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09.08.2012
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Autogramm Lexus RX 450h

Teufel im Detail

Von Jürgen Pander
Lexus RX 450h: Beeindruckend und altbacken
Fotos
Lexus

Eine fesche Maske hat der Lexus-SUV zur Modellpflege erhalten, dahinter jedoch blieb das Auto weitgehend gleich. Trotzdem ist die Kombination des V6-Benziners mit zwei E-Maschinen ziemlich beeindruckend. Doch im Innenraum wirkt das Trumm etwas altbacken.

Der erste Eindruck: Wie fast immer bei sogenannten Facelifts, also den Überarbeitungen bekannter Modelle, kommt es auch beim Lexus RX 450h auf den Blickwinkel an. Denn nur wenn man das Auto von vorn betrachtet, erkennt man, dass es sich um die neue Version handelt. Das liegt am Diabologrill. So nennt Lexus die von breiten Chromstreifen eingefasste Kühlluftöffnung zwischen den spitz zulaufenden Scheinwerfern, in denen jetzt - auch das ist neu - LED-Tagfahrlicht leuchtet. Insgesamt wirkt der große SUV jetzt optisch präsenter; Lexus wird endlich etwas mutiger, was das Design betrifft.

Das sagt der Hersteller: Gern betonen die Japaner den Trumpf des Autos, nämlich sein Hybridsystem aus V6-Benziner und je einem Elektromotor an Vorder- und Hinterachse. Diese Antriebskonfiguration bewegt den gut zwei Tonnen schweren SUV so effizient, dass ein Durchschnittsverbrauch von 6,3 Liter dabei herauskommt. Lexus sagt, dies sei "der geringste Kraftstoffverbrauch aller Premium-Crossover". Mit dem überarbeiteten RX debütiert auch die Variante F Sport, die dem Auto eine schneidigere Optik und "ein weiteres Plus an Fahrdynamik" bescheren soll.

Das ist uns aufgefallen: Die Sache mit der Dynamik sollte man als Fahrer eines RX 450h nicht zu ernst nehmen. Das Auto ist und bleibt ein SUV - will heißen: ein klobiges Trumm, das hohen Komfort und eine Rundum-sorglos-Ausstattung bietet, aber eben keine Rasanz im klassischen Sinn. Das ist auch gar nicht nötig, denn der Wagen trumpft mit seiner Antriebstechnik schon genug auf. Auf dem Bordmonitor lässt sich verfolgen, welcher Motor gerade aktiv ist, wie der Kraftfluss verläuft und was das dann für einen Benzinverbrauch zur Folge hat.

Und das ist ja der Trick: Wenn man schon ein Orchester aus V6-Benziner und zwei E-Motoren dirigiert, dann will man das als Fahrer meist möglichst souverän tun, was in diesem Fall nichts anderes bedeutet als effizient. Entsprechend umsichtig fährt man das Auto, und so wird selbst aus seinem SUV fast ein sozialverträgliches Fahrzeug.

Das muss man wissen: Auch wenn der RX 450h mit dieser Antriebskonfiguration seit 2009 auf dem Markt ist, begeistert das reibungslose Zusammenspiel der drei Maschinen (Systemleistung 299 PS) nach wie vor. In der einfachsten Variante kostet der auch dann schon luxuriös eingerichtete SUV 59.950 Euro; billiger geht es, wenn man auf die Hybridtechnik verzichtet und die Variante RX 350 mit V6-Benziner bestellt, die 53.150 Euro kostet. Dann leistet der Verbrenner 277 PS, treibt permanent alle vier Räder an und schluckt im Schnitt 10,7 Liter - das sind gut vier Liter mehr als bei der sprintstärkeren Hybridvariante. Die aufwändige Technik lohnt sich also durchaus - zumindest für Vielfahrer.

