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Tellkamp-Debatte: Jemandem auf die Nase hauen und dann Aua rufen

DPA Der Schriftsteller Uwe Tellkamp hat sich mit seinen Aussagen zur Flüchtlingspolitik rechts positioniert, sein Verlag hat sich distanziert. Beide können und dürfen das. Die Meinungsfreiheit ist erst in Gefahr, wenn sich kein Widerspruch mehr regt.
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#1 - 13.03.2018, 17:51 von ambulans

also,

herr diez - wie schon von ihnen gesagt: natürlich "darf" der das (auch wenns nicht jedem gefällt). aber, was leider noch viel schlimmer ist: wieso neiden welche, die doch eigentlich die privilegien und auch die materiellen segnungen unserer (sorry hier: vor allem westlichen) gegenwart genießen dürfen, genau das selbe - anderen, die sowas "vielleicht nur brauchen"? herr tellkamp ist und war mir schon länger reichlich suspekt ...

#2 - 13.03.2018, 17:58 von hausierer

Rechts , links Denken , a la Diez.....

Herr Diez betreibt mal wieder sein Schubladen Denken....alles was von der links orientierten Norm abweicht und sich kritisch mit dem Mainstraim auseinandersetzt , zu dem er unzweifelhaft gehört, ist natürlich rechts gerichtet ....so einfach ist das...von wegen freie Gesellschaft, die Definition von Demokratie und Freiheit bestimmen Leute wie Diez und Co....alle Kritiker bitte rechts einordnen !!!

#3 - 13.03.2018, 18:00 von ede-wolff

Problematisch

Ich stimme dem Autor fast uneingeschränkt zu. Aber es gibt für mich eine Stelle im Text, die mir sehr unangenehm aufstößt: "..man nimmt ein Wort, einen Begriff, der dem links-liberalen, man könnte auch sagen: demokratischen Spektrum wichtig ist. Meinungsfreiheit etwa, ein Begriff, ein Konzept, das manchen Rechten, das legen ihre Aussagen nahe, selbst möglicherweise gar nicht so wichtig ist"... Das suggeriert, dass demokratisch = links-liberal ist. Und das empfinde ich als mehr oder weniger subtile Manipulation. Ich betrachte mich als Demokraten, insbesondere Meinungsfreiheit ist für mich ein absolutes Essential, aber ich bin nicht linksliberal. Damit begibt sich der Autor leider auf ein Niveau, das dem von ihm zu Recht kritisierten Niveau der Rechten nicht ganz unähnlich ist.

#4 - 13.03.2018, 18:18 von MartinH

Gesinnungsterror

Der Autor meint, es gäbe keinen Gesinnungsterror. Er sollte mal einen x-beliebigen AfD Politiker fragen, oder auch nur den Chef der Essener Tafel. Beschmierte Autos, Haustüren und eingeschlagene Fenster sind da noch harmlos. Ganz nett sind da auch Arbeitgeber, die AfD Mitgliedern mit Kündigung drohen, oder Fußballvereine, die AfD Mitgliedern die Mitgliedschaft streichen wollen. Mitgliedschaft in der AfD = gesellschaftliche Ächtung, wobei die Mitgliedschaft in der Linkspartei keine Folgen hat. Die Hetze der Mainstream-Medien und des Staatsfernsehens gegen alles Rechte ist Brandstifung zu Lasten der Meinungsfreiheit und Demokratie.

#5 - 13.03.2018, 18:19 von bedireel

Zitat von ambulans
herr diez - wie schon von ihnen gesagt: natürlich "darf" der das (auch wenns nicht jedem gefällt). aber, was leider noch viel schlimmer ist: wieso neiden welche, die doch eigentlich die privilegien und auch die materiellen segnungen unserer (sorry hier: vor allem westlichen) gegenwart genießen dürfen, genau das selbe - anderen, die sowas "vielleicht nur brauchen"? herr tellkamp ist und war mir schon länger reichlich suspekt ...
Ach wissen Sie das frühere “Westfernsehen” und der Spiegel sind heute die NZZ und die Basler Zeitung. Es klingt paradox, aber wer wissen will wie Deutschland “tickt” , muß sich über Schweizer Medien informieren. Oder gehören Sie gerne diesen Obrigkeitshörigen links grünen Gesellschaftszerstörer an.
M.f.G.

