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Leben und Lernen

Helikopter-Eltern in der Öffentlichkeit: "Mein Sohn bekommt von mir keine Anweisungen

Getty Images Kinder räumen Regale aus oder bemalen Hotelwände - und deren Helikopter-Eltern finden das ganz normal. Wehe jedoch, jemand rügt den Nachwuchs. Die besten Anekdoten aus Supermärkten, Cafés und Frisörläden.
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#90 - 06.12.2018, 16:48 von ohjeee

1

Zitat von xtraa
Fertig. Eltern haften immer für ihre Kinder, wenn die Aufsichtspflicht vernachlässigt wurde, das ist die einzige Sprache, die Neuschwabenländer verstehen.
Nö. Unter 7 Jahren haftet nix und niemand. Ist quasi Ihr persönliches Pech, wenn Nachbars 6-jähriger mit der Schneeschaufel Ihren neuen BMW vom Schnee frei kratzt (die Regelung halte ich für eine riesige Sauerei, habe deshalb für meine Kleinen eine entsprechende Haftpflicht dafür abgeschlossen).
Erst ab 7 können Sie mit Aufsichtspflicht kommen. Und selbst da sind die Grenzen weit gesteckt. Da reicht oft sogar "das hat er noch nie gemacht, normalerweise kann ich mich darauf verlassen, dass er ... nicht macht".

#91 - 06.12.2018, 17:08 von micplues

Weiter so... Physiologie ist schlau

Alle Kinder sollten so erzogen werden - dann liegt die Leistungsgesellschaft am Boden und der Planet wird doch noch gerettet!

#92 - 06.12.2018, 17:11 von JensJacob

Meine Mutter

hätte mir eine gescheuert. Aber was soll man sagen. Die Eltern dieser Kinder sind ja auch schon Schwachsinnig erzogen worden. Das reichen diese jetzt großzügig an die nächste Generation weiter. Und wir werden noch mehr überempfindliche und schwache Menschen produzieren bis sie dann endlich aussterben. Ein Glück gibt es immer mehr Plätze an denen man sich so einen Mist nicht mehr ansehen muss.

#93 - 06.12.2018, 17:17 von catharsis

Volltreffer

Das ist der bisher beste Artikel über Helikopter-Eltern, den ich bisher gelesen habe. Genauso sind die Helikoptereltern, von denen es offenbar immer mehr gibt. Es existiert oft eine falsche Vorstellung, nämlich dass Helikoptereltern lediglich als Übervorsichtige zu verstehen seien. Dem ist nicht so. Tatsächlich bedeutet es, dem eigenen Kind wie ein Militärhubschrauber mittels von oben abgegebener „Schüsse“ permanent Rückendeckung zu liefern bzw. das Feld freizuschießen für jede Art von (asozialem) Verhalten oder „Selbstbehauptung“. Quasi die erweiterten Ellebogen, die allen „im Weg Stehenden“ unsanft ins Gesicht gerammt werdenden, die das eigene Kind auf dem Weg (über Leichen) an die Spitze hindern könnten...

#94 - 06.12.2018, 17:19 von noalk

auch falsch

Zitat von spon_2999637
"Ein Kind tritt im Flugzeug stundenlang in die Rückenlehne des Vordermanns, der sich irgendwann über dem Atlantik schließlich dazu durchringt, sich umzudrehen und das Kind freundlich zu bitten, dies zu lassen. " Falsche Strategie - man bittet die Mutter/den Vater freundlich, für eine gesellschaftstaugliche Erziehung des Kindes zu sorgen....
Man bittet jemanden aus der Berufsgruppe der Flugbegleitenden (sorry, aber eine einfachere gendergerechte Formulierung ist mit nicht eingefallen), jemanden aus der Berufsgruppe der Flugzeugführenden (dito!) zum Ort des Geschehens zu führen, damit jene Person dem Spuk eine Ende bereiten möge.

#95 - 06.12.2018, 17:24 von jujo

...

Zitat von ohjeee
Nö. Unter 7 Jahren haftet nix und niemand. Ist quasi Ihr persönliches Pech, wenn Nachbars 6-jähriger mit der Schneeschaufel Ihren neuen BMW vom Schnee frei kratzt (die Regelung halte ich für eine riesige Sauerei, habe deshalb für meine Kleinen eine entsprechende Haftpflicht dafür abgeschlossen). Erst ab 7 können Sie mit Aufsichtspflicht kommen. Und selbst da sind die Grenzen weit gesteckt. Da reicht oft sogar "das hat er noch nie gemacht, normalerweise kann ich mich darauf verlassen, dass er ... nicht macht".
Sie haben recht. Nur darf man nicht in die Falle tappen, wenn man gefragt wird ob man denn auf dasKind nicht aufgepasst hätte. Beantworten Sie diese Frage mit, natürlich hätte man aufgepasst , dann zahlen Sie.

#96 - 06.12.2018, 17:25 von postmaterialist2011

Maximilian !

