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Autonom leben: "Egal, was ihr seid - seid dabei selbstbestimmt"

DPA Wie willst du arbeiten, lieben und leben? In liberalen Gesellschaften halten wir Autonomie für eine Selbstverständlichkeit - warum aber fühlen sich viele trotzdem nicht als Gestalter des eigenen Lebens?
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#1 - 17.07.2017, 18:30 von wohlmein

Welcher Leichtfuß formlierte denn diese Anfangsfrage ?

Zitat: "In liberalen Gesellschaften halten wir Autonomie für eine Selbstverständlichkeit - warum aber fühlen sich viele trotzdem nicht als Gestalter des eigenen Lebens?"

Gegenfrage: fühlt sich der Autor tatsächlich als Gestalter des eigenen Lebens? Auch wenn ab und ein Artikel verschmäht wird?

#2 - 17.07.2017, 18:34 von NahGha09

Nein, Danke!

Zitat von
Autonomie sollte, gegen Kant, breiter, als persönliche Autonomie begriffen werden, die nie ideal ist, sondern auch immer wieder Einschränkungen unterliegt. Einschränkungen von Innen etwa: Selbsttäuschung oder die Unfähigkeit, sich angesichts von unterschiedlichen Möglichkeiten für etwas zu entscheiden. Und auch Einschränkungen von Außen: zum Beispiel ungerechten Chancen und Diskriminierung in einer Gesellschaft, die einen an Selbstbestimmung hindern.
Für mich klingt das wie "Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit." Damit kann man natürlich auch einem geschundenen Sklaven weis machen, er sei frei und autonom. Nichts für mich. Da halte ich es doch lieber mit dem alten Immanuel: Kant beharrt auf dem Universalismus der Rechte. Menschenrechte und Menschenwürde sollten irgendwann überall gelten, auf der ganzen Welt.

#3 - 17.07.2017, 18:43 von ollowain13

Es ist ... öhm... also, was ich sagen wollte.......

... aber eben doch nicht so ganz, also äh.... und deshalb meine ich, dass in der Transzendenz des Diffusen auch... auch...

Ach, verdammtes Interview aber auch. Ich weiß doch selber nicht, was ich sagen will, und deshalb walze ich das auf 2 Seiten aus, widerspreche mir ständig selbst und begehe hinterher noch den ultimativen Akt, philosophischer Feigheit, nämlich absolut keine Meinung zu vertreten und mich der Bitte, wenigstens irgendeine Konsequez für das Leben aufzuzeigen, zu entziehen.

Lieber Spiegel, bitte interviewen Sie das nächste Mal nur Menschen, die wenigstens auch was zu sagen haben, und einen nicht nur mit schwülstigem, undurchdachten Geschwurbel nerven.

#4 - 17.07.2017, 19:10 von mborevi

Der Mensch ...

... ist kein Einzelwesen. Schon die Griechen nannten ihn "zoon politikon". Wer sich nicht in eine Gesellschaft integrieren kann, sei es weil ihn die Gesellschaft ablehnt oder weil sie/er asozial veranlagt ist: In jedem Fall wird dieser Mensch sich unglücklich und ausgeschlossen fühlen. Aber: Die Sache hat zwei Seiten: Als "zoon politikon" muss man sich den Gesetzen, die sich die Gesellschaft gegeben hat, verpflichtet fühlen. Sonst geht nix. Daran ändert sich auch durch das Ignorieren dieser schlichten Tatsache nichts.

#5 - 17.07.2017, 19:35 von niska

Ein interessanter Ansatz, dem ich aber so in aller Konsequenz nicht unbedingt folgen will. Immerhin haben Sie mich neugierig gemacht, Frau Rössler, und bekommen so ein Buch los.
Bin gespannt, ob im Buch auch was darüber steht, dass viele Menschen gar nicht selbstbestimmt sein wollen, weil sie damit Verantwortung für sich und ihr Handeln übernehmen müssten und keinen Sündenbock ("böser Staat, böse Bank, böse ...") mehr haben. Das wäre auch ein innerer Zwang.

#6 - 17.07.2017, 20:05 von nobody_incognito

Zitat von wohlmein
Zitat: "In liberalen Gesellschaften halten wir Autonomie für eine Selbstverständlichkeit - warum aber fühlen sich viele trotzdem nicht als Gestalter des eigenen Lebens?" Gegenfrage: fühlt sich der Autor tatsächlich als Gestalter des eigenen Lebens? Auch wenn ab und ein Artikel verschmäht wird?
"Gestalter des eigenen Lebens" geht ja in Richtung "Schmied des eigenen Schicksals", also irgendwo Gottgleichheit. Man kann aber bestenfalls das eigene Seelenheil schmieden, Autonomie ist eine Freiheit des Geistes, bzw. Gewissensfreiheit. Letztlich hängt unser Schicksal von der Vernunft ab und ob man das war, weiss man erst hinterher. ;-)

#7 - 17.07.2017, 20:14 von chukwumeze

Autonom,

In der kapitalistischen Warenproduktion???? Wie geht denn das?

#8 - 17.07.2017, 20:14 von Hamberliner

rosa Brille

Was Menschen in liberalen Demokratien daran hindert, selbstbestimmt zu leben?

Wenn damit Deutschland und ähnliche Länder gemeint sein sollen: Das Gesetz. Der Staat. Liberal ist hier gar nichts.

#9 - 17.07.2017, 20:30 von nobody_incognito

Zitat von Hamberliner
Was Menschen in liberalen Demokratien daran hindert, selbstbestimmt zu leben? Wenn damit Deutschland und ähnliche Länder gemeint sein sollen: Das Gesetz. Der Staat. Liberal ist hier gar nichts.
Na ja, der Staat konstruiert Sachzwänge. Dort wo sie nicht konstruiert werden, sieht's entsprechend weniger wohlständig aus. Man ist aber frei zu "gehen", das gelobte Land wird man auf diesem Planeten allerdings bestimmt nicht finden. Da müsste man erst mal selbst zum gelobten Menschen werden. ;-)

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