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Leben und Lernen

Krise im US-Bildungssystem: "Sie gucken die Kinder an und sehen Dollarzeichen"

REUTERS Schulen als Profitcenter, Bildung nur für Reiche - in Michigan kann man schon besichtigen, was auf die Amerikaner zukommt. Der Heimatstaat von Trumps Bildungsministerin Betsy DeVos leidet massiv unter ihrer Schulpolitik.
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#1 - 19.03.2017, 20:44 von allessuper

Und das ist gewollt.

hier auch. Schaut euch um in welchem Zustand unsere Schulen sind, und in welchem Zustand der Geist der Kinder und der Erwachsenen. BILDUNG ist etwas anderes. Es nützt uns nichts, auf die USA zu zeigen, wo das Schulsystem schon immer schäbig war. Das wissen alle Schüler, die an einem Austausch teilgenommen haben. Sie haben vorne die Elite-Unis, für die Eltern viel Geld zahlen, und dann kommt lange nichts mehr. Was Bildung angeht, so sind wir ja wie immer den USA ganz, ganz nah. Zu Bildung zählt mehr als Mathe Physik Chemie IT Ingenieurwissenschaften und BWL.

#2 - 19.03.2017, 20:51 von citizen_k

In Deutschland wird es auch so kommen

Es sei denn, die Mehrheit der PolitikerInnen entsagen künftig einem schweinischen Neoliberalismus die Gefolgschaft.
Auch in Deutschland muss das nicht wirklich ernst gemeinte Bildungsgeschwafel aufhören und das gebildete(?) Bürgertum nicht so klinische Konkurrenzängste für den eigenen Nachwuchs entwickeln. Die Besten sollen nicht nur aus den "besten" Familien kommen. Aber im Bürgertum entwickeln sich immer mehr zu Apache-Helikoptereltern.

#3 - 19.03.2017, 20:54 von rkinfo

Die Situation ist nur Jahre vor Europa

In der Ära G.W.Bush und dann B. Obama gab es viele 'wichtigere Aufgaben', sodass wir nun den Zerfall der USA als Zukunftsvision für Europa sehen können. Es gibt dort einen rießigen Investitionsstau, der kaum noch zu beheben ist. D.Trump drückt sich per Privatisierung schon vor dieser Aufgabe.

#4 - 19.03.2017, 20:57 von Ein_denkender_Querulant

Richtig so!

Warum sollte man Kindern etwas umsonst geben? Schon Eltern sollten für Ihre Erziehung der Kinder bezahlt werden, natürlich von den Kindern, damit deren Verschuldung und Versklavung früh genug beginnt. (Sarkasmus Ende)

Die humboldschen Bildungsideale, wo sind sie geblieben? Wir schauen oft auf muslimische Staaten und reden vom Rückfall ins Mittelalter. In den USA geschieht es schneller. Es ist so traurig.

#5 - 19.03.2017, 20:58 von 5michael5

To f*******bad

Auch hier, reinster Raubkapitalismus. Die Folgen davon sind mit dem ganzen Bündel der anderen Konsequenzen des neoliberalen Umsturtes zusammen verheerend für Amerika. Wir müssen höllisch aufpassen das wir hier kein copy-paste anwenden.

#6 - 19.03.2017, 20:58 von holgerschindler

In Berlin haben rot rot grün exakt dasselbe gemacht

im Kitabereich. Die Eltern bekommen einen Gutschein und suchen sich eine Kita ihrer Wahl. Gleichzeitig hat der Senat die meisten Kitas an private Träger abgegeben. Die Qualität der Betreuung ist dadurch erheblich besser geworden. Ich hatte vor und nach der Reform Kinder in einer Berliner Kita und während das früher der reinste Verwahrbetrieb war hat der durch die Reform verursachte Wettbewerb wahre Wunder bewirkt. Was natürlich auf diese Weise nicht besser geworden ist ist die Kapazitätsanpassung an die schwankende Kinderzahl. Aber das hat vorher natürlich auch nicht funktioniert. Insofern kann ich den Tenor des Artikels nicht recht nachvollziehen.

#7 - 19.03.2017, 21:00 von seit1958

Aus dem eigenen amerikanischen Bekanntenkreis

weiß ich, dass amerikanische Eltern aus den im Bericht genannten Gründen, einer Rückkehr der Familie in die USA ablehnen. Die 3 Kinder gehen im Raum Kaiserslautern bewusst auf deutschen Schulen und werden hier auch ihre komplette schulische, akademische Ausbildung machen. Eine Rückkehr in die USA danach ist ziemlich ausgeschlossen, der Hauskauf in Deutschland bereits getätigt. Die Kinder haben sich ganz bewusst gegen das amerikanische Schulsystem und für eine Zukunft in Deutschland entschieden. Mit Unterstützung ihrer Eltern. Das ist hier in der Region beileibe kein Einzelfall mehr.

#8 - 19.03.2017, 21:01 von Atheist_Crusader

Tja, das kommt dabei raus wenn alles zur Ware erklärt wird, wenn alles ein Geschäft sein muss, wenn alles Geld machen muss.
Kritische Naturen könnten jetzt anführen, dass die Zukunft der nächsten Generation nicht in die Hände der freien Wirtschaft gehört, dass Bildung und Zukunftschancen nicht von Firmenpolitik, Preiskämpfen und dem Bankkonto der Eltern abhängig sein sollten. Aber das ist natürlich Quatsch im heiligen Land des Kapitalismus. Wer kein Geld hat, soll gefälligst härter arbeiten - und wenn er schon mit drei Jobs gleichzeitig kaum über den Runden kommt, dann soll sich der faule Sack halt einen vierten suchen. Und er soll bloß nicht erwarten, für so einen asozial-armen Lebenswandel auch noch eine Krankenversicherung zu bekommen. Aber falls er wider Erwarten doch reich wird, kann er sich über jede Menge Steuersekungen freuen.

Ich seh's schon kommen (also gesetzt dem Fall, dass es das nicht schon längst gibt), nachdem schon ein Studium an einer ernstzunehmenden (und vielen nicht erntzunehmenden) Hochschule ein Arm und ein Bein kostet, wird das nächste Geschäft wohl Schülerkredite, damit der Nachwuchs die teuren Charter Schools besuchen kann.
Kostenpflichtige Bildung von Kindesbeinen an. Wenn das Kind dann seinen Abschluss hat, kann es die nächsten Jahrzehnte mit der Abzahlung seiner Schulden verbringen.

Und wenn sie sich's nicht leisten können oder wollen... macht auch nichts. Irgendwo muss ja schließlich die neue Generation heranwachsen, die die intellektuellen liberallen Eliten verachtet. Und in den Streitkräften, bei der Polizei oder der Grenzwacht gibt es ja auch genügend Arbeitsplätze für Ungebildete.

#9 - 19.03.2017, 21:02 von gigi76

was ist ads Problem?

Nach Lesen des Beitrages habe ich nicht verstanden worin das Problem mit Charter Schools liegen soll? Im Gegenteil, das Leistungsprinzip ist doch Kern des Fortschritts und das trifft auch für das Bildungsangebot zu wenn. Warum sinkt denn das Leistungsniveau der public schools? Das müsste doch hinterfragt werden, aber vermutlich kommt man dann auch wieder zum gleichen Ergebnis. Das Leistungsprinzip...

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