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Cyberangriffe auf Infrastruktur: Mit einem Hack ist alles weg

Michael Walter / DER SPIEGEL Kraftwerke, Krankenhäuser, die Wasserversorgung: Weil alles mit dem Internet verbunden ist, kann auch alles gehackt werden. Die Gefahr, dass ein Cyberangriff die Infrastruktur lahmlegt, ist ganz real.
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#1 - 07.12.2017, 14:02 von zeichenkette

Das ist der neue Kalte Krieg

Nur dass diesmal nicht zwei, sondern unüberschaubar viele Seiten agieren und das einzige, was damals den Atomkrieg verhindert hat (nämlich die garantierte gegenseitige Vernichtung bei einem Angriff) diesmal fehlt... Je mehr alles von völlig wild wuchernder und oft genug nachlässig eingesetzter Digitaltechnik abhängt, desto verwundbarer wird alles. Der einzige Grund, dass es noch nicht zu einer Katastrophe gekommen ist, ist der, dass es noch niemand ernsthaft darauf angelegt hat. Aber ich würde mich nicht wundern, wenn der eine oder andere Staat schon fertige Pläne und Werkzeuge dafür in der Schublade liegen hat. Ein systematischer Angriff auf Telekommunikationsnetze, Stromnetze und die Banksysteme würde schon reichen, um ein Land in totales Chaos zu stürzen. Ohne Strom, Internet, Mobilfunk und Geld wäre auch dieses Land innerhalb von Tagen nicht mehr wieder zu erkennen.

#2 - 07.12.2017, 14:19 von Bürger Icks

Der Titel, phänomenal!

Ernsthaft, hatte sofort die Melodie dieser dämlichen Reinigungsmittelwerbung im Kopf, musste so lachen!

Zum Thema, das ja nicht so lustig ist, die immer wiederkehrende Frage:

Wieso muss heutzutage alles, aber auch alles und bald auch jeder, immer mit dem Internet verbunden sein? Gibt es noch gute Gründe dafür, das ein Energieversorger, ein Wasserwerk o.ä, mit dem Internet verbunden sein muss?

Jedenfalls gibt es mittlerweile mehr gute Gründe die dagegen sprechen, wie z.B. Spionage durch ausländische Nationen und Konzerne, Datenhehlerei, Anfälligkeit für "Cyberwar"-Angriffe durch die Nationen mit den besseren "Cyberwar"-Truppen. Und natürlich gibt´s da auch noch die kleinen Hobbyhacker, die nicht für Geheimdienste arbeiten(müssen?), die haben allerdings wohl kaum ein persönliches Interesse daran, Infrastruktur abzuschalten. Die hacken sich lieber in den Geheimkram von Regierungen, Konzernen usw.

Warum haben all diese Angriffsziele für Profihacker keine "Intra-Net", angekapselt von dem Internet, um ihre Anlagen zu betreiben? Wie hat man das denn, oft in den gleichen Anlagen, vor dem Internet gemacht?

#3 - 07.12.2017, 14:45 von h_jahn

Tja, ist halt so...

...und wer sich nicht ausmalen kann, wo es vielleicht hinführt, dem sei "Blackout" von Marc Elsberg empfohlen.

#4 - 07.12.2017, 14:46 von kindacool

.

Zitat von Bürger Icks
[...] Warum haben all diese Angriffsziele für Profihacker keine "Intra-Net", angekapselt von dem Internet, um ihre Anlagen zu betreiben? Wie hat man das denn, oft in den gleichen Anlagen, vor dem Internet gemacht?
Ganz einfach. Früher saß Personal vor Ort, was die Anlage kontrolliert hat.
Das hat man heute eingespart und steuert alles von irgendeiner Zentrale fern. Und das wiederum über das Internet.
Fragen Sie mal die Aktionäre der betreffenden Unternehmen: Alles Stand der Technik und eine Suuuuper-Idee !