Ich wohne an der Grenze zu "Helikopterelternzentral" sprich Prenzlauer Berg. Dort habe ich in einem Bio-Supermarkt einmal erlebt, dass ein Kind 5 oder 6 Äpfel einfach anbiss. Anstatt ihrem Sohn dies zu verbieten oder ihm zu sagen, dass dies nicht geht, meinte die Mutter nur "Maximilian, leg die alle zurück aber so dass man es nicht sieht" . Im gleichen Laden kaufte an einem Samstagmorgen auch cooler Vater, der mit drei Kindergarten- und Grundschülern einkaufen ging. Als Highlight durften die Kinder an der einzigen Kasse einen Betrag von über 60€ in kleinen Scheinen und 2 Euro, 1 Euro und 50 Cent Münzen "abzählen". Nachdem diese sich immer wieder verrechneten und die Schlange nach knapp 10 Minuten immer länger wurde, meinte der Vater auf die Kritik der anderen Kunden nur "die müssen doch auch mal lernen wie man rechnet".

#97 - 06.12.2018, 17:29 von Bibs1980

Zitat von dasbeau
Das mit der Wurst-Dienstleistung ist natürlich Quatsch, aber dass eine Unbeteiligte das Kind auffordert "Danke" zu sagen, würde ich mir auch verbitten. Diese Aufforderung kann berechtigter Weise von der Bedienung kommen, oder aber von den Eltern. Wer durch das Verhalten des Kindes direkt betroffen ist bzw. Schaden vermeiden kann (Lärm, Verletzung, Zerstörung u.ä., oder auch die Wurstverkäuferin, deren Freundlichkeit nicht honoriert wird), darf auch was sagen, ggf. sogar einschreiten, aber bitte niemand, der seine eigenen Werte unter das Volk bringen möchte. Das war etwas zwischen Verkäuferin, Mutter und Kind, da hat sich kein anderer einzumischen.
Das sehe ich ganz anders. Es geht in der Erziehung darum, das Kind auf das Leben vorzubereiten - und dazu gehören auch Konflikte mit Fremden. Was sollen das für Mitglieder der Gesellschaft werden, wenn stets die Eltern die Konflikte ausfechten. Wollen die Mütter und Väter auch später beim Chef vorstellig werden, wenn dem Kleinen der Platz seines Schreibtisches nicht passt?
Und dass Mama und Papa sich stets vor sie stellen, egal welchen Sch**s sie verzapfen, kriegen die Dreikäsehoch ganz schnell spitz.

#98 - 06.12.2018, 17:32 von three-horses

Bleibe dabei.

Zitat von peter_1974
Sehen Sie, das mit der "weitverbreiteten Masche" halte ich wiederum für frei erfunden. Das mit dem Kinderwagen können Sie ja einfach mal ausprobieren. Ich habe auch noch keinen Vater und keine Mutter erlebt, die sich nicht bedankt hätten, wenn ich ihnen geholfen habe. Was das Thema Respekt angeht: Respekt kann und wird nie eine Einbahnstraße sein.
"weitverbreiteten Masche"...doch. Und nicht wenige hier und da
erleben es auch..zu oft. Ist übrigends nicht von mir. Fragen Sie mal eine Verkäuferin an der "Wursttheke"..dann werden Sie die Wahrheit wissen. Und das mit dem Kinderwagen, meinen Sie, die zwei Mütter an dem Gehsteig, in Gespräch vertieft, beachten, das man auf die Straße laufen muss um auszuweichen? Auch das Respekt für eigene Kinder muss man sich erkämpfen. Wenn ein Kind nicht an eine Verhalten Störung leidet, sind es immer die Eltern die keine Grenzen beachten. Und ich will behaupten, Kinder sind immer die bessere Menschen. Schade das man es als Erwachsene nicht weiß.

#99 - 06.12.2018, 17:32 von dodgerone

Deutsches Problem

Leider ist dies ein überaus deutsches Problem (zumindest in dieser extremen Form).

Vor Jahren waren wir mal wieder in der Astrid Lindgren World in Vimmerby/Schweden. Abends vor der "Heimreise" nach Stockholm haben wir uns an den Rand des Flossteichs gesetzt. Dort können Kinder sich mit Muskelkraft über den Teich ziehen. In Schweden ist es üblich das Kinder sich anstellen, 1x fahren und sich dann ggf. neu anstellen. Es gab aber immer wieder Kinder die sich nicht daran hielten. Wir verifizierten jedes Kind was sich daneben benahm (vordrängelte, das Floss blockierte um keinen anderen ran zu lassen, oder nach der Fahrt das Floss nicht verliess) anhand der Sprache... es waren ausschliesslich deutsche Kinder... und davon nicht wenige (locker 20 in 30 Minuten). Mein Sohn schämte sich für diese Kinder und hat im Park nicht mehr öffentlich Deutsch gesprochen, da er nicht "dazu gehören" wollte.

Aus der Schule gibt es auch immer mehr Berichte (neulich erst ein Kind, das Artikel lt. Vater in der Schule gebrauchen darf wie es will...). Und wer meint das man sich hier über Trottel lustig macht, dem kann ich nur sagen: ja macht man, weil man es anders nicht ertragen kann. Fragen sie mal ein sozial gesund entwickeltes Kind was es von solchen Egomanen hält: nix!

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