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Gesundheit

Schönheits-OP: Neue Ohren für Peter

Jens Lubbadeh Als Peter zehn Jahre war, nähte ihm ein Arzt das abstehende rechte Ohr an den Kopf. Für das OP-Ergebnis schämte er sich 23 Jahre lang. Eine Behandlung ist zu teuer. Dann machen ihm zwei Chirurgen ein Angebot.
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#1 - Heute, 11:43 von aug30

Toll - es gibt auch solche Ärzte !

Gut, daß man auch einmal so etwas Positives liest.
Natürlich ist das nicht die Regel, aber ich denke daß doch viele Ärzte ihren Beruf auch aus Leidenschaft machen. Vielleicht ermutigt so ein Bericht Nachahmer !

#2 - Heute, 12:11 von marcus_tullius

Tragisches Versäumnis

Die Story in der Story: Wäre der Patient vor 23 Jahren nach der ersten OP noch mal zur Nachuntersuchung zu dem HNO-Arzt gegangen, hätte dieser den Haltefaden entfernt, das Ohr wäre in die korrekte Position gepoppt - und das Leben des Mannes hätte - möglicherweise - einen völlig anderen Verlauf genommen.

#3 - Heute, 12:28 von permissiveactionlink

Good News, Reloaded.

Was ist denn bei SPON los ? Toll ! Innerhalb kürzester Zeit der zweite Artikel über Menschen, die ganz selbstlos anderen helfen und ihnen ein großes Stück Lebensqualität geben oder zurückgeben. Das ist gar nicht so selbstverständlich heutzutage. Es sind gerade Kiefer-Gesichtchirurgen, die oft beinahe Wunder vollbringen, und die Auswirkungen aggressiver Tumoren oder schrecklicher Unfälle soweit beheben, dass sich der Betroffene wieder unter Menschen wagt. Es gibt kaum etwas Ergreifenderes als einen Menschen, dem man operativ das Antlitz rekonstruieren konnte, und der sich danach zum ersten Mal im Spiegel sieht.. Eine Szene in der amerikanischen Serie "The Knick" (Stehen Soderbergh) veranschaulicht das : Doktor Thackery rekonstruiert die Nase einer Patientin, die durch eine Syphilisinfektion zerstört ist. Sehenswert ! Mein Dank den beiden Medizinern und auch SPON : Mit dieser Berichterstattung über die stillen Helden unserer Gesellschaft liegt Ihr genau richtig. Weiter so !

#4 - Heute, 13:21 von Bernd²

Meine Fage an Sie:

Zitat von marcus_tullius
Die Story in der Story: Wäre der Patient vor 23 Jahren nach der ersten OP noch mal zur Nachuntersuchung zu dem HNO-Arzt gegangen, hätte dieser den Haltefaden entfernt, das Ohr wäre in die korrekte Position gepoppt - und das Leben des Mannes hätte - möglicherweise - einen völlig anderen Verlauf genommen.
Hat Ihre Glaskugel eine USB Schnittstelle oder bietet sie Bluetooth anbindung?

#5 - Heute, 14:27 von steffen.ganzmann

Stimmt!

Zitat von Bernd²
Hat Ihre Glaskugel eine USB Schnittstelle oder bietet sie Bluetooth anbindung?
Der Fadenrest ist nämlich Vicryl gefärbt, also ein (in der grauen Theorie) selbstauflösender Faden. Den benutzt ein Chirurg genau deshalb nie als Haltefaden. Was mich allerdings wundert, wenn man plastisch operiert, nimmt man eigentlich ohnehin Vicryl ungefärbt und nicht Vicryl gefärbt.

Vicrylreste findet man in voroperierten Gebieten übrigens erstaunlich häufig - ich erinnere mich noch sehr gut an mein erstes Mal ...