#5 - 07.12.2017, 14:48 von c.PAF

Zitat von Bürger Icks
Warum haben all diese Angriffsziele für Profihacker keine "Intra-Net", angekapselt von dem Internet, um ihre Anlagen zu betreiben? Wie hat man das denn, oft in den gleichen Anlagen, vor dem Internet gemacht?
Das frage ich mich ehrlich gesagt auch. Gerade bei der Infrastruktur muß doch alles besonders gut gesichert sein.

Ok, ich habe auch eine WLan-Steckdose, wo ich nichts über die Sicherung weiß. Aber da ist es mir relativ egal, ob ein Hacker meine Lampe im Hof anschaltet oder nicht. Ich werde die Dose aber trotzdem bei Gelegenheit mal näher inspizieren und absichern.

Ansonsten bin ich froh, ein altes Haus zu haben. Bricht die Infrastruktur zusammen, bin ich wenig betroffen. Gut, Abwasser funktioniert nicht mehr, aber die alte 3-Kammer-Grube ist ja auch noch da. Zudem ein (schon jetzt genutzter) Brunnen hinter dem Haus und Ofenanschlüsse in jedem Zimmer.

Trotzdem, die Gefahren sind enorm, und wenn z.B. Verkehrsampeln, Banken, Bahn etc. betroffen sind, bin auch ich nicht mehr außen vor...

#6 - 07.12.2017, 15:01 von valmel

Zitat von c.PAF
Das frage ich mich ehrlich gesagt auch. Gerade bei der Infrastruktur muß doch alles besonders gut gesichert sein.
Ernsthaft? Es spart natürlich Geld, wenn Techniker nicht vor Ort sein müssen und kleinere Probleme von zu Hause aus via Laptop lösen können. Das wird sich bald bitter rächen. Vor allem städtische Anlagen sind eine Katastrophe. Da steht auch schon mal ein WLAN-Zugang eines Kleinkraftwerks unverschlüsselt offen.

#7 - 07.12.2017, 15:11 von kindacool

Zitat von valmel
Ernsthaft? Es spart natürlich Geld, wenn Techniker nicht vor Ort sein müssen und kleinere Probleme von zu Hause aus via Laptop lösen können. Das wird sich bald bitter rächen. Vor allem städtische Anlagen sind eine Katastrophe. Da steht auch schon mal ein WLAN-Zugang eines Kleinkraftwerks unverschlüsselt offen.
...und wir wollen Millionen Kraftfahrzeuge autonom fahren und dafür übers Internet kommunizieren lassen !?
Gute Nacht dann schon mal !

#8 - 07.12.2017, 15:12 von dasfred

Vorletzte Warnung!

Wenn Hacker erst die Kontrolle über Internetfähige Vibratoren übernommen haben werden sich viele Männer verdammt überflüssig vorkommen. Aber dann haben sie endlich Zeit, darüber zu sinnieren, ob man alles machen muss was technisch möglich ist. Nicht gleich zugreifen, wenn eine technische Lösung zu verlockend aussieht bevor nicht jedes Risiko im Vorfeld minimiert wird. Noch vor Jahren konnten kleine Läden bei Ausfall der Kasse auf Zettel und Stift zurück greifen. Heute gibt es Abhängigkeiten die durch nichts mehr zu substituieren sind.

#9 - 07.12.2017, 15:30 von karlsiegfried

Wichtige Vorsorgemassnahmen

Die genannte Gefahr ist mehr als real. DIGITAL 4.0 macht die Welt nicht besser, sondern nur erbärmlicher. Sie wird zum Alltag werden. Deshalb beachten: Trinkwasser- und Bargeldvorrat anlegen. Kohleofen oder Kamin installiern. Weiterhin Taschenlampen, Notlichter, Kerzen und Streichhölzer kaufen. Bier, Wein, Schnaps, Zigaretten, etc. bunkern. Und anderes mehr. Dann lässt sich vieles aushalten. Aber längst nicht alles.

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