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Cyberangriffe auf Infrastruktur: Mit einem Hack ist alles weg

Michael Walter / DER SPIEGEL Kraftwerke, Krankenhäuser, die Wasserversorgung: Weil alles mit dem Internet verbunden ist, kann auch alles gehackt werden. Die Gefahr, dass ein Cyberangriff die Infrastruktur lahmlegt, ist ganz real.
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#10 - 07.12.2017, 15:39 von vitalik

Zitat von Bürger Icks
Ernsthaft, hatte sofort die Melodie dieser dämlichen Reinigungsmittelwerbung im Kopf, musste so lachen! Zum Thema, das ja nicht so lustig ist, die immer wiederkehrende Frage: Wieso muss heutzutage alles, aber auch alles und bald auch jeder, immer mit dem Internet verbunden sein? Gibt es noch gute Gründe dafür, das ein Energieversorger, ein......
Warum? Vermutlich aus dem gleichen Grund, warum Sie wohl ungern alle Ihre Rechnungen in Bar am Schalter des jeweiligen Anbieters zahlen würden. Es ist doch viel bequemer, wenn Strom, Gas, Miete einfach vom Konto abgezogen werden oder durch eine Überweisung ausgeglichen werden.

Bei vielen Unternehmen gibt es keine Kapselung nach Ihnen. Das klappt bei einem 5 Mann Betrieb. Große Unternehmen haben unzählige Schnittstellen nach außen (B2B, usw). Wie kommt sonst die Bestellung der Firma A zu Firma B? Mit einem Brief und 2 Tage Wartezeit dazwischen?

#11 - 07.12.2017, 15:53 von jjcamera

Gute Nacht

Und da gibt es Menschen, die allen Ernstes ihren Haushalt, ihre Heizung, ihren Kühlschrank, ihre Alarmanlage, ihr Auto, praktisch ihr ganzes Leben per App fernsteuern wollen?
Na dann, gute Nacht ihr Lieben und willkommen Diebe, Stalker und sonstige Kriminelle. Man macht euch das Leben wirklich leicht.

#12 - 07.12.2017, 15:56 von jozu2

Es muss nicht alles mit dem Internet verbunden sein

Um einen Hausmeister und 5 x Anfahrtskosten im Jahr zu sparen, wird heute alles mit dem Internet verbunden und sogar fernsteuerbar. In vielen Fällen wäre eine Sammelstörung, die zum Techniksupport gemeldet wird, vielleicht die bessere Lösung. Was nicht mit dem Internet verbunden ist, kann auch nicht aus der Ferne gehackt werden.

#13 - 07.12.2017, 15:57 von kindacool

Zitat von karlsiegfried
Die genannte Gefahr ist mehr als real. DIGITAL 4.0 macht die Welt nicht besser, sondern nur erbärmlicher. Sie wird zum Alltag werden. Deshalb beachten: Trinkwasser- und Bargeldvorrat anlegen. Kohleofen oder Kamin installiern. Weiterhin Taschenlampen, Notlichter, Kerzen und Streichhölzer kaufen. Bier, Wein, Schnaps, Zigaretten, etc. bunkern. Und anderes mehr. Dann lässt sich vieles aushalten. Aber längst nicht alles.
Die Zigaretten sind wahrscheinlich im Fall der Fälle wertvoller als das Bargeld (welches ja ohnehin zur Disposition steht) und Öfen aller Art stehen ja auch auf der Vernichtungsliste der Feinstaub- und Stickoxidritter relativ weit oben !

#14 - 07.12.2017, 16:09 von runner

Empfehlung...

Zitat von h_jahn
...und wer sich nicht ausmalen kann, wo es vielleicht hinführt, dem sei "Blackout" von Marc Elsberg empfohlen.
... kann ich nur unterstreichen. Spannend geschrieben und umfangreich die Konsequenzen gezeigt wie innerhalb von Tagen weite Teile Europas in Anarchie zerfallen. Interessant wie der der lang vorbereitete Zugriff via "Smart Meter" erfolgt...

#15 - 07.12.2017, 16:24 von mimas101

Paßwort: 123456

Ähem.

Nein es muß schon mehr sein um zumindest das Einbrechen in Datenleitungen so zu erschweren das der Angreifer lieber verzichtet:
Kein windoofs nehmen und ein paar PC-Kundige einstellen die nicht nur BlueScreens mittels eines PC-Doktors wegklicken können sondern ihr Handwerk verstehen und auch Bedienungsanleitungen befolgen können (s. Siemens...).
Und es finge an mit der Errichtung von VPNs (so das der Mitschneider was anderes sieht als tatsächlich gesendet wird), malware ließe sich nicht mehr installieren da das OS nicht stimmt, sichere Zertifikate benutzen und was der Dinge mehr sind.
Besonders schick wird's wenn nur noch BlackBoxen die Datenübertragung übernähmen und nicht veränderbaren Code und Kennungen hätten.

Aber es ist heute so das man auf ein Mainstream-OS setzt das der Hersteller nicht richtig supported weil dann für die nächste Generation kein Kaufanreiz mehr besteht. Und neuerdings genau dieses OS für Datenbeschaffung herzuhalten hat weil man noch mehr Geld verdienen will (der Bund kann derzeit ein Lied davon singen, soll doch für viel teuer Geld fürs derzeit anzuschaffende X extra ein Bundesclient programmiert und aufgesetzt werden damit keine Datenspionage möglich ist). Dann kämen noch Admins, User und Techniker die herummaulen weil sie ihre Lieblingsspiele nicht spielen können (die man natürlich auch gleich installieren muß) oder der Regler R irgendwo aber nicht windoofskonform platziert sei. Und es kommt hinzu die immer grüner werdende Software die erst bei den Kunden so richtig reift.

