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03.09.2009
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Subaru Legacy

Erfolgreiches Erbe

Von Tom Grünweg
Subaru Legacy: 20 Jahre alle viere
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Nicht Land Rover, nicht Toyota, nicht Mercedes - nein, die japanische Marke Subaru baut das meistverkaufte Allradauto der Welt. Mehr als 3,6 Millionen Exemplare des Legacy wurden bislang abgesetzt. Nun tritt, zum 20. Geburtstag der Baureihe, die fünfte Generation an.

Die Zeiten, in denen Subaru ein Geheimtipp für Jäger, Landwirte und Förster war, sind vorbei. Auch wenn die Zulassungszahlen des japanischen Allradspezialisten noch immer auf dem Niveau von Alfa Romeo oder Daihatsu dümpeln, sieht man die Autos der Marke längst nicht mehr nur in Feld, Wald und Wiese. Insbesondere das Flaggschiff Legacy hat sich in mittlerweile 20 Jahren zu einem schmucken Mittelklassemodell gemausert.

"Gerade in diesem Segment jedoch haben wir es besonders schwer gegen die Übermacht der deutschen Hersteller", sagt Subaru-Deutschland-Geschäftsführer Jens Becker. Trotzdem ist er unverzagt und fährt jetzt, recht zuversichtlich, die fünfte Generation des Dauerbrenners auf den Markt. Deutlich größer und besser ausgestattet als früher, startet die Modellfamilie zu kaum veränderten Preisen zwischen 28.100 und 49.000 Euro. In Deutschland gelingt dem Wagen gegen die Allradtypen von Audi, Mercedes oder BMW kaum ein Stich; global allerdings haben die Japaner die besseren Karten: Immerhin gilt der Legacy (englisch für Vermächtnis) mit 3,6 Millionen Exemplaren als das weltweit erfolgreichste Allrad-Modell. Kein schlechtes Erbe also, dass der Neue jetzt antritt.

Zwei Jahrzehnte nach der Premiere ist der Legacy heute weiter weg von Matsch und Schlamm als je zuvor. Elegant und präsent solle das neue Design wirken, sagen die Verantwortlichen. Auffällig sind zunächst die riesigen Scheinwerfer und ein paar nett geschwungene Chromleisten im Kühlergrill. Dazu gibt es bei der Limousine jetzt weich fließende Hecklinien; und für alle Modelle steht ein aufgeräumtes Interieur zur Verfügung. Die Form ist schwungvoll, Tristesse aber verbreiten die Grautöne jeder Schattierung.

Parallel zum normalen Legacy startet auch das neue Modell Outback. Das ist die SUV-ähnliche Variante der Baureihe mit mehr Bodenfreiheit, größeren Stoßfängern, einer kleinen Dachreling und markanten Rammschutzleisten für das kleine Abenteuer zwischendurch. Allradantrieb gibt es bei Subaru ja ohnehin quasi frei Haus.

Wichtiger als die neue Form ist allerdings das geänderte Format. Weil der Legacy in jeder Dimension ordentlich gewachsen ist und allein beim Radstand um acht Zentimeter zugelegt hat, bietet er nun spürbar mehr Bewegungsfreiheit auf allen Plätzen. Gewinner sind dabei vor allem Passagiere im Fond, die nun mehr Kniefreiheit genießen und durch die breiteren Türen leichter einsteigen können. Auch Lademeister werden am Legacy künftig mehr Freude haben: Lag das Ladevolumen bislang bei lediglich 459 Litern, schluckt der von einem doppelten Ladeboden praktisch geteilte Kofferraum nun schon bei stehender Rückbank 526 Liter. Legt man die Sitzlehnen um, gehen sogar 1726 Liter hinein.

Das Toptriebwerk gibt es nur für die Variante Outback

Für eine Importeursmarke ungewöhnlich üppig ist die Auswahl bei den Motoren. Der Allradantrieb ist natürlich wie bei jedem Subaru in Deutschland Serie. Wählen können die Kunden jedoch zwischen drei Getriebevarianten und vier Maschinen, die - auch das typisch Subaru - nach dem Boxer-Prinzip arbeiten. Trotz der Auswahl ist die Leistungsspanne eher bescheiden.

Für den Outback steht zwar auch ein 3,6 Liter-Sechszylinder mit 260 PS zur Verfügung. Bei Limousine und Kombi dagegen ist bei 167 PS Schluss, die der für diese Modelle stärkste Benzinmotor leistet. Der jedoch ist mit 229 Nm allemal stark genug für das Auto und harmoniert ordentlich mit der neuen CVT-Automatik, die ohne Schaltstufen auskommt und seidenweichen Kraftfluss verspricht. Im Prestigerennen auf der linken Spur giert der Kombi nach hohen Drehzahlen und kommt trotzdem schnell aus der Puste: Für den Spurt auf Tempo 100 braucht er 10,2 Sekunden, und bei 205 km/h endet der Vortrieb. VW Passat & Co. muss der Subaru damit meist ziehen lassen, und gegen die Mittelklasse von Audi, BMW oder Mercedes ist er weitgehend chancenlos.

Stufenloses Getriebe zähmt den Wagen und spart Sprit

Das CVT-Getriebe zügelt zwar das Temperament des Autos, doch ist der Komfort kaum zu übertreffen und im Vergleich zu einer herkömmlichen Automatik spart der Kraftwandler nach Subaru Angaben bis zu fünf Prozent Kraftstoff. Leider ist das Getriebe der einzige Appetitzügler, der für den neuen Legacy verfügbar ist. Eine Start-Stopp-Automatik oder vielleicht auch Reifen mit reduziertem Rollwiderstand hätten dem Flaggschiff gut zu Gesicht gestanden. Vor allem, weil der große Benziner schon auf dem Prüfstand 8,1 Liter verbraucht und es in der Praxis wohl zwei, drei Liter mehr werden dürften.

Geschäftsführer Becker vertröstet Autofahrer, die Spritsparen möchten, auf die Zukunft: Bald werde es den Legacy wohl wieder mit einer Umrüstung für Flüssiggas geben, stellt der Automanager in Aussicht. Mehr Neuheiten in dieser Richtung wird es erst auf der Motorshow in Tokio im Oktober geben. Dort wird sich Subaru erstmals ganz im Glanz der neuen Konzernmutter Toyota sonnen - und womöglich schon ein Modell mit Hybridantrieb präsentieren.

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Fahrzeugschein

Hersteller: Subaru
Typ: Legacy Kombi (2009)
Karosserie: Kombi
Motor: Vierzylinder-Benziner-Boxer
Hubraum: 2.457 ccm
Leistung: 167 PS (123 kW)
Drehmoment: 229 Nm
Von 0 auf 100: 10,3 s
Höchstgeschw.: 205 km/h
Verbrauch (ECE): 8,1 Liter
CO2-Ausstoß: 188 g/km
Kofferraum: 459 Liter
umgebaut: 1.726 Liter
Preis: 34.300 EUR

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