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Protest gegen Interview: Lanz-Petition geht vorzeitig zu Ende

Ihre Online-Petition erregte zwei Wochen lang die Nation: Maren Müller, Gründerin der Initiative "Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag", hat das vorzeitige Ende der Unterschriftensammlung angekündigt. Doch die Leipzigerin will das Thema weiterverfolgen. Online-Petition gegen Markus Lanz: Maren Müller verkündet Ende - SPIEGEL ONLINE
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#1 - 31.01.2014, 18:32 von sven glückspilz

optional

Nach Joffes entsetzlichem Nazivergleich, den er natürlich auch ohne jede Konsequenzen vorbringen darf, meint jetzt also auch ein Ottfried Fischer, sich in maßloser Unsachlichkeit üben zu dürfen. Ist dem Mann bewusst, dass er zweihundertdreißigtausend GEZ-Gebürenzahler als "Pöbel" bezeichnet? Ist der noch zu retten? Darf denn hierzulande jede Person der Öffentlichkeit jegliches intellektuelle Niveau unterbieten?

Maren Müller hat ihr Anliegen hinreichend beschrieben: es geht nicht um Lanz, es geht darum, eine Diskussion anzuregen, darüber, wie die Nutzer und somit Finanziers der öffentlich (sic!) -rechtlichen Medienanbieter sich Gehör verschaffen können. Lanz hat das Fass zum Überlaufen gebracht.

#2 - 31.01.2014, 18:34 von WBöhme

Taten statt Worte! - Anstatt Online-Petitionen besser zu Konsumentenstreik aufrufen

Zitat von sysop
Ihre Online-Petition erregte zwei Wochen lang die Nation: Maren Müller, Gründerin der Initiative "Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag", hat das vorzeitige Ende der Unterschriftensammlung angekündigt. Doch die Leipzigerin will das Thema weiterverfolgen.
Taten statt Worte! - Anstatt Online-Petitionen zu verfassen, einfach zu Konsumentenstreik aufrufen.


Ich kann den zugrunde liegenden Anlass der Petition verstehen. Doch solche Petitionen bringen nichts. Im Gegenteil, sie lassen nur Druck ab, weshalb alles weiterhin so bleibt wie es vorher war.

Wirksamer ist es, einfach mal für einen halbes Jahr ZDF oder gleich das ganze GEZ-Fernsehen abschalten.

Solche Aktionen sollten sich doch im Internet koordinieren lassen. Anders gefragt, glauben Sie dass Politiker weiterhin im ZDF auftreten, wenn das kein Mensch oder nur eine ganz kleine Gruppe sie dabei noch ansieht. Glauben Sie, dass das ZDF jahrelang weitersenden würde, ohne jede Einschaltquote?

Viele Bürger haben heute keinerlei Verständnis mehr für effektive Formen des Protestes, etwa als Konsumenten. Sie glauben an die leere Worte und hohlen Versprechen ihrer Politiker, so wie sie an ihre eigenen leeren Shitstorm-Worte im Netz glauben.
Schon hundert Jahre alte Managementratgeber raten, die Arbeiter mit ihren Ärgernissen und Sorgen einfach reden lassen und ihnen allenfalls freundlich zuzuhören, um jedoch tatsächlich nichts wesentlich ändern zu müssen.

Wer erinnert sich heute noch an die Geschichte der Erdölplattform "Brant Spar" der Firma Shell? Es war der Versuch eine Erdölplattform kostengünstig, dabei jedoch auf Kosten der Umwelt, in der Nordsee zu versenken. Es gab darauf hin ein großes Echo in den Medien und der Bevölkerung. Daraufhin sanken die Umsätze der deutschen Shell-Tankstellen durch Konsumentenstreik um bis zu 50 % und so beschloss Shell schließlich am 20. Juni 1995, die Plattform an Land zu entsorgen.
Ich habe den Eindruck, dass viele Bürger heute in ihren kritischen Haltungen atomisiert und individualisiert auf die mächtigen Zumutungen von Politik und Großkonzernen reagieren und gar nicht begreifen können, dass sie bei Koordination des Protestes einen echten Widerstand organisieren könnten.

Einfach gesagt: Die Welt ändert sich nicht, wenn man die Wut bei Twitter, SPON oder als Online-Petition in Worte fasst, sondern erst, wenn diesen Worten reale Verhaltensänderungen folgen. Also, Taten statt Worte!