#6 - Heute, 14:53 von logomat

Fahrlässige und vorsätzliche Falschbehandlungen sind an der Tagesordnung, besonders um die Kassen zu plündern.
Ich frage mich, nachdem man nun missbrauchende Priester, betrügende Banker und tricksende Autohersteller vorgeführt hat, wann wird das Lug und Trug der Ärzte ans Tageslicht gezerrt.
Am besten mit Zahnärzten anfangen, bei denen sind die schwarzen Schafe längst in der Mehrheit.

#7 - Heute, 15:40 von anna cotty

Warum werden diese unnoetigen Operationen ueberhaupt gemacht??

Ich vermisse bei diesem Artikel, dass es ueberhaupt in Frage gestellt wird, warum an Kindern herum geschnippelt wird.
'Ohren anlegen' hoert sich ja ziemlich harmlos an, aber da wird ein Keil zwischen Ohr und Kopf herausgeschnitten und das ist bestimmt schmerzhaft.
Die Kinder, denen man so etwas antut, sind ja sehr jung und ich nehme an, dass es den Eltern mehr ausmacht, ein Kind mit 'Segelohren' zu haben, als den Kindern selber.
Mein aeltester Sohn wurde mit abstehenden Ohren geboren und meine Mutter plagten mich lange Zeit, dass ich ihn operieren lassen sollte, weil er sonst Probleme mit anderen Kindern haben wuerde.
Ich habe mich geweigert und meinen Sohn lieber selbstbewusst aufgezogen.
Er wurde in seinem ganzen Leben nie wegen der Ohren gehaenselt ( nur weil er Halbdeutscher war und damit ist ganz leicht fertig geworden , naemlich mit Humor) und als ich es seiner Ehefrau mal erzaehlte, war sie ganz entsetzt und meinte, dass er ohne seine Ohren nicht der selbe waere: -) )
Mein Mann, mit dem ich seit ueber 40 Jahren verheiratet bin, hat auch Segelohren und er meint, dass er deswegen so ein fantastisches Gehoer hat). Die Ohren haetten mich jedenfalls nie abgehalten.
Wenn die Krankenkassen Ohroperationen fuer kleine Kinder bezahlt, was gibt es noch? Neue Nasen und groessere Brueste fuer Teenager?? Wo ist der Unterschied?

#8 - Heute, 18:05 von Robeuten_II

Zitat von steffen.ganzmann
Der Fadenrest ist nämlich Vicryl gefärbt, also ein (in der grauen Theorie) selbstauflösender Faden. Den benutzt ein Chirurg genau deshalb nie als Haltefaden. Was mich allerdings wundert, wenn man plastisch operiert, nimmt man eigentlich ohnehin Vicryl ungefärbt und nicht Vicryl gefärbt. Vicrylreste findet man in voroperierten Gebieten übrigens erstaunlich häufig - ich erinnere mich noch sehr gut an mein erstes Mal ...
Ob es wirklich Vicryl ist, vermag ich anhand des Photos nicht zu entscheiden; sicher aber ist es kein nichtresobierbares Monofilament, welches wir wohl als temporären Haltefaden verwandt hätten. Allerdings habe ich schon die wunderlichsten Dinge gesehen, insofern würde ich nicht ausschließen, daß es sich doch um einen temporären Haltefaden gehandelt hat - vielleicht dachte der HNOler auch, der löst sich so schnell auf, daß man ihn nicht entfernen muß :-)

#9 - Heute, 18:43 von steffen.ganzmann

Zitat von logomat
Fahrlässige und vorsätzliche Falschbehandlungen sind an der Tagesordnung, besonders um die Kassen zu plündern. Ich frage mich, nachdem man nun missbrauchende Priester, betrügende Banker und tricksende Autohersteller vorgeführt hat, wann wird das Lug und Trug der Ärzte ans Tageslicht gezerrt. Am besten mit Zahnärzten anfangen, bei denen sind die schwarzen Schafe längst in der Mehrheit.
Sagt ein Mensch, der sich nicht einmal die Zähne putzt: http://www.spiegel.de/forum/karriere...stbit_52817640

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