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Von oben nach unten: Runter kommt man immer

DPA Ein zukünftiger CDU-Minister, der Armut verharmlost. Ein prominenter SPD-Abgeordneter, der sich über den IQ von AfD-Wählern lustig macht. Nach unten treten ist unter Politikern gerade sehr in Mode.
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#1 - 13.03.2018, 14:26 von lachina

Sehr geehrte Frau Stokowski,

Sie haben sooo Recht. Ich befürchte nur, dass es gar nicht so sehr ein Umdenken gibt - die Alphamännchen an der Spitze haben schon immer insgeheim die Plebs verachtet - sondern dass es zum neuen rauen Ton gehört, jrgliche political correctness in die Tonne zu treten, und sie endlich, endlich frei zu lassen: Die Ressentiments!
Schon in den Achzigern sagte eine Lehrerkollegin zu mir über schlechte Schüler: "Der arbeitet mal später bei der Müllabfuhr". Aber dann waren die Müllmänner ja städtische Angestellte mit all den Sicherheiten -und ich schaute mir die Tarife an, und siehe - die verdienten gar nicht schlecht. Seitdem sagt sie : "Die werden Hartz IV".
Sie könnte auch sagen: "Die wählen AfD "

#2 - 13.03.2018, 14:30 von sven2016

In der Regel sind es Leute, die sich selbst christlich, wertkonservativ und politisch erfahren nennen, die solches Bashing betreiben.

Das ist zumindest ehrlich und verschreckt ihre Wähler/Anhänger nicht. Die da beleidigt werden, gehören ja nicht dazu.

Bei Spahn kommt der übermäßige Gebrauch von Facebook/Twitter hinzu; das schleift Manieren und Anstand ab.

Zum Professor fällt mir allerdings nichts mehr ein. Der ist da fehl am Platz.

#3 - 13.03.2018, 14:38 von pleromax

Nagel auf den Kopf

Bin ja wirklich nicht immer Ihrer Meinung, Frau Stokowski, aber hier treffen Sie den Nagel ganz einwandfrei auf den Kopf.

#4 - 13.03.2018, 14:46 von andraschek

Sehr gut Frau Stokowski

"Und wenn man ein erfolgreicher Typ ist, der es aus irgendwelchen Gründen dahin geschafft hat, wo man gehört wird, dann ist man dafür zuständig, von da oben nicht runterzupinkeln. So einfach."
Und jetzt wissen Sie warum so viele die AfD wählen und einige, so wie ich, Die Partei.

#5 - 13.03.2018, 14:47 von dirk433

Uneingeschränkte Zustimmung.
Es wirkt nicht wie ein großes Thema, zeigt aber einen Aspekt der öffentlichen Kommunikation, der m.E. einen Teil der Basis bildet für allerlei Überdruß mit Privilegierten.
Ratschläge & Satire von 'oben' nach 'unten' oder 'innen' nach 'außen' dienen dem Machterhalt von Menschen, deren Aufgabe es wäre, Verantwortung für's Ganze zu Übernehmen (auch für die Qualität des Humors, Herr Welke;)
In anderen Worten: der unwürdige Weg.

#6 - 13.03.2018, 14:49 von Niteftef

Mind your privilege. Im englischen heißt es treffend: The less fortunate. Ein bisschen Demut ob des eigenen Luxus', selbst wenn hart erarbeitet und Empathie gegenüber denen, den es nicht so gut geht - warum auch immer - haben noch keinem geschadet

#7 - 13.03.2018, 14:51 von georg69

Top

Treffsicher - sowohl inhaltlich als auch stilistisch - analysiert.

#8 - 13.03.2018, 14:54 von Igelnatz

geht doch

Der erste ausgewogene Beitrag von Frau Stokowski! Herzlichen Glückwunsch. Und auch klar: H4 ist kein Zuckerschlecken, aber Arbeiten, Einzahlen, Steuern zahlen und auf H4-Niveau leben auch nicht! Das sollte man bei der ganzen Debatte nicht vergessen.

#9 - 13.03.2018, 15:01 von furzgurk

Vielen Dank für Ihren Beitrag. Sie fassen genau meine Gedanken der letzten Tage in Worte!

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