05.01.2010
Sieben Tage mit dem Toyota Prius
"Wie jetzt, Hybrid?"
Ein Tagebuch von Jürgen PanderErster Tag: Gleich auf die Autobahn
Es ist kalt, klar und sonnig. Ein guter Tag, um auf der Autobahn gut 400 Kilometer zurückzulegen. Ob es auch für den Toyota Prius ein guter Tag wird, steht noch nicht fest. Es heißt ja, Hybridautos bräuchten das unstete Stop-and-Go des Stadtverkehrs, um ihre technischen Besonderheiten ausspielen und in Spritersparnis umsetzen zu können.
Jetzt dagegen geht es sehr lange und sehr zügig geradeaus. Der Eindruck nach den ersten 50 Kilometern: Man sitzt gut, das Auto fährt ausgesprochen leise und auch die Grafiken auf dem Bordmonitor sind inzwischen durchschaut; die lassen sich per Tastendruck am Lenkrad abrufen und informieren zum Beispiel minutengenau über Verbrauchswerte, die Effizienz des momentanen Fahrstils oder über die jeweiligen Kraft- und Energieflüsse des Hybridsystems.
Autobahnfahren mit dem Prius ist absolut okay - wenn es mal besonders hurtig gehen soll, drückt man die Taste "Power Mode" auf der Armaturentafel, dann erwacht der Racer im Sparmobil. A propos sparen: Am Ziel meldet der Bordcomputer einen Durchschnittsverbrauch von 5,5 Liter und ein Durchschnittstempo von 106 km/h. Wer solche Werte zu deuten weiß, erkennt, dass es auch für den Prius ein richtig guter Tag war.