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Kultur

Wegen Preis für Kollegah und Farid Bang: Nächster Künstler gibt Echo zurück

DPA Der Skandal um die Echo-Vergabe weitet sich aus: Nach dem Notos Quartett gibt auch der für sein Lebenswerk geehrte Klaus Voormann den Preis zurück. Er sieht sich hinters Licht geführt.
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#1 - 16.04.2018, 15:01 von Tylenol

Weiter so

Gut so. Es müssen noch viele folgen. Ich verstehe nicht, warum keiner der Preisträger auf offener Bühne abgelehnt hat. Auf den Boden in Scherben mit dem Skandalpreis und einen Aufruf zum Verlassen des Saals. Das wäre eine gute Reaktion gewesen. Aber für das gute Gewissen der Kulturschaffenden im Saal reicht es ja vielleicht demnächst einen antirassistischeb Sticker zu tragen. Tut keinem weh, man schadet sich nicht und man ist auf der richtigen Seite. Von niemandem, der oder die dort genüsslich im Saal saßen und später dann auf der Party Schampus verköstigt haben möchte ich noch irgendein Moralgefasel hören. Eure Chance war da. Verpasst!

#2 - 16.04.2018, 15:02 von f-rust

nicht nur Echo-Verleiher,

sondern auch der übertragende TV-Sender sollten zur Verantwortung gezogen werden.

#3 - 16.04.2018, 15:03 von sol7

Und wer war es?

Vielleicht kann Spon endlich mal aufklären, wer die Mitglieder der Jury sind, statt zum 5ten Mal halbgare Artikel zu dieser Sache zu veröffentlichen.

#4 - 16.04.2018, 15:05 von deglaboy

Es geht hier wie anderswo...

immer nur um drei Dinge: Geld, Geld und nochmal Geld. Egal wie, so what?

#5 - 16.04.2018, 15:09 von butzibart13

Alle Achtung

Klaus Voormann ehemalig bei Manfred Mann hat mit seinem Kommentar den Nagel auf den Kopf getroffen. Man hat ihn in der Tat hinters Licht geführt. Ein begnadeter und reflektierender Musiker.

#6 - 16.04.2018, 15:10 von Theoretiker

Recht so!!

Ich zähle auf die aufrechten Künstler denen es um mehr geht als den Kommerz.
Mit das Peinlichste ist dass sich die Verantwortlichen des ECHO auf ihrer Internetseite dahinter verstecken dass 0815 und dass Album noch nicht von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert ist. So wenig Courage war selten.

#7 - 16.04.2018, 15:11 von Leser161

Und alle machen mit

Rapper X und Y rappen was über Auschwitz. Kriegen Publicity. Campino regt sich auf und kriegt Publicity. Irgendein XY-Quartett gibt Echo zurück und kriegt Publicity. Noch einer gibt den Echo zurück und kriegt Publicity.

Das mit den Auschwitzinsassen hat also ziemlich vielen Leuten ziemlich Publicity gebracht.

Die Frage ist nur: Sollte das Verhöhnen von Auschwitzinsassen ein reicher Quell von Publicity sein? Denk mal drüber nach Campino.

#8 - 16.04.2018, 15:14 von VormSpiegel

Musik muss Freiheiten haben

Gerade die Genre die kompromisslosere Texte enthalten kann man nicht einfach kastrieren.

Die Texte sollen krass sein und sind letztlich Ausdruck einer Generation die so in Deutschland ganz offensichtlich existiert und dieses Album auch ganz offensichtlich entsprechend verkauft wird.

Sich hier hinzustellen als ob das die Schuld des Echos wäre ist lächerlich.
Wer Musikarten aus seinem Denken ausgrenzt verliert nur die Fähigkeit über seinen Tellerrand hinaus zu blicken und auch mal die Themen direkt unverblümt ins Gesicht gesagt zu bekommen.
Wer sich unbedingt aufregen will, der findet zur genüge Gründe dafür, nichts weiter als Empörung der Empörung wegen, weil man sich erhofft das andere Gleichdenkende einen dafür noch hoch jubeln.
Dazu darf man es nicht kommen lassen, Musik ist Ausdruck und Spiegelung der Gesellschaft und dazu gehören auch die Schichten die sich einige ganz offensichtlich nicht vorstellen können.

#9 - 16.04.2018, 15:14 von MarkusRiedhaus

Meine Hochachtung vor diesen Künstlern, die auch echte..

Männer mit Rückgrat sind. Im Vergleich zu halbstarken "Pseudo-Gangstern" die im aufgesetzt aufstachelndem Jugendslang über alles was nicht in das primitive Machoweltbild passt entweder hetzen oder sich darüber lustig machen.
Unter dem Deckmantel der Kunstfreiheit beginnt auch schon mittlerweile einiges zu passieren, genauso wie unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit.
Aber außer Empörung wird nix passieren, genausowenig wie bei antisemitischen Vorfällen in Schulen...

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