#6 - 13.03.2018, 18:20 von wunderlichewelt

Worte von herrischer Kälte

Wahre Worte, so will mir scheinen, sind immer von schneidender Kälte. Umso mehr, wenn sie das eigene Weltbild in Stücke reißen.
"...es geht darum, die Standards der Demokratie auch mit Vehemenz zu verteidigen...weil nur so die rhetorische Landnahme der Rechten gestoppt werden kann..." Womit wir wieder beim Kern des Übels wären - Kritik an der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklung ist rechts, und das ist per se verwerflich. Herr Dietz, gewöhnen Sie sich daran - zu einer funktionierenden Demokratie gehört die Rechte dazu. Ob Ihnen das passt, ob mir das gefällt...geschenkt! Alles andere ist Wohlfühldenken aus längst vergangenen Zeiten.
Dem Schriftsteller gebührt Dank für seine Worte, die die Missstände im Lande mit aller Deutlichkeit aufzeigen.

#7 - 13.03.2018, 18:20 von Knackeule

die Fakten

Das aufgeblasene Geschwurbel des Artikel-Autors Diez nennt nicht mal die angeblich unterträglichen Kern-Aussagen von Tellkamp: "Die meisten fliehen nicht vor Krieg und Verfolgung, sondern kommen her, um in die Sozialsysteme einzuwandern, über 95 Prozent." Damit nennt er schlicht und einfach die Fakten, wie sie nun mal sind. Beweis: die geringen Anerkennungsquoten für die vermeintlich "Schutzsuchenden", die ja auch noch durch oft völlig blinde Gerichte aufgeppt werden, sowie die Tatsache, dass D aus welchen Gründen auch immer die höchsten Unterstützungsleistungen auf diesem Planeten für jedermann bietet, der seinen Pass rechtzeitig wegschmeisst und behauptet, er käme aus Syrien und sei am besten auch noch minderjährig. Dass das laute Aussprechen der Fakten den viel zu zahlreichen rot-grünen Gutmenschen in dieser Bananenrepublik nicht passt, ist ja klar. Das stört nochmals ihre ohnehin gestörte Wahrnehmung der Wirklichkeit (nach dem Motto "ich mal mir die Welt, wie sie mir gefällt"). Man bekommt langsam in D das Gefühl, von Idioten umzingelt zu sein.

#8 - 13.03.2018, 18:26 von stagedoor

@hausierer

Ich nehme ihren Nick mal ernst und möchte folgende Behauptung anbringen: sie lesen etwas, was bei Herrn Diez, das nicht vorhanden ist. Damit gehen Sie buchstäblich hausieren, wobei der geistige Bauchladen ein doch begrenztes Angebot enthält. Sie missverstehen ihn bewusst, um sich nicht differenziert auseinander zu setzen. Insoweit und darüber hinaus disqualifizieren sich ihre Argumente von selbst. Es bedarf eines humanistischen Horizonts, man könnte auch sagen, sozialer Intelligenz, um Herrn Diez zu verstehen. Einfach seinen Kommentar mal sacken lassen und morgen nochmals lesen. Das kann helfen.

#9 - 13.03.2018, 18:35 von spon_3590950

Verzerrt

Wenn man darauf hinweist, dass die finanziellen Mittel eines Sozialstaates nicht unendlich sind und das erst einmal, die davon profitieren, die irgendeinmal einbezahlt haben, ist das nun mal eine Anerkennung von Realitäten. Wenn man darauf hinweist, dass man primär männlich muslimische Jugendliche in das Land geholt, die so gar nichts mit den hiesigen Sitten zu tun haben, ist das nun mal eine Anerkennung von Realitäten.
Wenn man meint, dass man noch Flüchtlinge in das Land holen sollte, weil wir ja so reich sind ,lebt meistens in einem steuerbezahlten Sozialbiotop und will die Probleme (Wohnungsmangel, Tafeln, niedrige Löhne usw.) nicht wahrhaben.
Wenn man meint die Flüchtlinge würden sich anpassen und man kennt da den ein oder anderen, der mag recht haben, aber da ist nicht die Masse.
Wenn das alles rechts ist, dann bin ich gerne ein Rechter. Obwohl ich immer links gewählt habe. Wir können nicht allen helfen, wenn wir noch nicht mal im eigenen Land allen helfen können.

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