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Leben und Lernen

Ganztagsbetreuung für Grundschüler: "Ein Rechtsanspruch schafft keinen einzigen Betre

DPA Haben Grundschüler bald ein Recht auf Ganztagsbetreuung? Die Jamaika-Parteien haben sich darauf geeinigt, wenn auch unter Vorbehalt. Bildungsexperten halten das Vorhaben jedoch für utopisch.
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#1 - 14.11.2017, 17:54 von Palmstroem

Problematisch - nicht utopisch

Welches Kind will schon den ganzen Tag betreut werden!

#2 - 14.11.2017, 18:29 von robert_ritter

Welches Kind will schon den ganzen Tag betreut werden!

Also ich fands geil. Hatte aber auch ne scharfe Lehrerin und Betreuerin.

#3 - 14.11.2017, 18:41 von moistvonlipwik

Zitat von Palmstroem
Welches Kind will schon den ganzen Tag betreut werden!
Welches Kind will allein gelassen werden?

#4 - 14.11.2017, 18:54 von schwelle

"Ganztag" heißt nicht "den ganzen Tag"

Als Ganztagsbetreuung bezeichnet man die Betreuung nach Unterrichtsende und diese geht nicht zwingend bis z.B. 16 oder 17 Uhr!

Bedeutet: Das Kind kann z.B. in der Grundschule nach Unterrichtsende (bei uns um 11:20 Uhr) in der Betreuung bleiben (z.B. bis 14:00 Uhr).

Das scheinen nicht alle zu wissen, sonst kämen nicht ständig diese Kommentare, wie schlimm es für Kinder ist bis zum Abend alleine in der Schule zu bleiben.

#5 - 14.11.2017, 19:11 von Teilzeitalleinerzieherin

hoffentlich wird das dann nicht wieder eine Zwangsbeglückung...

Es gibt nämlich durchaus Kinder - und Eltern (!), die vor 16:00 Uhr zuhause sein bzw. ihre Kinder daheim haben wollen. Und es gibt leider schon heute Horte, die die vorzeitige Abholung offen missbilligen oder sogar vertraglich vorgeben, dass die Kinder nicht vor einer bestimmten Uhrzeit abgeholt werden. Begründet wird das damit, dass sonst keine "pädagogische Arbeit" möglich ist (die allerdings gerne mal so aussieht, dass die Betreuer mit den Kindern am PC daddeln).

#6 - 14.11.2017, 20:30 von ulisoz

Liebe ist...

... Für seine Kinder da zu sein und ihnen zuzuhören, wenn sie nach einem halben Tag Schule und Frustrationen nach Hause kommen.

Die Ganztagsschule ist die Bankrotterklärung unserer Gesellschaft, die einmal auf der christlichen Basis von Liebe begründet wurde.

In Sachen liebevolle Kindererziehung sollten wir uns ein Beispiel an anderen Kulturen nehmen. Hier ist eins.
http://www.kamus-quantum.de/category/erziehung-und-bildung

#7 - 14.11.2017, 21:26 von aus-berlin

Ganztagsschule ist super und ganz doll lieb

Vormittags Unterricht, gemeinsam Mittagessen, danach ausruhen, spielen, zusätzlich Angebote nutzen und um 16 Uhr gehen alle gemeinsam. Das bildet eine starke Gemeinschaft. Bei den Kindern und Elter. Ein Anspruch ist für die Eltern natürlich freiwillig, löst bei den Kommunen aber erst Handlungen aus, bzw. ist die Grundlage für Handlung. Ich verstehe den schnellen Widerspruch überhaupt nicht. Der Bedarf ist doppelt so hoch wie das Angebot. Eltern wollen Ganztag. Geld ist genug da. Und Arbeitskräfte wird es gebe. Wir bekommen ja auch noch ein modernes Einwanderungsgesetz.

#8 - 14.11.2017, 21:42 von ohnesorge

Ich arbeite als Lehrerin an einer Grundschule

Diese Überlegungen sind völlig sinnlos, denn schon jetzt fehlen nicht nur hier in BW sondern deutschlandweit an allen Grundschulen Lehrer, um erst einmal die bisherigen nötigen Unterrichtsstunden zu gewährleisten. In den kommenden Jahren werden regelmäßig sehr viel mehr Lehrer in den Ruhestand gehen als Absolventen der Hochschule nachrücken werden. Diese Zahlen sind ja alle hinreichend bekannt. Da auch im Bereich der Kinderbetreuung in Kitas und Kindergärten Betreuer fehlen, frage ich mich: Will man in Zukunft in den Schulen hauptsächlich fachfremde Kräfte einstellen, die die Kinder irgendwie beschäftigen sollen? Hier geht es um Menschen, um Bildung!.. Nicht mal BWM oder Daimler würden bei fehlenden Facharbeitern irgendwelche Hobby-Bastler in den Fabriken die Autos zusammenbauen lassen.

#9 - 14.11.2017, 22:02 von skeptikerjörg

Wie bei Kita-Plätzen

Der Bund würde schon wieder etwas beschließen, das die Länder und Kommunen finanzieren müssen. Die meisten Länder sind klamm, können wahrscheinlich die Schuldengrenze nicht einhalten, viele Kommunen sind pleite, stehen unter Finanzaufsicht und der Bund darf ohne Grundgesetzänderung die Finanzierung nicht übernehmen. Grundgesetzänderung? Zweidrittelmehrheit im Bundestag nicht wahrscheinlich, im Bundesrat ausgeschlossen. Solche Forderungen sind reine Rhetorik und Irreführung der Bürger. Wie schon der Rechtsanspruch auf Kitaplätze (ohne Qualitätsstandards). Mal abgesehen vom fehlenden qualifizierten Personal.

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