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Leben und Lernen

Armut in China: Der Eisjunge

AP/Yi ming - Imaginechina Sein Schicksal rührt Menschen auf der ganzen Welt: Wang Fuman kam in China mit völlig vereisten Haaren zum Unterricht, weil er bei minus neun Grad in die Schule laufen musste.
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#10 - 12.01.2018, 22:26 von kanotus54

Das Bild ist ungeeignet.

Das Bild und die Geschichte sind völlig ungeeignet, um so ein wichtiges Thema zu representieren. Dass SPON den Artikel in diese Richtung zieht, finde ich zweifelhaft.
Zum einen hat das Kind offensichtlich nicht gefroren, denn es hat auf dem Schulweg sehr stark geschwitzt. Anders lässt sich der Eisschmuck nicht erklären. Ein schwitzendes Kind ist aber kein armes Kind, sondern ein glückliches (weil: lebhaftes) Kind.
Zum anderen lachen die Mitschüler. Ich arbeite selbst mit Kindern in dem Alter und weiß, dass Kinder das nicht aus Boshaftigkeit tun, sondern weil der Junge einfach so witzig aussieht. Er wird vor oder nach dem Foto wahrscheinlich genauso gelacht haben. Sehr wahrscheinlich hat ihn die Reaktion seiner Mitschüler geradewegs voller Stolz zum Lehrer geführt und er durfte für das Foto posieren.

Das Foto hat mit Armut nichts zu tun. Es zeigt eher, dass es Menschen gibt, die mit scheinbaren Kleinigkeiten sehr glücklich werden können. Ich freue mich mit dem Kind!

#11 - 13.01.2018, 23:03 von mixow

@schillerphone

Mensch, sie haben ein Fahrrad und fahren damit? Ernsthaft? Auch im Winter bei -10°C? Jedoch nur mit passender Winterkleidung die warm hält und vor der Witterung schützt. Was für ein harter Kerl sie doch sind. Am Besten noch bei Schnee und Glätte, damit sir allen beweisen können wie hart und naiv zugleich sie doch sind. Ein Einfaltspinsel vor dem Herren. Sie werden entschuldigen, jedoch kann man sie nicht ernst nehmen und ihren Kommentar müde belächeln. Ebenso wie all die anderen Kommentatoren hier, die aus ihrem wohlig warmem Heim berichten, dass es doch kein Problem und völlig normal für ein Kind ist, mit unpassender Kleidung bei -9°C 1Stunde zur Schule zu laufen. Wie tief doch diese Gesellschaft gesunken ist und mit ihr die Fähigkeit zur Empathie.

#12 - 13.01.2018, 23:12 von chrismuc2011

Ich finde auch, da wird viel Lärm um wenig gemacht. Ich bin Sommers wie Winters ca. 3 km zu Fuß in die Schule gegangen. Oft hatte man eine Mütze dabei, hat sie aber nicht angezogen, weil man so doof damit aussah. -9°C ist so kalt ja nun auch nicht. Und die weissen Haare kommen von hoher Luftfeuchtigkeit, die gefriert, -siehe die anderen Fotos- und sind kein Ausdruck besonderer Kälte.
Die Regionalregierung will nun ein Haus bauen, es gibt ein paar Spenden, aber beim Rest der Chinesischen Kinder bleibt Alles wie es ist. Alles nur Mache für die Presse.
Bei den Händen würde ich feststellen wollen, dass der Junge keinesfalls mager ist. und wegen der dickeren Knöchel würde ich mal darauf tippen, dass er nach der Schule körperlich arbeiten muss. Vermutlich auf dem Bauernhof seiner Eltern.

#13 - 13.01.2018, 23:41 von Japhyryder

Ich falle vom Glauben ab!