Das werden wir nicht vergessen: Wer unter die Haube blickt, um einen Blick auf die komplexe Antriebstechnik zu werfen, wird enttäuscht. Zu sehen gibt es außer Plastikabdeckungen nämlich nichts, was auf die konstruktive Raffinesse des Autos hindeutet. Ernüchternd ist auch die Grafik des Navigationssystems, die im Vergleich zu allen anderen Ansichten des Bordcomputers altbacken wirkt. Man kann über solche Details hinweg sehen. Wenn der RX ins Rollen kommt und butterweich dahinschnurrt - mit einem Spriteinsatz, der auch manchem Kleinwagenfahrer nicht fremd sein dürfte.

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insgesamt 98 Beiträge
1. Schönes Auto
FoxhoundBM 09.08.2012
Bevor jetzt wieder welche schreien, dass man den Normverbrauch nicht erreichen kann ... Man kann es tatsächlich, zumindest in Ländern wo es ein Tempolimit gibt. Auf der Autobahn wird allerdings kaum was mit sparen. Würde man [...]
Zitat von sysopein sozialverträgliches Fahrzeug
Bevor jetzt wieder welche schreien, dass man den Normverbrauch nicht erreichen kann ... Man kann es tatsächlich, zumindest in Ländern wo es ein Tempolimit gibt. Auf der Autobahn wird allerdings kaum was mit sparen. Würde man mit Outsourcing, Lohndumping und Zeitarbeit nicht die Mittelschicht und damit die Wirtschaft systhematisch zerstören, müsste das Auto auch nicht sozialvertäglich sein. Aber anstatt die dafür verantwortlichen Politiker abzuwählen und die Ausbeuter zum Teufel zu jagen redet man lieber drüber, wie sozialverträglich das Auto sein muss, damit sich die wachsende Unterschicht nicht provoziert fühlt. Sowas kanns bloß in Deutschland geben. Hauptsache wir halten bundesrepublikansiche Moral- und Sittlichkeitsnormen ein ...
2. Der Teufel steckt wirklich Detail
rolandharry 09.08.2012
Seit 1993 bis 2012 bin ich 4 Autos von Lexus insgesamt etwa 600.000 km gefahren, dreimal LS 400 und einmal RX 450h. Sowohl beim letzten LS 400 und auch beim RX400h sind die Zylinderköpfe gerissen, wobei bereits die [...]
Seit 1993 bis 2012 bin ich 4 Autos von Lexus insgesamt etwa 600.000 km gefahren, dreimal LS 400 und einmal RX 450h. Sowohl beim letzten LS 400 und auch beim RX400h sind die Zylinderköpfe gerissen, wobei bereits die Ersatzteilkosten insbesondere beim RX400h astronomisch hoch waren. In beiden Zylinderköpfen des RX400h waren um die Kerzenlöcher recht regelmäßig Risse aus denen dann erst die Kühlflüssigkeit weg lief. Vorher gab es nie Kühlungsprobleme, keine Wasserverlust oder Überhitzung. Nach diesem Schaden bin ich von Lexus geheilt und bezweifle, dass das Abstellen des Motors und dann wieder in Betrieb nehmen thermisch im Motor ausreichend beherrscht wird. Der Hybridantrieb ist für die Traktion recht gut, aber zur Benzineinsparung nach meiner Erfahrung eine begeisternde Spielerei.
3.
Eduard Nice 09.08.2012
Die Leute die Spritmonitor.de angemeldet sind verbrauchen mit dem RX450h im Schnitt 8,75l/100km Benzin. Für ein SUV in der Größe nicht schlecht aber eben trotzdem mehr als der Hersteller angibt. Übersicht: Lexus - RX450H [...]
Zitat von FoxhoundBMBevor jetzt wieder welche schreien, dass man den Normverbrauch nicht erreichen kann ... Man kann es tatsächlich, zumindest in Ländern wo es ein Tempolimit gibt. Auf der Autobahn wird allerdings kaum was mit sparen.