So wie es aussieht gibt es also mehrere Aspekte die man zur bestmöglichen Absicherung von WLAN und Internetzugängen berücksichtigen muß.
Und man wird immer häufiger darüber stolpern das einfache Paßworte pp keine Kavaliersdelikte sein können.

So und jetzt lese ich einen Jubelartikel in welche Goldene Zeiten uns zukünftig Industrie 4 führen wird. Mit einem jubilierenden xyz der das Vorwort so richtig öffentlich-rechtlich verfaßte und gleich die Vorzüge eines OS (x), aber nicht eines aus Cappuccino, pries ...
Ach Ja, er schrub auch das zukünftig eine Halbe Portion ausreichend sei ganze Autos zu bauen, einfach per Knopfdruck.

#16 - 07.12.2017, 16:26 von joerg109

Ich bin froh über alle diese Artikel...

....denn sie schüren die Angst und auf dieser Angst basiert mein berufliches Auskommen ;). Dennoch. Es wäre so allerlei möglich, auch und insbesondere in der analogen Welt. Einen Trinkwasserspeicher vergiften - Kinderspiel. Eine ganze Region vom Netz nehmen - einfach nur die Türe am nächstgelegenen Trafohaus aufhebeln und einen Kurzschluss verursachen. Aber das passiert nicht sehr häufig. Weil man für eine solche Straftat eine hohe kriminelle Energie benötigt. Die haben nur sehr wenige Menschen. In der analogen Welt genauso wie in der digitalen. Ich empfehle
1. nicht gegen die allergrundlegendsten Sicherheitsregeln zu verstossen. WannaCry hat die Bahn AG und die britischen Krankenhäuser erfolgreich angegriffen, weil die angegriffenen Systeme seit Jahren nicht aktualisiert worden waren.
2. Staatliche Einrichtungen sollten nicht länger den Markt für Zero Day Exploits finanzieren und die Entwicklung der gefährlichsten aller Malwares unterstützen und vorantreiben.

Ansonsten: Auch solche Systeme, die nicht mit dem Internet verbunden sind, lassen sich angreifen. Das ist komplizierter, aber findet regelmässig statt.

#17 - 07.12.2017, 16:56 von kindacool

Zitat von joerg109
[...] Dennoch. Es wäre so allerlei möglich, auch und insbesondere in der analogen Welt. Einen Trinkwasserspeicher vergiften - Kinderspiel. Eine ganze Region vom Netz nehmen - einfach nur die Türe am nächstgelegenen Trafohaus aufhebeln und einen Kurzschluss verursachen. Aber das passiert nicht sehr häufig. Weil man für eine solche Straftat eine hohe kriminelle Energie benötigt. Die haben nur sehr wenige Menschen. In der analogen Welt genauso wie in der digitalen.[...]
Das ist zwar richtig aber der Täter muß eben erstmal vor Ort sein und kann dort nur einen Trinkwasserspeicher vergiften und ein Trafohäuschen platt machen. Inklusive dem Risiko gesehen zu werden.
Daß man das in einem viel, viel größeren Maßstab auch per Mausklick von jedem denkbaren Punkt der Erde aus machen kann ohne daß einen jemand dabei sieht, setzt meines Erachtens die Hemmschwelle erheblich herunter (siehe auch illegaler Filmdownload vs DVD-Klau im Fachgeschäft).
Und wenn die Hemmschwelle gering ist, ist auch die aufzuwendende kriminelle Energie geringer.

#18 - 07.12.2017, 17:16 von Bernd.Brincken

Alles hackbar

"Weil alles mit dem Internet verbunden ist, kann auch alles gehackt werden"
Das ist doch Unsinn. Verschlüsselung funktioniert grundsätzlich. Siehe den Hinweis von Snowden, siehe Bitcoin, siehe x andere Anwendungen.
https://github.com/freedomofpress/encryption-works/blob/master/encryption_works.md

Wenn man die Technik richtig benutzt, mit richtigen Kennwörtern, dann sind Internet-Anwendungen weit überwiegend sicher gegen fremde Zugriffe.
Software-Fehler gibt es immer mal wieder, aber das sind Ausnahmen, und planbar sind diese schon gar nicht.

#19 - 07.12.2017, 22:16 von quark2@mailinator.com

Zitat von vitalik
... Wie kommt sonst die Bestellung der Firma A zu Firma B? Mit einem Brief und 2 Tage Wartezeit dazwischen?
Mal abgesehen davon, daß dies kein Problem wäre, denn die Firma würde ihrerseits ja auch alle Rechnungen 2 Tage später bekommen, ist es kein Problem, wenn die Buchhaltung 2 Monitore auf dem Tisch stehen hat, bzw. ein Monitor die Bilder 2er PCs zeigt ... Intranet und Internet jeweils getrennt. Ja, man muß die Zahlen der Rechnung dann von Hand abtippen. Da können Menschen Fehler machen. Kann man per Checksumme leicht absichern. Ja, man braucht dann einen Menschen ... oder, wenn man 100000 Konten hat, braucht man eine CD, die genau 1x von Intranet nach Internet wandert und dann geschreddert wird. Man KANN das alles lösen, aber es braucht einen Willen.

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