#3 - 31.01.2014, 18:42 von françois_marie_arouet

Und am Ende war es doch nur kollektiver Neid ...

... die höchste Form der Anerkennung.

Für alle anderen Gründe würde es doch ausreichen, umzuschalten.

Besonders peinlich: Dieser Hype hat nun auch noch ein Gesicht, das der Leipzigerin.

#4 - 31.01.2014, 18:49 von WBöhme

Taten statt Worte! - Anstatt Petitionen verfassen, zu Konsumentenstreik aufrufen

Zitat von sysop
Ihre Online-Petition erregte zwei Wochen lang die Nation: Maren Müller, Gründerin der Initiative "Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag", hat das vorzeitige Ende der Unterschriftensammlung angekündigt. Doch die Leipzigerin will das Thema weiterverfolgen.
Taten statt Worte! - Anstatt Online-Petitionen zu verfassen, besser zu Konsumentenstreik aufrufen.

Ich kann den zugrunde liegenden Anlass der Petition verstehen. Doch solche Petitionen bringen nichts. Im Gegenteil, sie lassen nur Druck ab, weshalb alles weiterhin so bleibt wie es vorher war.

Besser ist einfach mal für einen halbes Jahr ZDF oder gleich das ganze GEZ-Fernsehen abzuschalten. Solche Aktionen sollten sich doch im Internet koordinieren lassen. Anders gefragt, glauben Sie dass Politiker weiterhin im ZDF auftreten, wenn das kein Mensch oder nur eine ganz kleine Gruppe sie dabei noch ansieht. Glauben Sie, dass das ZDF jahrelang weitersenden würde, ohne jede Einschaltquote?

Viele Bürger haben heute keinerlei Verständnis mehr für effektive Formen des Protestes, etwa als Konsumenten. Sie glauben an die leere Worte und hohlen Versprechen ihrer Politiker, so wie sie an ihre eigenen leeren Shitstorm-Worte im Netz glauben.
Schon hundert Jahre alte Managementratgeber empfehlen, die Arbeiter mit ihren Ärgernissen und Sorgen einfach reden lassen und ihnen allenfalls freundlich zuzuhören, um jedoch tatsächlich nichts wesentlich ändern zu müssen.

Wer erinnert sich heute noch an die Geschichte der Erdölplattform "Brant Spar" der Firma Shell? Es war der Versuch eine Erdölplattform kostengünstig, dabei jedoch auf Kosten der Umwelt, in der Nordsee zu versenken. Es gab darauf hin ein großes Echo in den Medien und der Bevölkerung. Daraufhin sanken die Umsätze der deutschen Shell-Tankstellen durch Konsumentenstreik um bis zu 50 % und so beschloss Shell schließlich am 20. Juni 1995, die Plattform an Land zu entsorgen.
Ich habe den Eindruck, dass viele Bürger heute in ihren kritischen Haltungen atomisiert und individualisiert auf die mächtigen Zumutungen von Politik und Großkonzernen reagieren und gar nicht begreifen können, dass sie bei Koordination des Protestes einen echten Widerstand organisieren könnten.

Einfach gesagt: Die Welt ändert sich nicht, wenn man die Wut bei Twitter, SPON oder als Online-Petition in Worte fasst, sondern erst, wenn diesen Worten reale Verhaltensänderungen folgen. Also, Taten statt Worte!

#5 - 31.01.2014, 18:59 von Ausfriedenau

Voller Erfolg

Zitat von sysop
Ihre Online-Petition erregte zwei Wochen lang die Nation: Maren Müller, Gründerin der Initiative "Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag", hat das vorzeitige Ende der Unterschriftensammlung angekündigt. Doch die Leipzigerin will das Thema weiterverfolgen.
Die Petition von Maren Müller ist zu Recht ein voller Erfolg!
Es ist offensichtlich, dass in den Talkshows - und auch in vielen anderen Medien - Vertreter DER LINKEN nicht selten geschnitten oder zusammengestaucht werden sollen, im Gegensatz zur FDP, die trotz miserabler Werte in der Öffentlichkeit von den Medien gepusht wird!!!
Bei Lanz war es unerträglich, wie man gemeinsam mit dem Stern die Wagenknecht vorführen wollte. Man könnte meinen, dahinter steckt System ! Gut, dass Maren Müller den Mut und die Idee hatte, dieses Verhalten der Talkfuzzis zur Diskussion zu stellen. Bravo Maren Müller!! Weiter so!

