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Serien-Debakel "Die Lobbyistin": Die dumme Seite der Macht

ZDF/ Christoph Assmann Dialoge an der Schmerzgrenze, Intrigen ohne Sinn und Verstand: "Die Lobbyistin" bei ZDFneo soll eine Politserie über Berliner Strippenzieher sein - und scheitert erbärmlich.
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#1 - 14.11.2017, 17:55 von .patou

Das ZDF möchte mit der Serie also "Debatten anstoßen, polarisieren und Fragen in den Raum stellen".
Und genau da fangen die Probleme wahrscheinlich an. Mir würde es völlig ausreichen, einfach nur gut unterhalten zu werden, und das möglichst auf einem handwerklichen Niveau, das den internationalen Vergleich nicht scheuen muss.

#2 - 14.11.2017, 19:07 von rainerheinrich

Frage,

ist der Verriss nun eine sachliche Kritik oder eine Werbestrategie?

#3 - 14.11.2017, 19:50 von christian simons

Selbst nach massiven Kritikerhymnen würde eine ÖR-Serie dieses Kalibers bei der Zielgruppe ungefähr den gleichen Vertrauensvorschuß genießen wie ein Kulturmagazin bei RTL II.

Hurra, nach dem Totalflop mit der idealistischen, jungen Frauenrechtlerin ("Zarah - Wilde Jahre") kommt nun die idealistische, junge Lobbyistin.
Hauptsache die idealistischen, jungen (?) ZDF-Redakteure lassen sich in ihrem Sendungsbewusstsein nicht beirren, so dass sie auch weiterhin unverdrossen debattieren, polarisieren und anästhesieren.

#4 - 14.11.2017, 21:48 von grommeck

Mit diesem schmutzigen Thema umzugehen

ist nicht einfach.

#5 - 15.11.2017, 01:31 von spon-facebook-10000220808

@patou

"Debatten anstoßen, polarisieren und Fragen in den Raum stellen"
Haben sie noch geschafft. Die Serie ist polarisierend, stellt die Frage in den Raum warum so ein Müll von Steuergeldern produziert wird und dazu sollten wir auch dringend eine Debatte führen!

#6 - 15.11.2017, 09:40 von kradist

Unterhaltung

Die Öffentlich-Rechtlichen sollten sich auf ihre Kernaufgabe beschränken und den zahlenden Bürger hochwerig informieren und nicht minderwertig belustigen.

Man zahlt fast soviel wie eine PKW-Versicherung kostet und nutzt 5% des Angebots. Tagesschau, DLF und ggf. ein lokales Info-Radio

Ich schaue alle 2-3 Tage mal die Tagesschau, das Info-Radia hat täglich stoff für ca 90 Minuten, dann wiederholt sich alles. DLF hat einige Sendungen, die ich gern höre, wenn ich im PKW unterwegs bin. Das wars.

Wenn ich mir nun aschaue was man zu Martpreisen bekommet (Netflix, Amazon), dann sind die Summen, allein über 5 Milliarden für die ARD und deren Sub-sub-sub- Programme und Mitarbeiter ein schlechter Witz.

Lasst von mir aus den Tatort wie er ist.

Was zum Teufel stellen diese Leute mit 8,2 MILLIARDEN Euro an?

#7 - 28.11.2017, 09:23 von enfield

Serien-Debakel?

Also ich habe erst die beiden ersten Teile gesehen und verstehe das komplett anders. Es geht m.M. doch überhaupt nicht inhaltlich um Lobbyismus an sich. Lobbyismus und Fälle dazu sind doch fast jedem geläufig und es gibt auch einen ziemlich breiten gesellschaftlichen Konsens zur negativen Bewertung von Lobbyismus und den zahlreichen Fällen und Zusammenhängen dazu. Dokus dazu gibt es an allen Ecken....
Ich finde dagegen sehr interessant (und auch - schaurig unterhaltsam), wie Menschen in diesem Metier "ticken" können. Ich finde Frau Thomass bringt phantastisch rüber, wie es laufen kann, wenn man seine Seele verkauft und dazu - erstmal - kein gewissenloses, egoistisches A'loch sein muss. Gerade die fehlende Nachvollziehbarkeiten und die Unperfektion der Dialoge/Texte zeigen doch den ganzen Wahnsinn auf, bei dem es ohnehin nicht um Nachvollziehbarkeit, Argumente oder auch nur Inhalte geht, sondern neben schlichtem Kommerz, um (Sieges-)Rausch, Eitelkeiten, Geldgier und andere menschliche Abgründe der Protagonisten...
Meine Meinung dazu. Danke, für diese tolle Serie! Ein weiterer Grund für mich, meine TV-Zeit weiterhin zu ca. 90% bei den öffentlich-rechtlichen Sendern zu verbringen!

#8 - 28.11.2017, 15:47 von mostly_harmless

Zitat von kradist
[....] Ich schaue alle 2-3 Tage mal die Tagesschau, das Info-Radia hat täglich stoff für ca 90 Minuten, dann wiederholt sich alles. DLF hat einige Sendungen, die ich gern höre, wenn ich im PKW unterwegs bin. Das wars. Wenn ich mir nun aschaue was man zu Martpreisen bekommet (Netflix, Amazon), dann sind die Summen, allein über 5 Milliarden für die ARD und deren Sub-sub-sub- Programme und Mitarbeiter ein schlechter Witz. [...]
Wenn Sie keine seriösen Informationen wollen, keine Politik, keine Probleme, keine reale Welt (was ihre Präferenzen nahelegen), sind die ÖR natürlich eine Zumutung für Sie.

#9 - 28.11.2017, 16:50 von zweiter

Das ging daneben

Die Story ist wirklich ganz miserabel geschrieben. Dabei schafft sie es nach einem schlechten Start am Schluss noch ins Bodenlose abzustürzen.

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