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Leben und Lernen

Helikopter-Eltern in der Öffentlichkeit: "Mein Sohn bekommt von mir keine Anweisungen

Getty Images Kinder räumen Regale aus oder bemalen Hotelwände - und deren Helikopter-Eltern finden das ganz normal. Wehe jedoch, jemand rügt den Nachwuchs. Die besten Anekdoten aus Supermärkten, Cafés und Frisörläden.
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#10 - 06.12.2018, 13:14 von unpolit

Im Supermarkt an der Kasse

Junge (ca. 8-10) fährt mit dem vollen Einkaufswagen der Mutter der älteren Dame vor ihnen immer wieder in die Hacken, diese bittet 3 mal höflich, das bitte zu unterlassen. Beim dritten Mal habe ich der Mutter mitgeteilt, dass Sie dafür Sorge zu tragen habe, dass dass nicht nochmal passiert, sonst schmeiß ich den Rüpel raus. Sie dürfe mich dann gern verklagen. Sohn ignoriert. Geschnappt und vor die Türe gesetzt. Mutter zeternd hinterher.
Als ich nach 3 Min wieder an der Kasse war, hatten die nachfolgenden Kunden meine Waren bereits auf das Band gelegt, es wurde schnell gescannt und ich konnte zahlen. Den Wagen der Mutter hat man beiseite gestellt. Als Marktleiter hätte die Dame von mir Hausverbot erhalten.
Es fehlen oft klare Ansagen und sofortige, spürbare und angemessene Handlungen.

#11 - 06.12.2018, 13:14 von TTeubner

@casbavaria.
Super reagiert. Hätte ich genauso gemacht. Erinnert mich immer an die Szene aus dem Kindergartencop :)

#12 - 06.12.2018, 13:16 von herma

Zitat von carlitom
Ich verstehe die Gleichsetzung von Helikopter-Eltern mit antiautoritärer Erziehung nicht. Da gibt es keinen Zusammenhang.
Genau! Was sagen die Autoren dazu?

#13 - 06.12.2018, 13:16 von curiosus_

Nein, mein Sohn...

...bekommt von mir keine Anweisungen, was richtig oder falsch ist. Er muss das allein einschätzen können."

Da würde ich den Junior aber freudig beim "einschätzen können" unterstützen. Der wäre nach kürzester Zeit aber so was von kompetent...

#14 - 06.12.2018, 13:16 von redepest

Das sind nicht nur die Eltern

Auch unsere Schulpolitik befördert sowas. Sieht man sich einmal die diversen Richtlinien für die Lehrerausbildung, bzw. für den Unterricht an, erkennt man, dass Lehrer nur noch als Entertainer zu fungieren haben. Unterricht ist so zu organisieren, dass Schüler eigentlich von ganz alleine lernen. Inhalte spielen nur noch eine sekundäre Rolle, stattdessen werden Unterrichtsziele als schwurbelige "Kompetenzen" definiert. Der schlimme Frontalunterricht, (Kompetenz "Klappe halten und zuhören"), existiert offiziell nicht mehr. Sieht man sich die Ausbildung im Referendariat an, findet man Unterrichtsabläufe, die mehr einer Fernseh-Spielshow ähneln als Schule. Die Ergebnisse sind dann entsprechend; man erkennt das aber nur bei genauerem Hinsehen, da die Leistungsbewertungen diesem Unsinn folgen. Anders lassen sich inflationäre Super-Abiturnoten jedenfalls nicht erklären. Und wenn der/die Kleine mal nicht wie vorgesehen automatisch lernt, darf es auch keine klare Ansage sein, und schon gar nicht mit Sanktionen gedroht werden. Nein, da braucht es den intensiven Einsatz von Förderlehrern und Sozialarbeitern, weil: Es kann ja nicht sein, dass unsere hochbegabten Schätzelchen einfach nur faule, unerzogene Säcke sind.
Dumm nur, wenn die kleinen verhätschelten Genies später mal in eine Berufsausbildung oder ein Studium gehen. Dort wird das kein Edutainment mehr sein. Da wird knallhart Leistung gefordert und - man glaubt es nicht - sowas wie gutes Benehmen. Wenn nicht: Tschüss! Da schließt sich dann der Kreis für Helikoptereltern wieder. Denn schuld sind dann wieder die anderen. Jaullllll!

