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einestages

Mord am 35. US-Präsidenten

Die Akte Kennedy

Der Tod John F. Kennedys liefert bis heute Stoff für Spekulationen und Verschwörungstheorien. Hier finden Sie eine Auswahl wichtiger Artikel über den US-Präsidenten.

DPA/ White House

John F. Kennedy (August 1963)

Donnerstag, 26.10.2017   08:25 Uhr

Um den Tod von John F. Kennedy ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien - nun veröffentlicht die US-Regierung jahrzehntelang geheim gehaltene Akten zu seiner Ermordung 1963. Doch wer war der Mann? Lesen Sie hier eine Auswahl wichtiger Beiträge aus dem einestages-Archiv über den US-Präsidenten in der Hochphase des Kalten Krieges, seine Rolle in der Kuba-Krise, sein Verhältnis zu Deutschland - und über den Privatmann JFK.

REUTERS

Verschwörungstheorien zum Präsidenten-Attentat: Kennedys zahllose Killer Das KGB war's! Oder doch der eifersüchtige Vizepräsident? Kein Mord hat so viele Verdächtige hervorgebracht wie das Attentat auf John F. Kennedy 1963. einestages präsentiert erstaunliche Verschwörungstheorien - die noch heute etliche Anhänger finden.

AP/The Sixth Floor Museum at Dealey Plaza

Historische Tonaufnahmen: Kennedys letzter Flug Toter Präsident an Bord: Kurz nach dem Attentat auf John F. Kennedy hob die Air Force One mit seiner Leiche Richtung Washington ab. Neu aufgetauchte Tonaufnahmen zeichnen ein Bild der aufgewühlten Atmosphäre an Bord. Doch sind sie wirklich die Sensation, als die sie gehandelt werden?

Kuba-Krise: Diese Fotos führten fast zum Dritten Weltkrieg Raketen, Abschussrampen, Bunker: 1962 schoss ein US-Aufklärungsflugzeug Bilder von sowjetischen Atomwaffen auf Kuba. Die Welt stand am Abgrund. Ausgerechnet ein längst vergessener Rotarmist verhinderte vielleicht den Krieg - weil er sich weigerte, auf den roten Knopf zu drücken.

USAF

Falscher Abschussbefehl für Atomraketen: Der Tag, an dem die Welt (beinahe) unterging Die Welt ist im Oktober 1962 offenbar knapper einem Atomkrieg entgangen als bisher bekannt. Beinahe hätten US-Soldaten laut dem Bericht eines Zeitzeugen während der Kuba-Krise ihre Atomwaffen abgefeuert. Der Grund: falsche Codes.

AP

Geheimoperation "Mongoose": Todesgrüße aus Washington Verseuchte Taschentücher und Sprengstoff in Zigarren: Mit Methoden à la James Bond versuchte die CIA Anfang der Sechzigerjahre ihren ärgsten Feind umzubringen. Das perfide Mordkomplott gegen den kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro wurde vom US-Präsidenten persönlich abgenickt - und scheiterte trotzdem.

AP

Frühe Kennedy-Aufzeichnungen: Fasziniert von Hitlers Deutschland Faschismus? "Das Richtige für Deutschland." Als junger Mann bereiste John F. Kennedy zwischen 1937 und 1945 drei Mal Deutschland - und zeigte sich beeindruckt vom "Dritten Reich".

Jochen Blume

Kennedy in Berlin: Das Bild, das keiner sehen sollte 1963 verkündete US-Präsident John F. Kennedy: "Ich bin ein Berliner." Fotojournalist Jochen Blume schoss damals das Bild der Rede, das um die Welt ging. Sein bestes Foto vom Kennedy-Besuch allerdings wurde nie veröffentlicht. Es passte nicht zur Jubelstimmung.

Reuters/National Archives

John F. Kennedy: "Ish bin ein Bearleener" Als John F. Kennedy West-Berlin besuchte, lagen ihm die Bewohner der Frontstadt zu Füßen. Michael Sontheimer war als Achtjähriger im Juni 1963 einer der vielen Jubel-Berliner. Auf einestages erinnert er sich an seine Begegnung mit dem Präsidenten - der wenig später erschossen wurde.

