Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Karriere

Deutsche Auswanderin in Chile: "Leider gibt es hier zu viele Machos"

Privat Julia Krez, 33, arbeitet als Chemikerin unter lauter Männern in der Wüste Chiles, zwölf Stunden am Tag. Als promovierte Wissenschaftlerin hat sie es besonders schwer. Weg will sie trotzdem nicht.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/5    
#1 - 11.02.2019, 12:11 von fatherted98

naja...

...wenn sie sich mit den Männern arrangieren kann....Vergewaltigung und sex. Belästigung gilt (vor allem wenn es Gringas betrifft) in Chile als Kavaliersdelikt....und wird meist nicht verfolgt. Ich wäre hier als Frau besonders vorsichtig....es gibt eben Kulturen und Weltgegenden die nicht unbedingt sicher sind.

#2 - 11.02.2019, 12:28 von hansvonderwelt

Die Art der Berichte finde ich gut !

Eine gute Ergänzungen meiner Eindrücke und Erfahrungen.

#3 - 11.02.2019, 13:14 von Cascara LF

Von welchem Chile...

Zitat von fatherted98
...wenn sie sich mit den Männern arrangieren kann....Vergewaltigung und sex. Belästigung gilt (vor allem wenn es Gringas betrifft) in Chile als Kavaliersdelikt....und wird meist nicht verfolgt. Ich wäre hier als Frau besonders vorsichtig....es gibt eben Kulturen und Weltgegenden die nicht unbedingt sicher sind.
...phantasieren Sie hier? Das Chile in das ich seid fast 11 Jahren Jahren zweimal pro Jahr aus dienstlichen Gründen reise, habe ich so nicht erlebt. Zugegeben, Machos sind weit verbreitet aber Belästigung als Kavaliersdelikt ist schon seit Jahrzehnten kein Alltagsverhalten mehr. In einigen Teilen der Bevölkerung herrscht dieses Bild vielleicht noch, gerade und insbersondere wenn es sich um Frauen mit hellem Haar handelt, aber das finden wir in Deutschland in manchen Gesellschaftsschichten ebenfalls. Zum Thema Sicherheit. Chile ist das mit Abstand sicherste Land in Südamerika - vergleichbar mit Ländern in Mitteleuropa. Lassen Sie mal die Kirche im Dorf und Ihre Vorurteile uns Verallgemeinerungen da wo sie hingehören.

#4 - 11.02.2019, 13:38 von roenga

Da wedelt der Schwanz mit dem Hund

Soso, in einer Arbeitsumgebung, in der Frauen die absolute Ausnahme sind, sollen die 99% sich also gefälligst mehr an den 1% orientieren. Das nenne ich westlich feministisches Anspruchsdenken! Realistischer wäre es, wenn die Minderheit sich innerhalb bestehender Gesetze und Regeln der Mehrheit anpasst. Genauso gut könnte die Dame und die wenigen neuen amerikanischen Kolleginnen verlangen, dass alle anderen gefälligst deutsch oder englisch lernen.

#5 - 11.02.2019, 13:53 von welt_frieden

Spannend!

Ich mag die Beiträge über Auswanderer.

Lustig ist der Satz "schon nach einer Stunde hatte ich rote Arme". Wenn man sich die Dame auf dem Foto anschaut, liegt ihre Eigenschutzzeit vermutlich bei 5 Minuten ;-)

Der Wohnungspreis schockiert mich, wie machen es die Arbeiter dort, die sicherlich den Bruchteil von Frau Dr. verdienen?

#6 - 11.02.2019, 13:59 von zeichenkette

Zitat von roenga
Soso, in einer Arbeitsumgebung, in der Frauen die absolute Ausnahme sind, sollen die 99% sich also gefälligst mehr an den 1% orientieren. Das nenne ich westlich feministisches Anspruchsdenken! Realistischer wäre es, wenn die Minderheit sich innerhalb bestehender Gesetze und Regeln der Mehrheit anpasst. Genauso gut könnte die Dame und die wenigen neuen amerikanischen Kolleginnen verlangen, dass alle anderen gefälligst deutsch oder englisch lernen.
Wieso, die Minderheit will doch gar nicht besonders behandelt werden, sie will nur genau so behandelt werden wie die Mehrheit. Zu fordern, dass man Minderheiten benachteiligen darf, DAS ist Anspruchsdenken. Oder etwa nicht?

#7 - 11.02.2019, 13:59 von Pickle__Rick

Zitat von roenga
Soso, in einer Arbeitsumgebung, in der Frauen die absolute Ausnahme sind, sollen die 99% sich also gefälligst mehr an den 1% orientieren. Das nenne ich westlich feministisches Anspruchsdenken! Realistischer wäre es, wenn die Minderheit sich innerhalb bestehender Gesetze und Regeln der Mehrheit anpasst. Genauso gut könnte die Dame und die wenigen neuen amerikanischen Kolleginnen verlangen, dass alle anderen gefälligst deutsch oder englisch lernen.
Oh ja Anstand und Respekt gegenüber einer Kollegin zu erwarten ist in der Tat furchtbares feministisches Anspruchdenken. Was bildet die sich eigentlich ein? Die verlangt sogar allen Ernstes, dass sich Untergebene an ihre Anweisungen handeln.

#8 - 11.02.2019, 14:01 von Zita

@4

"Westlich feministisches Anspruchsdenken!" Welchen Artikel haben Sie denn gelesen? Den, in dem sich eine Frau wünscht, auf der Arbeit ernstgenommen und respektiert zu werden? In dem sie sich wie ein Mann benimmt, sich also ganz wie Sie es wünschen, den herrschenden Sitten anpasst, womit die Männer aber nicht klarkommen? Wo genau verlangt sie denn, dass die Männer sich an ihr orientieren sollen? Im Gegenteil, sie schreibt ja sogar, dass sie sich an deren Vorstellungen anpasst (Smalltalk, sich auf Zuspätkommer einstellen). Vielleicht den Text noch mal lesen??


Ganz allgemein: Interessanter Artikel, weil er sich nicht im "hach, ich lebe am Meer"-Gesülze verliert, wie leider so viele Auswandererberichte, sondern wichtige Themen wie z.B. die Krankenversorgung anspricht. Dadurch wird das Bild sehr viel runder.

#9 - 11.02.2019, 14:01 von vonchicagoaus

Machogehabe in Chile

Meine Kollegen dachten dann, mein Mann hätte mir das verboten, weil er eifersüchtig ist. Sie kamen gar nicht auf die Idee, dass ich das so will."

Kann ich als Halbchilene nur bestätigen... ich könnte in Chile niemals leben! Ist wirklich gesellschaftlich sehr rückständig.
Und die Ironie ist, die Chilenen denken, sie seien die Besten.

    Seite 1/5