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Krimi-Vote: Wie fanden Sie den Transgender-"Polizeiruf"?

MDR/ Stefan Erhard Das Finale geriet aus dem Ruder. Aber als Transgender-Melodram kam der "Polizeiruf" aus Magdeburg überraschend glaubhaft daher. Oder sind Sie anderer Meinung?
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#60 - 11.02.2019, 16:59 von Dramaturgen-Frau

TV-Programm für die deutsche Mehrheitsgesellschaft?

Fernsehen ist per definitionem Massengeschmack, heißt, für die Mehrheit gemacht. Daher auch das ewige Schielen auf die Quote. ARD und ZDF haben das Fernsehen in Deutschland qua Staatsvertrag (sic!) um eine wichtige Komponente erweitert: pädagogische Lenkung. Das allerdings sollte nur ein Beweggrund unter mehreren sein, ist aber seit einigen Jahren zum Hauptprogrammpunkt verkommen. Und so sehen wir, die quotenträchtige Mehrheitsgesellschaft, eben sogar in jedem fiktionalen Format das, was auf der Agenda der ARD-Themenguidelines steht: Gender"probleme", Flüchtlinge, "Rechts" etc. p.p. - ca. ein gutes halbes Dutzend Themen, die für die Macher (bestens verdienende Redakteurinnen, Regisseure, Drehbuchautoren und Co., die zur monetären und formal hochgebildeten Oberschicht dieser Gesellschaft gehören) das eigene Leben bestimmen. Statt also über die Vorzüge oder Nachteile eines Krimis beim "Polizeiruf 110" zu diskutieren, reden wir hier so, als hätte der unselige Frank Plasberg zur Schwafelrunde geladen. Die Maßverhältnisse sind aufgehoben: der Mehrheitsgesellschaft werden abstruse Minderheitenprobleme als relevant suggeriert. Nein, es gibt kein gesellschaftsgefährdendes Problem, das da "Transgender" hieße. Das ist ein zu vernachlässigendes Minderheitenproblem. Das ist die Wahrheit. Doch die Lautsprecher einer jeden Minderheit in diesem Land sind gegenwärtig so ohrenbetäubend laut, dass die Macher nicht mehr hinhören können auf jene, die wahlentscheidend sind. Die nächsten Wahlen kommen schon bald. Und danach wird wieder geweint: von eben jenen, die ich hier genannt habe, die nicht mehr hören können, weil sie, wie Christian Buß, die persönlichen Lebensbefindlichkeiten für das Maß aller Dinge halten - wo sie doch, realistisch betrachtet, nur Randprobleme sind, an denen die Republik zum einen nicht untergehen wird, und die zum anderen sogar irrelevant sind.

#61 - 11.02.2019, 18:38 von claudiapittelkow

Warum ging es eigentlich?

Ich habe den Inhalt nicht verstanden..., warum hat der Polizist die Damen getötet? Was habe ich verpasst?

#62 - 11.02.2019, 18:40 von kuestengucker

@Dramaturgen Frau

Ich hoffe inständig, daß sie einmal zu einer "irrelevanten" und "vernachlässigbaren" Minderheit gehören.
Eine Minderheit, die nur deshalb so "irrelevant" ist, weil viele Betroffene sich nicht trauen aus ihrer Isolation zuhause auszubrechen - wegen solcher "relevanten" Mehrheiten wie ihnen.

Zum polizeiruf:
Der plot war arg konstruiert, das Ende schrecklich schlecht.
Aber mir hat es gefallen das Transgender nicht wie sonst üblich als Psycho und gestörte Persönlichkeit dargestellt wurde. Nicht überkandidelt und übertrieben klischeehaft dargestellt wurde.

Im übrigen an alle die meinen genug Ahnung zu haben um hier ernsthaft mitreden zu können: es heißt nicht Geschlechtsumwandlung. Es heißt Geschlechtsangleichung.
Wodurch der tiefere Sinn auch deutlich wird.

Zuletzt: ich schäme mich für jeden Menschen der meint andere Menschen und ihre Probleme aus welchen Gründen als unerheblich oder irrelevant ausgrenzen zu müssen. Pfui bah.

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