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Leben und Lernen

Lehrermangel in Baden-Württemberg: Englisch für Erstklässler steht auf der Kippe

DPA Englisch und Französisch ab der ersten Klasse - Baden-Württemberg ist Vorreiter im frühen Fremdsprachenunterricht. Den stellt die Landesregierung nun aber wieder mal infrage, wegen Lehrermangel.
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#1 - Heute, 12:45 von Nordstadtbewohner

Fortschrittlich und unzeitgemäß zugleich.

"Bislang beginnen baden-württembergische Schüler - anders als in vielen anderen Bundesländern - in der ersten Klasse, Englisch und entlang des Rheins Französisch zu lernen."


Ich finde es wichtig und richtig, dass Kinder schon ab der ersten Klasse Englisch lernen, denn Englisch ist die Sprache der Globalisierung und Weltwirtschaft. Das ist einfach fortschrittlich.
Allerdings ab der ersten Klasse Französisch "entlang des Rheins" zu lernen und diese zur ersten Fremdsprache zu machen, halte ich für unzeitgemäß und falsch. Der Fokus sollte auf Englisch liegen, Französisch ist seit einigen Jahren einfach nur noch obsolet.

Hier zeigt sich ganz deutlich, wie Politik eine moderne Entwicklung durch altes Denken verzögert.

#2 - Heute, 13:02 von cassandros

Grundschulfremdsprachenunterrichtsunsinn

Zitat von Nordstadtbewohner
Ich finde es wichtig und richtig, dass Kinder schon ab der ersten Klasse Englisch lernen, denn Englisch ist die Sprache der Globalisierung und Weltwirtschaft. ........
Eine Langzeitstudie der Universität Zürich hat aber erwiesen, daß ein verfrühter Fremdsprachenunterricht gar nichts bringt !

"Wer frühzeitig und spielerisch den Umgang mit einer Fremdsprache ....Falsch! Eine Studie der Universität Zürich stellt den Nutzen von allzu frühem Englischunterricht in Frage. "
- http://www.srf.ch/sendungen/einstein/einstein/fruehenglisch-es-bringt-nichts

"Schweizer Studie stellt Frühfremdsprachen in Frage"
- http://www.kindgerechte-schule.ch/index.php/pfenninger-s-sprachenstudie

Also wieder einmal ein typischer Sturm im Wasserglas.
Ein Aufreger für schlecht informierte Helikoptereltern.

#3 - Heute, 13:06 von victoria101

Eine gute Idee...

Ich habe nun bald mein zweites Kind aus der Grundschule.
Kind 1 hat Legasthenie und Dyskalkulie und war mit Lesen, Schreiben und Rechnen schon überfordert. Aus dem Englischunterricht ist absolut gar nichts hängengeblieben trotz insgesamt fünfjähriger täglicher Beschallung durch einen Muttersprachler.
Kind 2 ist jetzt Ende dritter Klasse auf Gymnasialkurs, Lesen, Schreiben und Rechnen kein Problem. Aus dem Englischunterricht ist überhaupt nichts hängengeblieben trotz dreijähriger, täglicher Beschallung durch einen Muttersprachler.
Fazit: schlechten Schülern nimmt der Englischunterricht Zeit weg, die sie zum Lernen von Grundlagen bräuchten. Guten Schülern nützt er einfach nichts.
Schafft ihn ab.

#4 - Heute, 13:06 von Spiegelleserin57

auch kein Drama...

Zitat von Nordstadtbewohner
"Bislang beginnen baden-württembergische Schüler - anders als in vielen anderen Bundesländern - in der ersten Klasse, Englisch und entlang des Rheins Französisch zu lernen." Ich finde es wichtig und richtig, dass Kinder schon ab der ersten Klasse Englisch lernen, denn Englisch ist die Sprache der Globalisierung und Weltwirtschaft. Das ist einfach fortschrittlich. Allerdings ab der ersten Klasse Französisch "entlang des Rheins" zu lernen und diese zur ersten Fremdsprache zu machen, halte ich für unzeitgemäß und falsch. Der Fokus sollte auf Englisch liegen, Französisch ist seit einigen Jahren einfach nur noch obsolet. Hier zeigt sich ganz deutlich, wie Politik eine moderne Entwicklung durch altes Denken verzögert.
ich habe mein Abitur auch gemacht und erst auf dem Gymnasium Fremdsprachen gelernt, mann kann es auch übertreiben!
Die Kinder sollen erst mal richtig deutsch lernen was viele gar nicht können BEVOR sie andere Spraxchen lernen.
Wir haben leider immer noch sehr viele Analphabeten unter unseren Bürgern. Viele Kinder sind schon der Schule sehr gestresst durch deutliche LernÜBERforderung und nicht ohne Grund rennen deshalb viele Eltern zum Psychiater. Die Kinder sollten doch auch mal Kinder bleiben dürfen und nicht gleich überfordert werden.

#5 - Heute, 13:11 von s342

?

"Mehr Quereinsteiger beiLehrermangelLehrermangel?"
?

#6 - Heute, 13:14 von Erkläromat

Schon als ich in der Schule war....

...gab es entweder Lehrermangel oder Refrendariatenüberschuss. Ich frage mich wirklich, wieso die Bedarfsplanung bei einer Berufsgruppe, deren Fluktuation zu 95% durch Renteneintritt verursacht wird, so schwierig ist.
Zur Überschrift möchte ich anmerken: Es steht doch wohl hoffentlich zuerst Französisch für Erstklässler auf der Kippe. Englisch ist ja wohl ein bisschen wichtiger.

#7 - Heute, 13:15 von Peta26

Lehrermangel ist das Problem...

...nicht der Sprachunterricht. Mein Vorschlag wäre das Gehalt von Lehrern zu erhöhen. Warum sollte ich Jahre lang Studieren um dann in der Grundschule bei einem Gehalt von 2000 ?? zu unterrichten...wer außer irgendwelchen Hollywood Charaktere macht sowas? Also Gehalt rauf, Top Leute rein. Ende.

#8 - Heute, 13:22 von schwachewade

habe ich eine verschobene Wahrnehmung...

...oder soll hier der Lehrermangel durch Einschränkung von Unterrichtszeit kompensiert werden? Überspitzt gezeichnet: Hunger wird durch Nahrungsentzug geheilt.
Das kann es im Sinne unserer Verantwortung für die nachkommenden Generationen nun wirklich nicht sein.

#9 - Heute, 13:29 von nasenbein

Meine Erfahrung mit meinen drei Kindern lehrt mich,

dass Englischunterrich in der Grundschule oder sogar bereits im Kindergarten (in unserem Fall bereits 5 Jahre Englisch VOR dem Gymnasium) komplett sinnlos und einfach nur Zeitverschwendung ist! Von ein bis zwei Wochenstunden mehr Deutsch hätten die Kinder definitiv mehr!

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