Die Leute die Spritmonitor.de angemeldet sind verbrauchen mit dem RX450h im Schnitt 8,75l/100km Benzin. Für ein SUV in der Größe nicht schlecht aber eben trotzdem mehr als der Hersteller angibt. Übersicht: Lexus - RX450H - Spritmonitor.de (http://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/26-Lexus/1161-RX450H.html?powerunit=2)
4.
FoxhoundBM 09.08.2012
Das ist schon klar. Der ECE-Normverbrauch ist eine Richtlinie und stellt den geringstmöglichen Verbrauch dar, welchen der Fahrer erzielen kann, WENN ER BOCK HAT. Das begreifen viele Leute nicht. Die prügeln ihr Auto mit Vollgas [...]
Zitat von Eduard NiceDie Leute die Spritmonitor.de angemeldet sind verbrauchen mit dem RX450h im Schnitt 8,75l/100km Benzin. Für ein SUV in der Größe nicht schlecht aber eben trotzdem mehr als der Hersteller angibt. Übersicht: Lexus - RX450H - Spritmonitor.de (http://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/26-Lexus/1161-RX450H.html?powerunit=2)
Das ist schon klar. Der ECE-Normverbrauch ist eine Richtlinie und stellt den geringstmöglichen Verbrauch dar, welchen der Fahrer erzielen kann, WENN ER BOCK HAT. Das begreifen viele Leute nicht. Die prügeln ihr Auto mit Vollgas über die BAB und wundern sich dann, warum sie mehr vebrauchen als angegeben. Nur ist der letztendliche Durchschnittsverbrauch von vielen Faktoren abhängig: - Fahrstil (Cruiser oder Sportler) - Strecke (Gefälle, Steigungen, Landstraße, Autobahn, Stadtverkehr) - Reifendruck (korrekt oder zu wenig) - Wetterverhältnisse (Hitze, Kälte => Länge der Warmlaufphase) Ich erreiche in der Regel die ECE-Angabe meines Fahrzeugs. Das geschieht durch gleichmäßige Fahrweise. - zügig beschleunigen, aber nicht mehr als 2.500 U/min - möglichst wenig bremsen, sondern ausrollen lassen - Autobahn je nach Abschnitt Tempomat 120-130 km/h - Reifendruck 0,2-0,4 bar mehr (nicht gefährlich)
5. Blanker Unfug!
artusdanielhoerfeld 09.08.2012
Die Fahrzeuge der Marke Lexus sind die zuverlässigsten überhaupt: Studie von J. D. Power: Lexus ist Top-Marke | World's Luxury Guide (http://luxus.welt.de/Luxus-News/435366/Studie-von-J-D-Power-Lexus-ist-Top-Marke) Ich [...]
Zitat von rolandharrySeit 1993 bis 2012 bin ich 4 Autos von Lexus insgesamt etwa 600.000 km gefahren, dreimal LS 400 und einmal RX 450h. Sowohl beim letzten LS 400 und auch beim RX400h sind die Zylinderköpfe gerissen, wobei bereits die Ersatzteilkosten insbesondere beim RX400h astronomisch hoch waren.
Die Fahrzeuge der Marke Lexus sind die zuverlässigsten überhaupt: Studie von J. D. Power: Lexus ist Top-Marke | World's Luxury Guide (http://luxus.welt.de/Luxus-News/435366/Studie-von-J-D-Power-Lexus-ist-Top-Marke) Ich behaupte, Sie haben Ihre kleine Story frei erfunden, um das in Deutschland allgegenwärtige Lexus-bashing zu betreiben.

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Fahrzeugschein

Hersteller: Lexus
Typ: RX 450h (2012)
Karosserie: Geländewagen
Motor: V6-Benziner + zwei E-Motoren
Getriebe: stufenlose Automatik
Antrieb: Allrad
Hubraum: 3.456 ccm
Leistung: 249 PS (183 kW)
Leistung (E-Motor): 167 PS
Drehmoment: 317 Nm
Drehmoment (E-Motor): 335 Nm
Von 0 auf 100: 7,8 s
Höchstgeschw.: 200 km/h
Verbrauch (ECE): 6,3 Liter
CO2-Ausstoß: 145 g/km
Kofferraum: 446 Liter
umgebaut: 1.570 Liter
Versicherung: 24 (HP) / 26 (TK) / 28 (VK)
Preis: 59.950 EUR

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