#15 - 06.12.2018, 13:17 von ohne_mich

#1 - Lehne treten

Die beste Reaktion darauf stammt immer noch von Arnie in Kindergarten-Cop: dem Kind einen Bleistift zeigen und sagen: "Wenn du mit dem Quatsch nicht aufhörst, mache ich mit deinem Ärmchen das hier."
*Knack*
Heutzutage würde er sich von den Heli-Eltern wohl eine Klage einhandeln...

#16 - 06.12.2018, 13:20 von sibbi78

Arme Kinder!

Es scheint so, als würden die Eltern - und hier vornehmlich die Mütter - ihr Kind als eine Art Waffe missbrauchen. Um ihr eigenes Ego aufzupeppeln, verstecken sie sich hinter den Ungezogenheiten ihres Kindes. Kinder wissen ja noch nicht so genau, was sie tun und wie weit sie gehen können - das muss der böse Onkel, die dumme Tante doch wissen! Hier wird mit den humanen Beschützerinstinkten des Menschen Schindluder getrieben: Wer kann schon einem kleinem Kind ernsthaft böse sein. Vielleicht sollte man dem verzogenen Elternteil zu verstehen geben, dass man selbst antiautoritär erzogen wurde und ihm kräftig gegen das Schienbein treten...

#17 - 06.12.2018, 13:23 von Draw2001

Manchmal ist es ganz einfach.......

Man sollte einfach entgegnen, „Ich möchte es nicht (...dass das Kind dies oder jenes tut). Wenn die Mutter dann noch untätig bleibt, oder etwas entgegnet, dannn muß man eben nachlegen: Entweder Sie sorgen jetzt dafür, dass Ihr Kind sein Verhalten ändert, oder ich werde das für Sie übernehmen. Ein Kind und auch sein Erzieher muss lernen, dass das soziale Umfeld einer Störung nicht reaktionslos zusieht, sondern beginnt die Störung zu vermeiden. Und es gibt Verhaltensnormen innerhalb jeder sozialen Gemeinschaft. Diese Normen machen es erst aus, dass Gemeinschaften überhaupt entstehen. Wer gemeinschaftliches Handeln ablehnt, mag in die Isolierung gehen.
Jedwede Freiheit des Handelns zu wollen bedeutet letztendlich Einsamkeit. Niemand will in Gesellschaft solcher Menschen sein. Wenn Sie also als Mutter Ihrem Kind unbeschränkt alle Tätigkeitsentscheidungen überlassen, dann bleibt es später ein Mensch ohne Freundschaften, sozialen Bindungen und eben kontaktlos. Es ist ein Lernprozess, das „Miteinander“ zu erlernen. Zwischen dem 1. und 4. Lebensjahr haben Sie allein die Chance auf das Kind einzuwirken. Danach sind nur noch minimale Korrekturen mit enormen Aufwand (ständiger Streit) möglich. In diesem Fall hat man die „günstigste“ Erziehungszeit einfach verpasst. Denn ein Mensch ist nicht in jedem nachfolgenden Alter noch leicht mit Werten auszustatten.

#18 - 06.12.2018, 13:28 von mayo99

“All unattended children are given a double esspresso and a free kitten”
Tafelhinweis in einem irischen Hotel

#19 - 06.12.2018, 13:28 von jujo

...

Bei den geschilderten Begebenheiten bei denen Eltern ungerührt Sachbeschädigungen zulassen, müßte doch eigentlich ein Anzeige erfolgen. Gegen die Eltern!
Die Haftpflichtversicherung dürfte Probleme machen den Schaden zu übernehmen, da der Schaden mit Billigung und im Dabeisein der Eltern verursacht wurde. Zeugen hat es wohl gegeben.

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