#6 - 31.01.2014, 19:06 von L!nk

Ach Ottfried

Gegen Wulff gab es nie eine Online-Petition, sondern berechtigte Zweifel. Und es nichts mit Menschenjagt zu tun, wenn den Leuten auffällt, dass Menschen, die auf Kosten der Allgemeinheit leben, dieses auch noch mit Verachtung tun. Wer sich an GEZ-Gebühren bereichert, sollte dieses wenigstens mit Anstand und als Vorbild tun.

#7 - 31.01.2014, 19:34 von chanoyu

Natürlich bringen Petitionen was...

...nämlich zunächst die "Problematik" überhaupt erst mal einem größeren Publikum bekannt zu machen. Durch die Intransparenz der Ausgestaltung der Rundfunkstaatsverträge hinter verschlossenen Türen der Staatskanzleien, wissen 99% der Bevölkerung leider sehr wenig über den seit Jahrzehnten andauernden Reformstau bei den ö.r.Rundfunkanstalten. Dieser dringende Reformbedarf ist seit des Inkrafttreten des 15.RändStV nun auch für die letzten verschlafenen Bürger offenkundig geworden. Welle um Welle brandet nun auf einen im heutigen Medienzeitalter verzichtbaren Anachronismus. Letztendlich wurde mit dem 15.RändStV keineswegs Akzeptanzprobleme gelöst, sondern vielmehr in Hülle und Fülle neu geschaffen. Die Bürger sind zurecht empört, keinerlei Mitspracherecht bei dieser faktischen Steuer zu haben. Die Fassade des ö.r. Rundfunks bekommt Risse und der "Notabriss" ist in naher Zukunft vorhersehbar.

#8 - 31.01.2014, 19:38 von Claes Elfszoon

Ist Ihre Lamoyanz nicht ...

Zitat von Ausfriedenau
Die Petition von Maren Müller ist zu Recht ein voller Erfolg! Es ist offensichtlich, dass in den Talkshows - und auch in vielen anderen Medien - Vertreter DER LINKEN nicht selten geschnitten oder zusammengestaucht werden sollen, im Gegensatz zur FDP, die trotz miserabler Werte in der Öffentlichkeit von den Medien gepusht wird!!! Bei Lanz war es unerträglich, wie man gemeinsam mit dem Stern die Wagenknecht vorführen wollte. Man könnte meinen, dahinter steckt System ! Gut, dass Maren Müller den Mut und die Idee hatte, dieses Verhalten der Talkfuzzis zur Diskussion zu stellen. Bravo Maren Müller!! Weiter so!
... etwas übertrieben? Wer schneidet den Gregor Gysi? Der Mann ist doch talkauf-talkab überall vertreten und kann sich produzieren. Er hat eben Unterhaltungswert und schafft es die ödesten Konzeptgirlanden linken Webens und Strebens über die Sender zu verteilen.

Dieses Talent hat die Fundamental-Suffragette eben nicht und es besteht der nicht unbegründete Verdacht, dass sie den Unmut über die Haushaltsabgabe instrumentalisiert um ihrer kleingeistigen Rachsucht Raum zu verschaffen. Für manche Leute ist das Ego eben schon dann ramponiert, wenn sie sich einmal nicht unbegrenzt aus-und verbreiten können.

Die arme Frau Müller ist in meinen Augen nichts weiter als eine "Angeriebene".

#9 - 31.01.2014, 19:44 von petrasha

petition

von dieser petition war ich auch nicht überzeugt. auch ohne frau müller schrieb ich dem zdf meine entrüstung. es ging nicht wirklich um frau wagenknecht, es war nur der gipfel von verfehlungen im benehmen des herrn lanz. sein stil der diskussion hat mich zu oft gestört, speziell bei seinem halbwissen in richtung politik. ein moderator soll moderieren und sonst gar nichts. seine persönliche meinung ist dem zuschauer unwichtig! er soll die rolle des gastgebers übernehmen. aber wie schon geschrieben, einfach nicht mehr einschalten. dennoch tut es mir leid, denn ich war über einen sehr langen zeitraum ein treuer lanz-zuschauer.

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