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Leben und Lernen

TU Braunschweig: Psychologe entwickelt Glückstraining für Lehrer

picture alliance / dpa Pubertierende Achtklässler, haufenweise Korrekturen, nervige Eltern: Damit der Alltag nicht in Frust und Burn-out endet, gibt es nun ein spezielles Glückstraining für Lehrer. Es soll auch kreativer machen.
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#1 - 20.03.2017, 09:13 von hornochse

Wow!

Das beste Glückstraining wäre mehr Geld für die Schulen, gut ausgestattet mit Schülern, die wieder gerne lernen und stolz darauf sein können in die Schule gehen zu dürfen. Stattdessen kaputte Heizungen, kaputte Toiletten, marode Bausubstanz, lieblose Einrichtung, gestresste Kollegen da Unterbesetzung, ein sich selbst behindernder Verwaltungsapparat, respektlose und unachtsame Schüler, Orchester und Chöre werden / wurden gestrichen und und und. Pumpt endlich Geld in unsere Jugund und Zukunft und ALLE wären glücklicher....

#2 - 20.03.2017, 10:00 von jürgenstock

Zusammenhang?

Was bitte hat ein Experiment mit 150 Studenten mit dem Glücksgefühl oder Glücklichsein von Lehrern zu tun? Studenten sind Lernende, nicht Lehrende.

#3 - 20.03.2017, 10:06 von TS_Alien

Die Arbeit wird nicht weniger, auch wenn man als Lehrer glücklich(er) ist. Wochen mit 60 Stunden Arbeitszeit sind mittlerweile zu häufig. Und ein Ausgleich dafür fehlt oder kommt erst nach Wochen. Bis auf die Sommerferien sind in den anderen Ferien genügend Arbeiten zu erledigen, so dass der Erholungsfaktor zu gering ist.

Es würde viel bringen, die Arbeitsbelastung bei Lehrern zu reduzieren. Dazu gehören kleinere Klassen (= weniger Korrekturaufwand), meinetwegen auch Eingangsprüfungen für das Gymnasium.

#4 - 20.03.2017, 10:24 von isar56

Danke für diesen Artikel

aber mir hängt dieses "Glück suchen" ein wenig zum Halse raus. Zum Einen, weil wir selbst viel dazu beitragen können, zum Anderen, weil das Leben nun mal nicht immer Glück sein kann. Einen wichtigen Aspekt stellt das Arbeitsleben dar. Bei allem Respekt vor Lehrern frage ich den Spiegel an, warum der Focus nie auf Alten- und Krankenpfleger zielt oder die Mitarbeiter von Jugendämtern, die alle auffangen, die durch sämtliche soziale Netze gefallen sind UND dabei erheblich geringere Einkommen beziehen, als Lehrer?
Allein in Jugendämtern landen Menschen mit Suchtproblematik, psychisch Kranke, gewaltbereite Eltern-/teile, arme Familien, wohnungslose Familien, gefährdete und misshandelte, missbrauchte Kinder, die von Schulen längst als "nicht beschulbar" abgeschrieben wurden, gewaltbereite Jugendliche, jungendliche Asylbewerber, usw. Wenn Niemand mehr kann und weiter weiß, ist das Jugendamt gefordert. Ein Berufsanfänger der nach einem Studium/Sozialpädagogik 1600,-- Euro/ Monat erhält kann damit schwer von 39 1/2 Wochenstunden auf 30 reduzieren. Und wenn ein geliebter Mensch stirbt ist das Thema Glück bis auf Weiteres abgehakt.

#5 - 20.03.2017, 11:05 von ag999

Glücksgewinn

Einen Glücksgewinn habe ich auch seit ich den Job nur noch als Tausch Zeit gegen Geld sehe. Seither sehe ich alles viel entspannter und schalte einfach ab wenn ich aus der Firma gehe. Ich konzentriere mich lieber auf die wirklich wichtigen Dinge, Familie, Freunde, Freizeit und Reisen.

#6 - 20.03.2017, 11:06 von elizar

Zitat von jürgenstock
Was bitte hat ein Experiment mit 150 Studenten mit dem Glücksgefühl oder Glücklichsein von Lehrern zu tun? Studenten sind Lernende, nicht Lehrende.
DAS habe ich mich auch gefragt ...

#7 - 20.03.2017, 11:33 von Der_schmale_Grat

Oje...

Der Ansatz ist so schlecht, dass ich lachen und weinen muss. Es gäbe soviele Anmerkungen, dass dem Internet das virteulle Papier ausgehen würde... Nur ein Kommentar: Das ganze hat gerade einmal bestenfalls Pilotstudiencharakter (streng genommen nicht einmal, wenn es lediglich an Studierenden ausprobiert wurde).

#8 - 20.03.2017, 12:34 von hbblum

Sind 14 Wochen....

...Urlaub nicht genug Glück?

#9 - 20.03.2017, 12:36 von hummer44

Selten

so einen Quatsch gehört. "Positives Denken" als Allheilmittel gegen schulische Missstände. Vielleicht noch eine Dosis Homeopathika als medikamentöse Begleitung....

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