Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Gesundheit

Interview mit Ex-Fußballprofi: Timo Hildebrand über sein Leben als (Teilzeit-)Veganer

imago/ Objektif Er isst kein Fleisch, aber ab und an Fisch oder Tomate-Mozzarella: Seit drei Jahren lebt Timo Hildebrand überwiegend vegan. Er erzählt, was ihn antreibt und warum er nicht auf seinen Vitaminspiegel achtet.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/5    
#1 - 10.08.2018, 11:40 von norgejenta

Da geb ich dem Herrn Hildebrand ja recht

Wir essen alle zuviel Fleisch. Aber deswegen ist für mich eine vegane Ernährung immer noch nicht plausibel.. Warum von einem Extrem zum anderen? Einfach WENIGER Fleisch essen.. und mehr Gemüse.. Die meisten Deutschen bewegen sich zu wenig und viele sind übergewichtig.. Deswegen sag ich ja auch nicht, dass jetzt alle Marathonläufer werden müssen..Etwas weniger Bequemlichkeit, öfter mal das rad benutzen und das Auto stehen lassen und gut ist.. Und beim Einkauf halt mal bisl mehr die Augen aufmachen was drin landet. In der Mitte liegt die Ausgewogenheit.

#2 - 10.08.2018, 11:42 von dasdingausdemsumpf

Schade!

Ich hätte es jetzt gut gefunden, wenn er gesagt hätte: "Ja, Veganer müssen sehr auf potentielle Mängel, speziell auf Vitamin B12 achten". Das wäre ehrlich und würde der veganen Ernährung keinen zusätzlichen Imageschaden zufügen. Wer gezielt auf Umwelt, Klima, Tierwohl, Wasserverbrauch Rücksicht nehmen möchte, den schreckt doch ein bisschen Nahrungsergänzung nicht ab. Und wann Leute behaupten, das sei eine unnatürliche Ernährung, dann sollen die mal bitte erzählen, was sie den ganzen Tag so essen. Da ist bestimmt ein Großteil industriell gefertigtes Zeug, das auch nicht gesund oder natürlich ist. Soll jeder so essen wie er will. Vegetarisch ist tendenziell gesund, vegan ohne Nahrungsergänzung eher nicht, aber dafür sehr umwelt- und tierfreundlich.

#3 - 10.08.2018, 11:57 von ahemi

Genau!

So geht das. Danke Timo Hildebrand. Kein Dogma, keine Belehrung, aber mit gutem Beispiel voran. Ich ess auch hin und wieder was nicht Veganes, in erster Linie deshalb, weil es unterwegs auf die Schnelle kaum vernünftige Angebote gibt. Und bevor jetzt hier wieder das Geplärre losgeht: erst mal selber probieren, dann posten. Wer’s möchte: es gibt überall Veganbuddies, die euch unterstützen, Vegancoaches, 30-Tage-Challenge. Dann könnt ihr mitreden.

#4 - 10.08.2018, 12:08 von social_d

Zitat von norgejenta
Wir essen alle zuviel Fleisch. Aber deswegen ist für mich eine vegane Ernährung immer noch nicht plausibel.. Warum von einem Extrem zum anderen? Einfach WENIGER Fleisch essen.. und mehr Gemüse.. Die meisten Deutschen bewegen sich zu wenig und viele sind übergewichtig.. Deswegen sag ich ja auch nicht, dass jetzt alle Marathonläufer werden müssen..Etwas weniger Bequemlichkeit, öfter mal das rad benutzen und das Auto stehen lassen und gut ist.. Und beim Einkauf halt mal bisl mehr die Augen aufmachen was drin landet. In der Mitte liegt die Ausgewogenheit.
Sie haben recht mit dem was Sie schreiben, allerdings hat die vegane Ernährung einen großen Vorteil.
2016 gab es den Medizinnobelpreis für die Foschung zur Autophagie. Bei diesem Prozess verwerten die Körperzellen eigene abgesstorbene Bestandteile und können sich so regenerieren und neue Energie gewinnen und der Körper reinigt sich selbst. Des Weiteren ist Autophagie einer der Haupthemmprozesse von Herz-Kreislauf-Krankheiten, Alzheimer und Krebs. Gefördert wird die Autophagie durch intermittierendes Fasten, dass heisst dass man mindestens 12-14 Stunden zwischen den Mahlzeiten vergehen lässt und auch Kaffee fördert nachweislich diesen Prozess. Tierische Proteine dagegen hemmen nachweislich die Autophagie. Somit würde ein Kaffe des Prozess fördern, aber nur wenn man die Milch weglässt.

