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Gewalt auf den Straßen: Krieg um "Klein-Moskau"

ullstein bild Beim Altonaer Blutsonntag kam es 1932 zu bürgerkriegsähnlichen Unruhen. Die Fehler der Polizei beschleunigten das Ende der Demokratie.
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#1 - 17.07.2017, 18:01 von rohfleischesser

Sehr bezeichnend. Inkompetenz und Verschleierung der eigenen Unfähigkeit hat also Tradition in der Polizei der Hansestadt. Immerhin schießt die Polizei nicht mehr selbst auf unschuldige Bürger, sie belässt es dabei, diese nicht zu schützen.

#2 - 17.07.2017, 18:38 von lantelme.import

Haltloser Vergleich

Das können Sie doch gar nicht vergleichen! Damals war es ein politisch motiviertes bzw. vorgegebenes Verhalten der Polizei, die einst aber außerhalb politischer Guide Lines für Sicherheit und Ordnung in der Bevölkerung gesorgt hat. Im normalen Alltag war das Auftreten der Polizei seriös und diszipliniert.
Heute ist das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung so gut wie im Eimer.
Das hat viele Gründe, die in der gesamten Seilschaft Politik-Justiz-Polizei-Zeitgeist etc. liegen.
Daher ist es auch in beiden Fällen falsch, von Versagen der Polizei zu sprechen. Sie ist auch nur das Kind ihrer jeweiligen Zeit.
Unterm Strich hat sich aber 1933 eine Frau sicher eher durch dunkle Straßen und Stadtparks getraut als heute - mit Recht, wie ich meine!
So, wie z.B. heute diese Gefilde in Weißrußland 100mal sicherer sind als in Deutschland, das wissen wir von weißrussischen Bekannten, die beide Länder kennen.

#3 - 17.07.2017, 18:41 von gandhiforever

Zufall?

Mir scheint es kein Zufall zu sein, dass dieser Artikel jetzt erscheint, nach G-20.

Er zeigt aber wieder einmal, dass die Polizei schon damals lieber auf Linke losgelassen wurde, auch unter einem SPD-Mann.

Und, da die Fakten die Vorgaenge nicht stuetzten, mussten "Fakten" geschaffeb werden.

#4 - 17.07.2017, 18:47 von zisgacha

Krasse Parallelen.

Dieses Szenario dürfte Polizeichefs, Politikern und, zumindest altgedienten, Journalisten bekannt gewesen sein. Fragt sich, ob daraus nur eine selbsterfüllende Prophezeiung wurde oder, ob die Nacht, vor allem aber deren Aufarbeitung, bewusst in diese Richtung manipuliert wurde.

#5 - 17.07.2017, 18:56 von garfield53

mmm

"Deeskalation" war nicht das "Ding" der Hamburger Polizei.
Klingt wie böse Satire, scheint aber Tradition in Hamburg zu sein.

Ich gehe davon aus, da erst 1992 die Opfer rehabilitiert wurden, das die damaligen Täter und Verantwortlichen als verdienstvolle Bürger der Bundesrepublik "verstorben" sind, wenn sie den 2.WK überlebt hatten.
Die aktuelle Verschleierung und mediale Legendenbildung um die Ereignisse im Umfeld des G20, abzulenken von den wahren Ursachen, sind nur eine Weiterführung der traditionellen Hamburger Verhältnisse, egal, wer meint die "Macht" in der Stadt zu haben oder sie zu repräsentieren.
Spätestens in 60 Jahren, falls sich die Machtverhältnisse nicht eher ändern, kommt die Wahrheit auf den "Tisch", bei dem Eifer welche die Politik und die "kriegsführende" Seite aus dem Hause Springer zur Verschleierung und Legendenbildung beitragen, also muss sich keiner der handelnden Verantwortlichen fürchten, vorzeitig an den "Pranger" gestellt zu werden.

