden. Zurzeit gibt es wohl nur zwei SUV die diese überhaupt erfüllen würden. Allgemein halte ich die Ausnahme für nicht durchdacht. Erstens muss versucht werden den LKW verkehr auf die Schiene zu verlagern und zweitens tragen LKW - egal ob Elektro oder Diesel - erheblich zum Verschleiß der Straßen bei.

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