Für ein Kind ist es sehr kalt! Der Junge hat einen Schulweg von einer Stunde. In einer Kleidung, die der Kälte überhaupt nicht angemessen ist. Ich erinnere mich an meinen eigenen Schulweg während kalter Wintertage in der Dunkelheit, die ich im Alter dieses Jungen zurücklegen musste. Und ich hatte dicke Winterklamotten, trotzdem war mir kalt. Und wenn ich mir dann noch vorstelle, dass sein Unterricht in einem ungeheizten Schulgebäude stattfindet, tut er mir nur noch leid. (Und hier jammern sie über die Groko). Krass!

#14 - 13.01.2018, 00:43 von eifrigerleser

Ich bin jetzt auch etwas verwundert...

denn ich bin ebenso bei solchen Minustemperaturen ähnliche Strecken zur Schule gegangen und später mit dem Fahrrad bei eisigen Temperaturen gefahren. Kann es sein, liebe SpOn-Redaktion, daß Sie die Temperatur verwechselt haben? Vielleicht -19.5 °C? Oder noch weniger?

#15 - 13.01.2018, 01:40 von upalatus

Ein Schnurrbart kann bei sehr kalter Luft plus der Nasenausatmung ja auch vereisen. Bezogen auf den Eishaarjungen dürfte ebenfalls Feuchte dazugekommen sein, vielleicht Kältenebel, vielleicht Fluss entlanggegangen.. . Was seinen Haaren/Augenbrauen nicht viel anhaben kann, dürfte für die feine Gesichtshaut und den Gesichtserkern nicht ungefährlich sein. Den Lungen wird extrem feuchtkalte Luft ebenso zusetzen. Soweit ich weiß, wird zb die Haut an der Hand durch immer wiederkehrende Kälte dicker und faltiger. Schön hats der Bub sicher nicht gehabt bisher, was effektiven Kälteschutz angeht.

Ein ortsfremder westlicher Touri dort tät nach sowas wahrscheinlich 2 Wochen flachliegen oder sich gleich rettungsfliegern lassen.

#16 - 13.01.2018, 01:45 von langenscheidt

Schule wird nicht beheizt

Im Artikel steht, dass die Schule nicht beheizt wird. Die Kinder lachen im Hintergrund, weil der Lehrer es wie alle anderen auch lustig fand, solch Haare zu sehen. Unsere Wohlstandsgesellschaft hingegen merkt nicht den Irrsinn: die Schule bleibt auch nach den Fotos unbeheizt!

#17 - 13.01.2018, 03:10 von womo88

Ich verstehe das nun auch nicht so ganz ...

Als ich Grundschüler war, war mein Schulweg ca. 3 km lang. Schnee geräumt war morgens um 7:00 Uhr noch nicht. Das hat damals keinen gejuckt, und heute gehen solche Bilder um die Welt und die Familie bekommt ein neues Haus. Geht`s noch?
Vor wenigen Jahren noch bin ich bei - 25 °C Ski gefahren. Das ist halt kein Frühling. Es ist Winter. Wo ist das Problem?

#18 - 13.01.2018, 03:22 von womo88

Mein weißer Bart

Ich weiß nicht, wie oft mein Vollbart und meine Augenbrauen beim Skifahren so vereist und weiß waren. Haare ging nicht, da ich eine Mütze trug. Das Bild ist absoluter Schrott als Argumentation für Armut.
Was nun die anderen Bilder betrifft: Wenn diese Familien dort oben wohnen wollen, dann ist das so. Es giubt auch in Österreich heute nch diverse Dörfer, wo im Winter nur alle 3 Tage die Post kommt.

#19 - 13.01.2018, 04:38 von CoolCanada

Wie bitte? Minus 9 Grad?

Ich lebe in Kanada. Für kommende Nacht sind minus 28 Grad angesagt. Vorige Woche hatte es tagelang minus 32 Grad - nichts Besonderes um diese Jahreszeit. Auch dass Schulkinder im Winter lange Wege zurücklegen, ist hier keine (Schlag-)Zeile wert. Klar, die gefrorene Frisur taugt für gutes Bildmaterial. Aber eine Story daraus zu machen, finde ich nun doch heftig übertrieben.

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