#6 - 17.07.2017, 19:07 von angelo_madeo

Zitat von lantelme.import
Das können Sie doch gar nicht vergleichen! Damals war es ein politisch motiviertes bzw. vorgegebenes Verhalten der Polizei, die einst aber außerhalb politischer Guide Lines für Sicherheit und Ordnung in der Bevölkerung gesorgt hat. Im normalen Alltag war das Auftreten der Polizei seriös und diszipliniert. Heute ist das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung so gut wie im Eimer. Das hat viele Gründe, die in der gesamten Seilschaft Politik-Justiz-Polizei-Zeitgeist etc. liegen. Daher ist es auch in beiden Fällen falsch, von Versagen der Polizei zu sprechen. Sie ist auch nur das Kind ihrer jeweiligen Zeit. Unterm Strich hat sich aber 1933 eine Frau sicher eher durch dunkle Straßen und Stadtparks getraut als heute - mit Recht, wie ich meine! So, wie z.B. heute diese Gefilde in Weißrußland 100mal sicherer sind als in Deutschland, das wissen wir von weißrussischen Bekannten, die beide Länder kennen.
"Unterm Strich hat sich aber 1933 eine Frau sicher eher durch dunkle Straßen und Stadtparks getraut als heute - mit Recht, wie ich meine!"

Sicher war sie, wenn sie keine Jüdin war, oder keine Kommunistin, oder nicht lesbisch, oder nicht Sinti oder Roma, oder nicht dunkelhäutig, oder nicht geistig behindert, oder nicht körperlich behindert…weil dann war sie vogelfrei und musste wegen der scheiss SA oder SS um ihr Leben fürchten.

Riiiiichtig dummes Geschwätz von dir...

#7 - 17.07.2017, 19:23 von Stäffelesrutscher

Die – im wahrsten Sinne – Schützenhilfe für die Nazis durch die Polizei war einer der Sargnägel der Weimarer Republik. Nicht nur in Altona, sondern in ganz Deutschland ließ man die Braunhemden marschieren, während Protestierende zusammengeschlagen oder -geschossen wurden.

Zurück ins Heute.

Da liest man eine Twittermeldung der Polizei:

»Aufgrund mehrfacher Nachfragen: Wir werden Straftaten verfolgen, aber nicht aufgrund einzelner Straftaten einzelner Personen die Versammlung auflösen.«


Worauf bezieht sich das?

a) auf Kinder, die bei einer Kurdendemo Fähnchen mit handtellergroßen Bildern von PKK-Chef Öcalan hochhalten

b) auf ein paar Leute mit Sturmhauben und Sonnenbrillen im Schwarzen Block in Hamburg

c) auf Schuss- , Stich- und Schlagwaffen, SS-Runen, Hakenkreuze, Bedrohungen und Beleidigungen bei einem Faschistenaufmarsch in Thüringen


Während bei a) mit voller Montur in die Demo reingedonnert wird und bei b) eine Armada an Wasserwerfern und Schlagstockschwingern auffährt, guckt die Polizei bei b) nur zu, erklärt treuherzig, sie dürfe bei hitlergrüßenden Braunhemden nicht permanent filmen - und dann liest man noch, dass eine Auflösung der Versammlung zu einer Eskalation geführt hätte. Zumal die Braunhemden besoffen gewesen seien.

Merke: Um ungehindert Straftaten begehen zu können, muss man Faschist sein, am besten noch besoffen.

Ich habe noch keine Empörungswelle mitbekommen, die diese Kapitulation der Staatsmacht vor einem kriminellen Mob anprangert und CDU/CSU und AfD auffordert, sich davon zu distanzieren.

#8 - 17.07.2017, 20:24 von rjb26

kommt mir

irgendwie bekannt vor. und auf welcher Seite die Polizei steht hat dich auch nicht geändert.

#9 - 18.07.2017, 07:31 von uffta

Die Parallelen sind in der Tat erschreckend

Waren schlimme Zeiten, als u.a. den Teilnehmern eines Parteitages körperliche Gewalt angedroht wurde. Nur gut, dass heute sowas nicht mehr vorkommt und die Demokratie gewahrt wird. Siehe Köln.

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