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Mobilität

Präsentation des Model Y

Mit diesem SUV will Tesla gegen Daimler, BMW und Co. gewinnen

Sieben Sitze, 480 Kilometer Reichweite und sehr viel Kraft: Tesla hat sein Model Y vorgestellt. Das mittelgroße SUV soll dem US-Elektroautobauer endgültig den Durchbruch bringen - und birgt doch manches Risiko.

REUTERS
Freitag, 15.03.2019   10:36 Uhr

Tesla hat seine Modellpalette um einen mittelgroßen SUV namens Model Y erweitert. Der Wagen basiert auf dem Verkaufsschlager Model 3, der seit 2017 ausgeliefert wird. Das Model Y solle im Herbst 2020 auf die Straße kommen, kündigte Tesla-Chef Elon Musk in Los Angeles an.

Das Model Y sieht dem Model 3 ähnlich, ist aber vor allem etwas höher. Das Fahrzeug soll mit einer Batterieladung bis zu 480 Kilometer weit kommen und bis zu sieben Insassen Platz bieten.

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Model Y: Das ist Teslas neues SUV

Mit dem Wagen, der ab 39.000 Dollar kosten soll, will Tesla sein Wachstum noch einmal deutlich beschleunigen und deutsche sowie andere Premiummarken stärker angreifen. Musk zeigte sich überzeugt, dass Tesla mehr Fahrzeuge des Model Y verkaufen werde als der drei bisherigen Modelle S, X und 3 zusammen. Das Model 3 ist bereits das weltweit am meisten verkaufte Elektroauto.

Basismodell soll 2021 folgen

Das Model Y wird mit einem breiteren Angebot von Elektroautos großer Konzerne wie unter anderem VW oder Daimler konkurrieren. Auch angesichts der anstehenden Produktoffensive der Rivalen war es für Musk wichtig, die Modellfamilie möglichst rasch um einen kompakten SUV zu erweitern.

In dem Segment ist Tesla vergleichsweise spät dran - anders als bei seinen bisherigen Modellen. Hyundai, Kia, Jaguar, Audi und andere Hersteller bieten bereits mittelgroße Elektro-SUVs an. Volkswagen und andere werden dies wohl ungefähr zeitgleich mit Tesla tun.

Zunächst solle das Model Y in leistungsstärkeren Ausführungen zu Preisen zwischen 47.000 und 60.000 Dollar verkauft werden. Das Basismodell des Model Y mit einer Reichweite von rund 370 Kilometern soll erst im Frühjahr 2021 folgen.

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Tesla Model Y: Das sind die Konkurrenten des neuen SUV

Auf ähnliche Weise hatte Tesla auch die Limousine Model 3 eingeführt, um die hohen Anlaufkosten der Produktion schneller einzuspielen. Erst mit Verspätung hatte Musk ein einfacheres Modell des Model 3 für 35.000 Dollar angekündigt.

Tesla will Kostenexplosion vermeiden

Das Model Y solle ein kompakter SUV werden, der sich wie ein Sportwagen fahren lasse, versprach Musk. Die leistungsstärkste Version solle bis zu 240 Kilometer pro Stunde schnell sein und in 3,5 Sekunden von 0 auf 60 Meilen pro Stunde (rund 96,5 km/h) kommen.

Unbedingt will Tesla diesmal eine Kostenexplosion wie bei seinem ersten SUV Model X vermeiden. Obwohl das Fahrzeug auf der großen Limousine Model S aufbaute, hatten aufsehenerregende Details wie Flügeltüren an den Rücksitzen die Ausgaben in die Höhe getrieben und den Produktionsstart verzögert. Man könne das Model X als "Fabergé-Ei trifft Raumschiff" beschreiben, scherzte Musk bei dem Event in Los Angeles.

Dass Tesla sich vornimmt, den Aufwand beim Produktionsanlauf überschaubar zu halten, bedeutet nicht, dass es auch so kommt. Schon das Model 3 sollte einfacher zu fertigen sein - immer neue Probleme hatten aber den Start einer Massenproduktion um Monate verzögert und Tesla an den Rand des Abgrunds getrieben. Ähnliche Risiken drohen auch beim Model Y, weil Tesla rasant wächst, was die Gefahr von Fehlplanungen erhöht.

