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Urteil des Europäischen Gerichtshofs: Netflix muss für deutsche Filmförderung zahlen

imago/ photothek Seit Jahren wehrt sich Netflix dagegen, so wie andere Unternehmen für die deutsche Filmförderung aufzukommen. Der Europäische Gerichtshof bestätigte jetzt jedoch eine entsprechende Regelung.
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#1 - 16.05.2018, 14:56 von bamesjond0070

"Bislang weigern sich auch andere Anbieter wie Microsoft und Apple, in die deutsche Filmförderung einzuzahlen."

Ok cool, warum genau dürfen die trotzdem aktuell problemlos Produkte vertreiben?

Und das Netflix profitieren, aber nicht zahlen will ist klar, amerikanische Firmen verhalten sich im In- und Ausland parasitär (siehe Microsofts Steuern in der EU).

Und das beste ist, wenn VW in den USA Schei*e baut, werden sie mit aller Härte des Gesetzes bestraft.

Die Amerikaner (oder ihre Regierung und Firmen) tun nicht einmal so, als ob sie an einem gutem Verhältnis mit Europa und Deutschland interessiert sind. Das ist mittlerweile nur noch ein Witz.

#2 - 16.05.2018, 16:05 von .freedom.

Solche Firmen werden boykottiert. ...

Wie es aussieht wird bis zu Schmerzgrenze alles ausgenutzt um keine Abgaben abzuführen.
Bis der Gesetzgeber einschreitet sind schon Milliarden unserem Wirtschaftskreislauf entzogen.

#3 - 16.05.2018, 17:14 von triple-x

Von Trump lernen...

...heißt siegen lernen. Oder so ähnlich. Deutsche Netflix Vertretung zumachen, Deutsche Apple-Niederlassung zumachen. Deutsche Microsoft Vertretung zumachen. Oder sie zahlen die Abgaben, die jeder andere hier auch zahlen muss.

#4 - 16.05.2018, 17:44 von Crom

Zitat von bamesjond0070
"Bislang weigern sich auch andere Anbieter wie Microsoft und Apple, in die deutsche Filmförderung einzuzahlen." Ok cool, warum genau dürfen die trotzdem aktuell problemlos Produkte vertreiben?
Weil Deutschland immer noch ein Rechtsstaat ist und daher besagten Firmen der Rechtsweg offen steht. Erst wenn der an sein Ende gelangt ist, können die Zahlungen rechtsgültig eingefordert werden.

#5 - 16.05.2018, 18:11 von vantast64

Durch juristische Tricksereien das Internet zum Rundfunk erklärt,

was es nicht ist, da das Internet individuell immer nur eine INDIVIDUELLE Punkt-zu-Punkt-Verbindung herstellt und nicht, wie der Rundfunk "An Alle" sendet.
Der Unsinn des Richterspruches, der den Regierenden, der Macht zuliebe gefällt wurde, zieht dieBürger über den Tisch, die das relativ klaglos hinnehmen, weil sie davon ausgehen, daß "die da oben" schon wissen, was gut für uns ist.
Pustekuchen: es geht denen nur um Macht und viel Geld.

#6 - 16.05.2018, 19:21 von jpphdec

Offenlegung des Umsatzes?

Das ist eine in den USA börsennotierte Großkapitalgesellschaft. Da wird eine ganze Menge offengelegt sonst gibt es Knast. Deren Börsenaufsicht ist nämlich etwas leichter reizbar als hierzulande. Oder war die Offenlegung von Umsatz nach Ländern gemeint? Da wird dann in den Unterlagen, die sich in 5 Sekunden im Netz finden lassen, nur zwischen domestic (=USA) und international unterschieden.
https://ir.netflix.com/financial-statements

#7 - 17.05.2018, 19:32 von benedikt_

Darlehen

Man sollte an dieser Stelle vielleicht erwähnen, dass Filmförderungen in Deutschland idR. (bedingt rückzahlbare) Darlehen sind. Sobald Netflix mit dem betreffenden Werk einen Umsatz erzielt muss es diese rückzahlen. Der Beitrag gegen den N. klagt, generiert sich aus den Umsätzen und ist daher als eine Art Steuer zu verstehen. Daher hat der Streit eigentlich nichts mit der Förderung zu tun die es erhalten hat um Filme zu produzieren (so wie ich das zumindest verstehe - man belehre mich eines besseren.).