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Gesundheit

Reanimation: Deutsche verweigern Erste Hilfe

Getty Images Nur wenige Deutsche sind bereit, in Notsituationen mit einer Herzdruckmassage zu helfen. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Gesellschaft für Anästhesiologie. Schätzungsweise sterben jedes Jahr 10.000 Menschen, obwohl sie gerettet werden könnten.
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#1 - 12.09.2012, 19:52 von hanfiey

Leider halten viele nicht einmal an

Das einzig falsche ist nichts zu tun, niemand kann einen Fehler machen und wenn doch hat derjenige es wenigstens versucht.

#2 - 12.09.2012, 20:08 von Cotti

Zitat von sysop
Nur wenige Deutsche sind bereit, in Notsituationen mit einer Herzdruckmassage zu helfen. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Gesellschaft für Anästhesiologie. Schätzungsweise sterben jedes Jahr 10.000 Menschen, obwohl sie gerettet werden könnten...
Seit den Diskussionen um Hirntod, verweigerter Sterbehilfe und unsinniger Apparatemedizin, würde ich darauf hoffen, dass Laien keine Reanimationsbemühungen an mir beginnen würden. Insofern stimmt mich dieser Beitrag ein wenig hoffnungsfroh.

#3 - 12.09.2012, 21:30 von g.goerge@email.de

Es ist geht noch einfacher!

Wichtiger Artikel.

1. Hilfe organisieren = 112 wählen
2. wenigstens 100 Brustkorb/Thoraxkompressionen pro Minute in der Mitte des Brustbeins, 5cm tief bis Profis der Rettungsdienste eintreffen
3.Als schwacher Mensch oder als Kind kann man auch den Fuss nehmen
4. Eine Beatmung braucht es beim Herzstillstand in den ersten 10 Minuten NICHT, also keine Ausreden mehr!

Prof. Dr. Günter Görge - Saarbrücken

#4 - 12.09.2012, 21:47 von Medevac

irrsinniges Gerichtsurteil

im Ruhrgebiet ist vor einiger Zeit ein älterer Herr wegen vermeintlich falscher Behandlung eines Bewußtlosen verurteilt worden.
Der Pensionär hat genau das gemacht, was er vor langer Zeit im EH-Kurs gelernt hatte.
Das Opfer hat ohne *größere* Schädigungen überlebt.
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Solange deutsche Gerichte noch einen solchen Schwachsinn verzapfen, darf sich niemand wundern, wenn unter fadenscheinigen Ausreden garnicht mehr geholfen wird.
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Von daher sehe ich es genau wie der erste Kommentator hier, aber die Justiz arbeitet leider wieder einmal gegen das gesunde Empfinden der normalen Bürger entgegen an.

#5 - 12.09.2012, 21:47 von lensenpensen

Um von dieser Problematik verschont zu bleiben,...

Zitat von Cotti
Seit den Diskussionen um Hirntod, verweigerter Sterbehilfe und unsinniger Apparatemedizin, würde ich darauf hoffen, dass Laien keine Reanimationsbemühungen an mir beginnen würden. Insofern stimmt mich dieser Beitrag ein wenig hoffnungsfroh.
könnte man auch einfach eine Patientenverfügung aufsetzen.
Hoffnungsfroh zu sein wenn nicht geholfen wird, obwohl es in einer hohen Prozentzahl zu einem normalen Weiterleben befähigt, halte ich für zynisch.
In vielen Fällen wird durch die Herzdruckmassage verhindert, dass das Hirn abstirbt und die meisten anderen Komplikationen lassen sich austherapieren. Nur wenn das Hirn geschädigt ist/wurde gibt es kein "reparieren" mehr.

#6 - 12.09.2012, 22:00 von jonny029

Früh übt sich

Hier sollten die Kinder schon in der Schule sensibilisiert und trainiert werden. Denn früht übt sich wer später mal ein Meister werden will.

#7 - 12.09.2012, 22:01 von numey

Und wenns dein Kind wäre?

Es ist schockierend, dass manche Leute lieber jemanden verrecken lassen, als seinen Mund mit ihren Lippen zu berühren.

#8 - 12.09.2012, 22:04 von kölschejung72

Leider vergisst man so schnell

Ich habe erst vor ca. 6 Monaten einen Ersthelferlehrgang mitgemacht. Aber im Detail ist leider nicht so viel hängen geblieben.

Im Prinzip müsste ich den Kurs jetzt nochmal machen, damit ich im Falle des Falles nicht auch lieber die Finger davon würde.

#9 - 12.09.2012, 22:12 von earl grey

Korrekt

Zitat von hanfiey
Leider halten viele nicht einmal an... Das einzig falsche ist nichts zu tun, niemand kann einen Fehler machen und wenn doch hat derjenige es wenigstens versucht.
Korrekt.

Außerdem bilden sich oft Trauben von Schaulustigen um ein Unfallopfer, da kamen wir Sanitäter oft nur mit Mühe zu dem Verletzten durch. Die Krönung ist dann, wenn unter den Schaulustigen ein Arzt ist, der uns Sanis dann lautstark Befehle geben will (damit auch alle mitbekommen, wie wichtig er ist...), was wir zu tun hätten - vor unserem Eintreffen hat er aber, genau wie alle anderen, keinen Finger gerührt.

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