Inzwischen habe Tesla insgesamt rund 550.000 Elektroautos gebaut und in einem Jahr werden es rund eine Million sein, sagte Musk. Dabei sei es noch nicht lange her, dass "Elektroautos wie eine sehr dumme Idee wirkten".

nis/dpa/Reuters

insgesamt 264 Beiträge
rosinenzuechterin 15.03.2019
1. Hurra, ein SUV
Und wieder ein SUV. Schön für die, die sowas wollen. Schlecht für die, die was anderes brauchen. Wie wäre es mal mit Kombi oder Hochdachkombi? Plastikplanken kann man schließlich an jedes Auto hängen. Wenn Elektromobilität [...]
Und wieder ein SUV. Schön für die, die sowas wollen. Schlecht für die, die was anderes brauchen. Wie wäre es mal mit Kombi oder Hochdachkombi? Plastikplanken kann man schließlich an jedes Auto hängen. Wenn Elektromobilität immer nur Stromlinienheck statt Kofferraum bedeutet, werde ich als Zielgruppe wohl dauerhaft ausfallen.
akkusoon 15.03.2019
2. Konkurrenz ja; aber welche denn?
"In dem Segment ist Tesla vergleichsweise spät dran - anders als bei seinen bisherigen Modellen. Hyundai, Kia, Jaguar, Audi und andere Hersteller bieten bereits mittelgroße Elektro-SUVs an. Volkswagen und andere werden dies [...]
"In dem Segment ist Tesla vergleichsweise spät dran - anders als bei seinen bisherigen Modellen. Hyundai, Kia, Jaguar, Audi und andere Hersteller bieten bereits mittelgroße Elektro-SUVs an. Volkswagen und andere werden dies wohl ungefähr zeitgleich mit Tesla tun." Das wird den "anderen Herstellern" nicht viel bringen. Tesla hat die Akkuzellen in riesigen Stückzahlen durch die Kooperation mit Panasonic, dem Weltmarktführer in diesem Segment. (60 % Marktanteil !) Ergo können die Konkurrenten vorstellen, was die wollen - Tesla wird in Stückzahlen wie JETZT bereits das Model3 liefern können. Das, was die Kontokorrenten produzieren können, werden die zum größten Teil für den chin. Markt brauchen. Zu dem: Ladechaos. Ich fahre seit 2 Jahren elektrisch und weiß wovon ich schreibe. Tesla-Ladestationen: Stecker rein, laden, Abrechnung über Tesla zum fairen Preis - fertig, europaweit und flächendeckend. Geladen wird mit neuen V3-Ladestadionen zwischen 15 und ca. 25 Minuten ab Herbst in Deutschland.
Pixopax 15.03.2019
3. Herbst 2020
Herbst 2020 heißt bei Tesla in etwa: Mitte 2021 gibt es die ersten Exemplare die aber 60% teurer sind als angekündigt. 3 Jahre später kommt dann das angekündigte Modell.
Herbst 2020 heißt bei Tesla in etwa: Mitte 2021 gibt es die ersten Exemplare die aber 60% teurer sind als angekündigt. 3 Jahre später kommt dann das angekündigte Modell.
Denker0815 15.03.2019
4. Schreckliches Design
Natürlich lässt sich über Geschmack streiten, aber das, was Tesla da als neues Elektro-SUV verkaufen will, sieht einfach nur billig aus: eine Mischung aus Porsche Macan, BMX X4, Mercedes GLE Coupe und Toyota Prius: gewollt, [...]
Natürlich lässt sich über Geschmack streiten, aber das, was Tesla da als neues Elektro-SUV verkaufen will, sieht einfach nur billig aus: eine Mischung aus Porsche Macan, BMX X4, Mercedes GLE Coupe und Toyota Prius: gewollt, aber nicht gekonnt.
spon-facebook-10000420664 15.03.2019
5. Aufwachen
Man fragt sich wirklich wann die deutschen Premiumhersteller endlich aufwachen. Ob sie es noch schaffen bevor es zu spät ist. Alles was man dort bezüglich e-Autos hört, sieht immer noch nach Studien aus, während Tesla den [...]
Man fragt sich wirklich wann die deutschen Premiumhersteller endlich aufwachen. Ob sie es noch schaffen bevor es zu spät ist. Alles was man dort bezüglich e-Autos hört, sieht immer noch nach Studien aus, während Tesla den Premiummarkt aufrollt (und mehrere Jahre Vorsprung hat).
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