REUTERS

Neue Enthüllungen über JFK Der Playboy-Präsident Affären, Krankheit, Drogen - kurz vor dem 50. Jahrestag der Ermordung John F. Kennedys zerstört Enthüllungsautor Christopher Andersen das Idyll "Jack und Jackie". In verstörenden Details zeigt er, dass die angebliche Traumehe des Präsidentenpaars ein Albtraum aus Betrug und Leid war.

SPIEGEL TV

Krankenakte Kennedy Sex, Lügen und Osteoporose Als kraftstrotzender Polit-Messias trat John F. Kennedy 1961 das Amt des US-Präsidenten an. Dass der Hoffnungsträger in Wahrheit von schweren Gebrechen geplagt war, wurde lange geheim gehalten. Eine SPIEGEL-TV-Dokumentation widmet sich nun Kennedys schockierender Krankheitsgeschichte.

Getty Images

Jackie Kennedys private Briefe "Es kann die Hölle sein" Sie waren das glamouröseste Paar, das Washington je hatte: Jackie und John F. Kennedy. Auch nach dem Tod des Präsidenten wahrte seine Witwe den Schein dieser Vorzeigeehe. Bislang unveröffentlichte Briefe belegen nun: Die First Lady hegte schon früh Zweifel an ihrem Mann.

