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Mobilität

Landesregierung entscheidet

Diesel-Fahrverbote in Stuttgart ab 2019

In Stuttgart gibt es ab dem Jahresbeginn 2019 Fahrverbote für Dieselautos der Euro-Abgasnorm 4 und schlechter. Von der Regelung will die Landesregierung Euro-5-Diesel ausnehmen.

DPA

Verkehr in Stuttgart (Archiv)

Mittwoch, 11.07.2018   14:01 Uhr

In Stuttgart gibt es ab dem Jahresbeginn 2019 Fahrverbote für Dieselautos der Euro-Abgasnorm 4 und schlechter. Verbote für Dieselwagen der Euronorm 5 wolle die Landesregierung vermeiden und von der Wirkung eines Paketes zur Luftreinhaltung abhängig machen, hieß es am Mittwoch aus Koalitionskreisen in Stuttgart. Dessen Details sollen noch bekannt gegeben werden.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte im Februar dieses Jahres entschieden, dass Fahrverbote zur Luftreinhaltung grundsätzlich erlaubt sind. Seither stand die Regierung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) unter großem Druck, die Werte schädlicher Stickoxide in der Stadt zu senken. In Hamburg gibt es bereits ein auf zwei Streckenabschnitte begrenztes Diesel-Fahrverbot.

Rund 188.000 Autos in der Region betroffen

35 Prozent aller Dieselautos in der Region Stuttgart wären derzeit vom Fahrverbot betroffen. So sind in Stuttgart, Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und im Rems-Murr-Kreis insgesamt 534.573 Dieselautos zugelassen, davon sind 188.163 mit den Euronormen 1 bis 4 registriert. Die Anzahl der Euro-5-Diesel, für die Fahrverbote vermieden werden sollen, ist mit 183.358 Autos beziehungsweise 34 Prozent etwas geringer. Dies geht aus Zahlen, die das Kraftfahrt-Bundesamt an das Land Baden-Württemberg übermittelte, hervor.

Video: Die Folgen des Diesel-Urteils

Foto: SPIEGEL TV

ene/dpa

insgesamt 97 Beiträge
kingsbury 11.07.2018
1. Lächerlich
Die netten Herren und Damen hätten besser daran getan die verfügbaren Resourcen zur neu gestaltung der schrecklichen Straßenplanung zu verwenden !
Die netten Herren und Damen hätten besser daran getan die verfügbaren Resourcen zur neu gestaltung der schrecklichen Straßenplanung zu verwenden !
Oris 0815 11.07.2018
2. Diesefahrverbote
Wieder einmal zeigt sich, dass der „kleine“ Verbraucher in Deutschland kein Gewicht. Während die Vorstände der Autohersteller Millionen scheffeln sind Autofahrer von Dieselfahrzeugen gekniffen. Wertverlust, Umwege oder gar [...]
Wieder einmal zeigt sich, dass der „kleine“ Verbraucher in Deutschland kein Gewicht. Während die Vorstände der Autohersteller Millionen scheffeln sind Autofahrer von Dieselfahrzeugen gekniffen. Wertverlust, Umwege oder gar nicht fahren.....tolle Aussichten. Mit der Feststellungsklage kann man sich den....... wischen, denn Sammelklagen sind vom Gesetzgeber oder Merkel nicht gewünscht. Da werden schützend die Hände über die Autokonzerne gehalten. Aber was ist mit dem Verbraucher..... ach ja er kann sich ein neues Auto kaufen, dann verdient die Autoindustrie nochmal zusätzlich. Herzlichen Dank!
furorteutonikus 11.07.2018
3. Grüne
Genau wie in Hamburg: Grüne Regierungsbeteiligung. Erst mal ein Zeichen setzen und Verbote aussprechen, anstatt die alte Dieselflotte solange zu tolerieren bis die Fahrzeuge ausgemustert werden.
Genau wie in Hamburg: Grüne Regierungsbeteiligung. Erst mal ein Zeichen setzen und Verbote aussprechen, anstatt die alte Dieselflotte solange zu tolerieren bis die Fahrzeuge ausgemustert werden.
and_over 11.07.2018
4. wenn man
ideologisches Denken über wissenschaftliche Erkenntnisse stellt, kommt halt sowas dabei raus
ideologisches Denken über wissenschaftliche Erkenntnisse stellt, kommt halt sowas dabei raus
_derhenne 11.07.2018
5.
Hervorragend, da bestraft man die Fahrer von Euro-4-Dieseln, also die, die ihre eigenen Grenzwerte einhalten. Euro-5-Diesel, also die mit der Beschiss-Software, dürfen weiter in die innenstadt. Bravourös! Warum nur verliert der [...]
Hervorragend, da bestraft man die Fahrer von Euro-4-Dieseln, also die, die ihre eigenen Grenzwerte einhalten. Euro-5-Diesel, also die mit der Beschiss-Software, dürfen weiter in die innenstadt. Bravourös! Warum nur verliert der Bürger das vertrauen in die Politik?!
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