Ich kann nur jedem empfehlen die vegane Ernährung einmal für eine Woche zu testen. Das tut nicht weh und man kann sich von den positiven Nebenwirkungen überzeugen. Zu empfhlen ist hier das Buch "Vegan for fit - Gipfelstürmer", das die Woche mit tollen Rezepten begleitet.

#5 - 10.08.2018, 12:29 von rrippler

ich ernähre mich seit fast 40 Jahren ....

... 100%ig vegetarisch mit einem sehr kleinen Anteil an Milchprodukten (ca 80g Yoghurt/Tag, alle paar Tage ein kleines bischen Käse). Ich mach kein großes Gedöns wegen abwechslungsreicher Kost, Superfood usw., mein Speiseplan ist recht elementar.
Vor kurzem hat mein Arzt wegen Verdachts auf Vitamin B12-Mangel meinen B12-Spiegel gemessen. Zu seiner Überraschung war er normal.

#6 - 10.08.2018, 12:31 von d´point

Gut so

Gut, dass das Thema seitens des Herrn Hildebrand nicht dogmatisch aufgefasst wird. Möglichst und überwiegend pflanzlich, ja. sich und seinem Körper mal was gönnen, sei es nur, um Gelüste zu befriedigen, ist aus meiner Sicht für Körper und Seele ideal. Der Dalai Lama achtet sehr auf Ausgewogenheit (nicht nur in der Ernährung) und gönnt sich deshalb 200g weißen Fleisches wöchentlich. So war es doch früher mit dem Sonntagsbraten bei uns auch und die Zivilisationserkrankungen waren nicht so sehr verbreitet wie heutzutage.

#7 - 10.08.2018, 13:38 von wenndasmalgutgeht

Alle Menschen sind Teilzeitveganer...

...da es eben ganz natürlich viele leckere vegane Gerichte im Alltag gibt. Insofern ist das eine schwache Aussage: ich esse zwischendurch vegan bis ich wieder (weißes/rotes) Fleisch/Fisch/Milch/Käse usw. esse. Aber als Teilhaber an Veganz muss man sich dann halt auch einen entsprechenden (Teilzeit-)Veganer-Anstrich geben... Schwacher Artikel.

#8 - 10.08.2018, 13:40 von Fuxx81

Undogmatisch

Mir gefällt der undogmatische Ansatz.
Es gibt viele gute Gründe auf Fleisch zu verzichten, vom Weltklima, bis zu den Bedingungen in der Massentierhaltung. Die Welt geht aber nicht unter, wenn man ab und zu mal eine Ausnahme macht.

#9 - 10.08.2018, 14:16 von ulmer_optimist

Nur ein Teil des Problems

Eine geänderte Ernährung würde der Umwelt mit helfen. Das eigentliche Problem ist aber die ständig wachsende Bevölkerung des Planeten. 30 Millionen Menschen könnten in Deutschland sicher problemlos umweltgerecht leben. Aber wir brauchen ja unbedingt ständiges Wachstum ion allen Bereichen. Insgesamt hilft wohl nur eine weltweite Aktion. Dass die niemand will, zeigt sich bei allen Klimaproblemen.

    Seite 1/5