insgesamt 5 Beiträge
Daniel Stelter 26.10.2017
1. Verschwörungstheorie...
Interessant (oder auch nicht?), dass gleich in der Titelzeile das Wort Verschwörungstheorie auftaucht. War der Begriff doch von der CIA in Zusammenhang mit dem Mord an JFK lanciert worden um Zweifler am Bericht der Warren [...]
Interessant (oder auch nicht?), dass gleich in der Titelzeile das Wort Verschwörungstheorie auftaucht. War der Begriff doch von der CIA in Zusammenhang mit dem Mord an JFK lanciert worden um Zweifler am Bericht der Warren Commission zu diskreditieren. Das Memo dazu lässt sich mit einer Suche nach dem "CIA Document 1035-960 Concerning Criticism of the Warren Report" im Internet finden. Bis heute wird der Begriff weiterhin verwendet. Teils auch um missliebige Kritiker als unseriös abzustempeln.
Tomas Murks 27.10.2017
2. Perfekte Widerlegung jeglicher Verschwörungstheorien
Ein Mann, der Ausbilder für Undercover-Missionen der US Marines war, kauft sich 1963 in Texas ein Gewehr mit zugehöriger Munition. Er kauft es aber nicht, wie jeder andere, im Supermarkt oder beim Fachhändler, wo er gegen [...]
Ein Mann, der Ausbilder für Undercover-Missionen der US Marines war, kauft sich 1963 in Texas ein Gewehr mit zugehöriger Munition. Er kauft es aber nicht, wie jeder andere, im Supermarkt oder beim Fachhändler, wo er gegen Bargeld und völlig anonym jede Präzisionswaffe der Welt kaufen könnte, sondern er bestellt es per Post an die Adresse eines Postfaches, das auf ein Pseudonym läuft, das er aber unter seinem richtigen Namen gemietet hat. Auf den falschen Namen besitzt er einen gefälschten Führerschein, den er bei seiner Verhaftung mit sich führt. Das Gewehr bezahlt er mit Kreditkarte, die auf seinen richtigen Namen läuft. Das Gewehr verschiesst ein Kaliber, welches nur ein Jahr lang exklusiv für dieses Gewehr hergestellt wurde und zu dieser Zeit von keiner anderen Waffe auf der Welt verschossen wird. Ausserdem ist es das einzige Exemplar weltweit, auf dem ein Zielfernrohr montiert ist. Damit wird er, auch heute noch, zum einzigen Menschen weltweit, bei dem man von einem einzigen Geschoss die Kette bis zum Namen des Schützen zurückverfolgen kann. Mit dem Gewehr macht er fleissig Schiessübungen und lässt sich dabei fotografieren. Auf die Photos schreibt er mit Filzstift: "Ich und mein neues Gewehr". Seit Monaten arbeitslos, findet er an einer Stelle, an der der US Präsident in 2 Wochen vorbeikommen wird, zufällig einen Job als Hausmeister. An diesem Tage nimmt er das Gewehr mit zur Arbeit, erschiesst den Präsidenten von seinem eigenen Arbeitsplatz aus, lässt Gewehr und Munition mit seinen Fingerabdrücken an seinem Arbeitsplatz zurück und geht am hellichten Tag während seiner Arbeitszeit ins Kino. Dort wird er verhaftet, den gefälschten Führerschein hat er vorsichtshalber dabei. Das ist so perfekt (einige Punkte habe ich garnicht erwähnt), das MUSS einfach stimmen. Ich finde es zweitrangig, wer und warum das geplant wurde. Zuerst muss mal geklärt werden, was an dieser perfekten Geschichte faul ist, ob diese Spuren absichtlich gelegt wurden oder die Beweismittel nachträglich manipuliert. In beiden Fällen wären Zweifel an den offiziellen Versionen mehr als berechtigt. Dann kann man weiter schauen.
Tomas Murks 27.10.2017
3. Verschwörungstheorien
Die Warren-Kommission fand ja alles perfekt. Das genau DAS das Problem ist, ist den Vershwörungstheoretikern bisher noch nicht aufgefallen. Aber warum betreibt man so einen Aufwand? Meine Theorie: die Amerikaner planten einen [...]
Die Warren-Kommission fand ja alles perfekt. Das genau DAS das Problem ist, ist den Vershwörungstheoretikern bisher noch nicht aufgefallen. Aber warum betreibt man so einen Aufwand? Meine Theorie: die Amerikaner planten einen nuklearen Erstschlag gegen die Russen. Der galt 1963 als überlebbar, wenn auch mit grossen Schäden auf der eigenen Seite. Deshalb legten sie soviele derbe Spuren, dass danach, wenn der Pulverdampf sich verzogen hätte, immer noch genug übriggeblieben wäre, um der Menschheit zu erlären, warum sie das tun MUSSTEN. Mit einer Friedenstaube als Präsident, der sich kurz davor noch zu Berlin, von dem kein Stück mehr übriggeblieben wäre, bekannt hatte, wäre niemand darauf gekommen, wer hinter dem Plan steckt. Warum das letztendlich schiefging, müssen Sie Lyndon B. Johnson oder Robert S. McNamara fragen.
Jean-Baptiste Perrier 06.11.2017
4. Grotesk!
Selbst die unstrittigen Fakten für sich genommen, wirken absurd. Leute die Angst haben sich mit dem Verschwörungstheorie-Virus anzustecken, könnten zumindest mal die Wikipedia Seiten (deutsch und englisch) zur Person Lee Harvey [...]
Selbst die unstrittigen Fakten für sich genommen, wirken absurd. Leute die Angst haben sich mit dem Verschwörungstheorie-Virus anzustecken, könnten zumindest mal die Wikipedia Seiten (deutsch und englisch) zur Person Lee Harvey Oswald durchlesen. Allein Oswalds leichtfüßiges hin und her Schweben zwischen USA und UdSSR ist doch absurd. Das Ganze erinnert irgendwie an "Forrest Gump". Das Oswald in irgendeiner Weise verstrickt ist in das Attentat, ist wohl nicht ernsthaft zu bezweifeln. Bloß die offizielle Geschichte vom geistig verwirrten Einzeltäter ist leider zu schön, um wahr zu sein. Und dann keine 5 Jahre später die Ermordungen von Martin Luther King und Robert Kennedy. Ganz schön praktisch diese verwirrten Einzeltäter und ihre zufällige Beeinflussung der politischen Wirklichkeit.
Jean-Baptiste Perrier 06.11.2017
5. Man war mal kritischer beim SPIEGEL
Hier mal ein sehr interessanter Artikel aus dem SPIEGEL Nr.25 von 1975. Insbesondere erfährt man hier, dass Kennedy ganz offen die CIA Auslands-Mordpläne Journalisten gegenüber anspricht. Alles lange vor den Untersuchungen des [...]
Hier mal ein sehr interessanter Artikel aus dem SPIEGEL Nr.25 von 1975. Insbesondere erfährt man hier, dass Kennedy ganz offen die CIA Auslands-Mordpläne Journalisten gegenüber anspricht. Alles lange vor den Untersuchungen des Church-Komitees. Das deshalb viele CIA nahe Leute Kennedy als Verräter und Gefahr betrachtet haben, ist doch offenkundig: http://m.spiegel.de/spiegel/print/d-41484033.html

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