Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Karriere

Gerüchte im Büro: Klatsch hat auch was Positives

Getty Images/Image Source Ob Chefin, Lieferant oder Sekretärin - vor Klatsch im Büro ist kaum jemand sicher. Sich da komplett rauszuhalten ist keine gute Lösung. Denn das Tratschen ist wichtig fürs Team.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/2    
#1 - 20.03.2017, 08:45 von stevens.

Büro, warum immer Büro?

Wenn man mache Artikel hier über das Berufsleben in Deutschland liesst. Könnte man denken alle Menschen arbeiten im Büro! Was ist mit Polizei, Krankenhaus Personal und Pflege allgemein, Feuerwehr, Müllabfuhr, Handwerker, usw....
Finde ich seltsam.....

#2 - 20.03.2017, 09:37 von gammoncrack

Sie meinen also allen Ernstes,

dass die von Ihnen angesprochenen Berufsgruppen kein Büro haben?
Ich empfehle: Heute 18.50 Uhr "Großstadtrevier" im Ersten.

#3 - 20.03.2017, 10:09 von t_mcmillan

Es lebe Photoshop

Ich sehne mich danach, mal wieder unbearbeitete Fotos zu sehen.

#4 - 20.03.2017, 13:38 von almeo

Bei meinem letzten Arbeitgeber, einer kleinen Firma in einer alten Villa mit vorrangig Zwei-Mann-Büros war die Stimmung sehr angenehm. Man hat sich im Aufenthaltsraum erzählt was man sich erzählen wollte und hat ansonsten eben seine Arbeit gemacht. Mittags ist man gemeinsam was essen gegangen und abends auch mal was trinken, aber alles ungezwungen und unaufdringlich. Mein aktueller Arbeitgeber mit fast zehnmal so vielen Arbeitnehmern, Büros mit 6-8 Personen und einem Frauenanteil von sicher 80+% ist beim Thema Klatsch und Tratsch leider ein Rückschritt was das angeht.

Persönlich kann ich nicht bestätigen, dass Klatsch am Kaffeeautomat zusammenschweißen würde. Tatsächlich wird - meiner Erfahrung nach - hier über jeden getratscht der gerade nicht im Büro ist, die Grenze zwischen Gerücht, Indiskretion und "Maul zerreißen" ist leider fließend. Ich habe das selbst auch schon mehr als einmal erlebt, das tiefpersönliche Dinge durchs ganze Haus gequatscht werden, bar jeden guten Menschenverstandes. Und ob das förderlich für das Arbeitsklima ist, wage ich doch sehr zu bezweifeln. Meine Erfahrung ist, dass in der Kaffeeküche jeder jeden in die Pfanne haut, sobald der ihm den Rücken zukehrt. Kommt das auf Umwegen dann heraus, ist die Stimmung gereizt, aber ganz sicher nicht zusammengeschweißt. Möchte man keine Auskunft über die neue Freundin, die Gründe der letzten Krankschreibung, das Seminar mit den Führungskräften oder mit Details über den Kurzurlaub rausrücken, wird man direkt schief angeschaut. Und ja, es tut mir Leid, meine Erfahrung ist zumindest, dass dies in Unternehmen mit sehr hohem Frauenanteil ein größeres "Problem" ist.

Nicht falsch verstehen, es muss nicht jeder grummelig und eigenbrötlerisch in seinem Büro versauern, es gibt viel worüber man sich unterhalten kann. Hobbys, Freizeittipps, durchaus auch persönliches. Aber das dann nicht mit jedem. Spätestens wenn einen Kollegin aus einem anderen Stockwerk, mit der man sonst keine fünf Worte wechselt peinliche Details zur Krankheitsgeschichte des Bürokollegen wissen will, dann hört bei mir das Verständnis echt auf. Ähnlich bei Leuten, die gefühlt stundenlang von Büro zu Büro durchs Haus laufen statt zu arbeiten, nur um zu quatschen.Da frage ich mich dann schon, wie schmerzbefreit manche Leute sind.

#5 - 20.03.2017, 13:54 von MADmanOne

Arbeit

Zitat von stevens.
Wenn man mache Artikel hier über das Berufsleben in Deutschland liesst. Könnte man denken alle Menschen arbeiten im Büro! Was ist mit Polizei, Krankenhaus Personal und Pflege allgemein, Feuerwehr, Müllabfuhr, Handwerker, usw....
Na, weil der Rest wirklich was arbeitet und keine Zeit für derartige Spinnereinen hat, ist doch klar ;)

#6 - 20.03.2017, 15:25 von Elsra

Chefin

Da liest man einmal in einem Artikel 'Chefin' und dann geht es um Klatsch (plus Sekretärin und Bild). Also bei mir im Büro sind die Männer die Vorreiter was das Lästern betrifft...

#7 - 20.03.2017, 16:07 von twistie-at

wird hier nicht Klatschen und Tratschen verwechselt?

davon abgesehen:
Gerüchte werden von Neidern erfunden, von Dummen verbreitet und von Idioten geglaubt.

Mir war es früpher stets verhasst, dass Menschen, mit denen ich beruflich zu tun hatte, auch etwas von mir privat wissen wollten, da gab es für mich eine strikte Grenze, die aber sofort zu den wildesten Gerüchten Anlass gab, was oft sehr schmerzhaft war, auch für meinen Partner.
Sich jetzt selbst an Gerüchten oder Tratsch zu beteiligen um nicht selbst Opfer zu werden, empfinde ich daher als recht unangenehme "Hilfestellung" - klingt wie"mob halt mit, dann wirst du nicht gemobbt"

#8 - 20.03.2017, 16:29 von antandre

Wo schweißt denn das Reden über Dritte zusammen? Der Dritte wird ja ausgegrenzt, und vielleicht ist das der beste Arbeiter dort, weil der nicht dauernd die Lebenssituationen und die Persönlichkeiten von anderen bewertet nach seinem kruden Maßstab, so dass er darüber mit anderen herziehen muss? Außerdem wird mitunter über den, der sich da an den anderen geschweißt hat, auch getratscht. Und wenn die Bestzusammengeschweißten sich zerstreiten, gibt es zwei Lager, die dann mit Grabenkämpfen befasst sind, statt sich auf die Arbeit zu konzentrieren. Sich darüber zu informieren, wie der neue Chef heißt und dass er bei grünen Blusen einen Koller kriegt, ist für mich Information. Ob der Mitarbeiter in wilder Ehe lebt oder sonstige "böse" Dinge in seinem Leben hat, ist mir egal und wenn ich so lebe, geht es keinen was an. Und ja, dann ist man Außenseiter by nature, weil man sich auch nicht so verstellen kann, dass man "zur Gruppe" passt. Das riechen die sowieso und grenzen aus, wenn sie primitive, unempathische Gemüter haben.

#9 - 20.03.2017, 17:13 von thecali

Meine Erfahrung hat mich zu einen ganz anderen Schluss kommen lassen.
Erstens: Rede nicht schlecht über diejenigen, die nicht anwesend sind um sich zu verteidigen.
Zweitens: Keine Gespräche über persönliches mit den Kollegen.
Drittens: Alles was man sagt, kann und wird gegen einen selbst verwendet werden.

    Seite 1/2